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Trifft es Düdingen, Freiburg – oder beide?

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Wen trifft es? Das ist die grosse Frage, die sich heute im Abstiegskampf der 1. Liga stellt. Vom Trio SC Düdingen, FC Freiburg und La Sarraz-Eclépens wird nach der letzten Meisterschaftsrunde eine Mannschaft über dem Strich liegen und den Klassenerhalt bejubeln. Die beiden anderen Teams werden unter dem Strich platziert sein und in die 2. Liga interregional absteigen müssen. Mindestens eine Freiburger Equipe muss in den sauren Apfel beissen. Die Gefahr ist sogar gross, dass es sowohl den SCD als auch Freiburg trifft, denn beide haben ihr Schicksal nicht mehr in den eigenen Händen.

Schwerwiegender administrativer Fehler

Die schlechtesten Karten im Kampf um den Ligaerhalt hält der FC Freiburg in der Hand. Gestern hat die 1.-Liga-Rekurskommission des Schweizerischen Fussballverbandes SFV den Rekurs des Vereins im Fall «Dejan Janjic» abgewiesen (siehe Kasten). Damit werden den Freiburgern drei Punkte abgezogen, und sie fallen ans Tabellenende.

Bitter für den FC Freiburg: Ein administrativer Fehler des Vorstands droht das Team in den Abstieg zu reissen. Sportlich wusste der Stadtclub zuletzt nämlich zu überzeugen. Seit bei den Pinguinen Ismaël Djelid an der Seitenlinie steht, spielen sie wie verwandelt und reihten zuletzt zwei unerwartete Auswärtssiege gegen Tabellenleader Yverdon (3:2) und das Team Waadt U21 (5:2) aneinander. Diese starken Auftritte nähren an der Saane die leise Hoffnung, dass der Ligaerhalt doch noch zu schaffen ist, auch wenn sich die Ausgangslage nach der Forfaitniederlage sehr ungünstig präsentiert: Wenn Düdingen oder La Sarraz-Eclépens heute gewinnt, steht der FC Freiburg als Absteiger fest. Er muss darauf hoffen, dass seine beiden Kontrahenten nur unentschieden spielen oder gar verlieren. Dann könnten sich Ismaël Djelid und sein Team unter anderem dank des besseren Torverhältnisses retten.

Hier geht’s zum Interview mit SCD-Spieler Fabian Stoller.

Voraussetzung ist aber in jedem Fall ein Sieg gegen die Young Boys U21 – und das allein ist bereits eine knifflige Aufgabe. Selbst wenn die beiden Vereine in der Nachwuchsbewegung eine Zusammenarbeit pflegen, ist kaum davon auszugehen, dass die Berner der Freiburgern Punkte schenken werden.

Düdingen braucht Schützenhilfe von Martigny

Während sich der Trainerwechsel in Freiburg zumindest resultatmässig positiv ausgewirkt hat, hat sich beim SCD die Beurlaubung von Martin Lengen bisher nur beschränkt ausbezahlt. Zwar traten die Düdinger unter ihren Interimstrainern Joël Durret und Cédric Liechti deutlich dominanter und kämpferischer auf als davor, und sie konnten nach fünf Niederlagen in Folge erstmals wieder punkten. Das 1:1 gegen Carouge war unter dem Strich aber zu wenig, um sich aus dem Abstiegssumpf zu befreien. So liegt die Birchhölzli-Elf vor dem heutigen Duell gegen Vevey auf dem zweitletzten Platz, einen Punkt unter dem Strich, und muss hoffen, dass La Sarraz-Eclépens gegen Martigny nicht gewinnt. Siegen die Waadtländer – so, wie sie es in den letzten vier Partien dreimal getan haben – dann steigt der SCD (zusammen mit dem FC Freiburg) nach zwölf Saisons in der 1. Liga ab.

«Das Unentschieden gegen Carouge war im Vergleich zu den vorherigen Darbietungen zwar eine klare Leistungssteigerung. Rückblickend müssen wir aber sagen, dass wir da zwei Punkte liegen liessen, die uns heute fehlen», sagt Trainer Durret. «Nun müssen wir gegen Vevey unbedingt gewinnen. Deshalb werden wir noch etwas offensiver auftreten als sonst. Auf Abwarten zu spielen macht keinen Sinn.»

Angst davor, dass die «Welschen» zusammenspannen und sich gegenseitig die benötigten Punkte zuschieben, hat Durret keine. «Ich gehe davon aus, dass sich die Liga fair verhält und Martigny nicht absichtlich gegen La Sarraz verlieren wird. Aber es ist natürlich ein ungutes Gefühl, sein Schicksal nicht in den eigenen Händen zu halten.»

«Siegen oder fliegen»

«Siegen oder fliegen» heisst es für den SCD heute – entsprechend gross ist der Druck, der auf Spielern und Trainern lastet. «Es ist eine unglaublich intensive Zeit», sagt Joël Durret, der vor seinem Wechsel zum Fanionteam Trainer der Düdinger Inter-A-Junioren war. «In der 1. Liga ist der Zeitaufwand als Coach deutlich höher. Es braucht mehr Trainingseinheiten, man muss den Gegner intensiver studieren, viel mehr Zeit in die Videoanalyse investieren. Dafür bekommt man auch viel mehr Feedback.» Das Interesse von aussen sei enorm gross, erst recht in der jetzigen Situation. «Ständig werde ich angesprochen, erhalte Glückwünsche für den Abstiegskampf. Das ist schön, gleichzeitig erhöht es aber den Druck auf das Team und auf mich.»

Hier geht’s zum Interview mit SCD-Präsident Beat Hirschi.

Ob die Düdinger mit dem Druck umgehen können, zeigt sich heute gegen Vevey Sports. In der Vorrunde hatte der SCD gegen die Waadtländer 1:1 gespielt – ein Resultat, das heute allerdings auf keinen Fall zum Ligaerhalt reichen würde. «Wir werden alles unternehmen, um unseren Teil zum Ligaerhalt beizutragen», versichert Trainer Durret. «Das Team ist bereit für das Spiel der Spiele. Der Biss ist da. Der Rest liegt nicht in unserer Macht.»

Und was, wenn Düdingen den Abstieg nicht verhindern kann? «Sportlich wäre es für den Verein tragisch. Es wäre aber kein Weltuntergang», findet Joël Durret. «Der SC Düdigen ist sehr breit abgestützt und verfügt über eine sehr gute Nachwuchsabteilung mit drei Inter-Mannschaften. Der Verein kann problemlos einen Neustart machen und hat das Potenzial, um über kurz oder lang in die 1. Liga zurückzukehren.»

FC Freiburg

Rekurs gegen Forfait-Niederlage abgewiesen

Einen Tag vor dem Schicksalsspiel gegen die Young Boys II hat die 1.-Liga-Rekurskommission den Rekurs des FC Freiburg im Fall «Dejan Janjic» abgewiesen.

Der 19-jährige Verteidiger Janjic war vor zwei Wochen im Meisterschaftsspiel gegen Tabellenleader Yverdon zum Einsatz gekommen, obwohl er für den FC Freiburg nicht spielberechtigt war (die FN berichteten). Yverdon legte Protest ein, woraufhin die 1.-Liga-Kommission den 3:2-Sieg der Pinguine nachträglich in eine 0:3-Forfaitniederlage umwandelte und dem FC Freiburg drei Punkte abzog.

Gegen diesen Entscheid hatte der Verein diese Woche Rekurs eingelegt. Gestern wurde dieser nun endgültig abgewiesen. Die offizielle schriftliche Begründung will der Verband in den kommenden Tagen vorlegen.ms

 

Die letzten Spiele (alle heute 16 Uhr): Yverdon – Team Waadt U21. Freiburg – Young Boys II. Lancy – Stade-Lausanne-Ouchy. Martigny – La Sarraz-Eclépens. Echallens – Oberwallis Naters. Azzurri 90 Lausanne – Etoile Carouge. Vevey Sports – Düdingen.

 

«Das Team ist bereit für das Spiel der Spiele. Der Biss ist da.»

Joël Durret

Interimstrainer SC Düdingen

 

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