Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Trinkwasser-Engpass ist behoben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Murtner Ortsteil Salvenach flatterte Ende letzter Woche eine Mitteilung der Industriellen Betriebe Murten (IB Murten) in die Haushalte. Darin forderte das Unternehmen die Bewohnerinnen und Bewohner dazu auf, wegen der Hitzewelle sparsam mit Wasser umzugehen und auf das Bewässern von Rasen und Aussenplätzen zu verzichten.

Gestern nun gab Charles Nicolas Moser, Direktor der IB Murten, auf Anfrage Entwarnung. Von Wasserknappheit könne keine Rede sein: «Der Grund für die geringere Wasserzufuhr war eine defekte Grundwasserpumpe im Eichelried im Galmwald». Das habe dazu geführt, dass das Reservoir keinen genügenden Nachschub erhielt.

Am Sonntag hätten Mitarbeitende die Pumpe ausgebaut und ersetzt, «der Schaden ist behoben. Wir haben kein Versorgungsproblem, es hat genug Wasser». Dennoch sei sparsamer Wasserverbrauch angesagt: «Wasser ist ein kostbares Gut.»

An TWB angeschlossen

Noch gestern waren auf den Strassen zwischen Salvenach und Jeuss Feuerwehrschläuche zu sehen, die Gemeindestras­sen waren teilweise gesperrt: «Wir haben die Feuerwehr aufgeboten, um provisorische Leitungen nach Jeuss zu ziehen, damit wir zwischenzeitlich die Leitung des Trinkwasserverbundes Bibera (TWB) anzapfen und damit den Nachschub sichern konnten», erklärt Nicolas Moser. Salvenach sei ein Murtner Ortsteil, der sich in der Regel mit seinen zwei Grundwasserfassungen eigenständig mit Trinkwasser versorgen könne.

Mehr Sicherheit

Seit der Fusion der Gemeinden Salvenach, Lurtigen, Jeuss und Courlevon mit Murten Anfang 2016 sei jedoch ein Zusammenschluss der regionalen Wasserversorgungsnetze geplant. «Wir wollen die Leitungen von Salvenach mit jenen des Trinkwasserverbundes Bibera in Jeuss verbinden, um bei Engpässen verschiedene Möglichkeiten der Wasserversorgung zu haben und mehr Versorgungssicherheit schaffen zu können», sagte der IB-Murten-Direktor. Die Einspeisepunkte des TWB befänden sich in Büchslen und in Jeuss. Von dort aus fliesse das Wasser in gemeindeeigenen Leitungen in die Häuser der Gemeinde.

Die provisorischen Wasserleitungen der Feuerwehr zwischen Salvenach und Jeuss würden in diesen Tagen wieder entfernt, sagte Moser. «Wir wollten nach dem Auswechseln der Pumpe am Sonntag zuerst sicher sein, dass alles gut funktioniert.»

Der Murtensee als Lieferant

Rund 50 Prozent des Trinkwassers für die Haushalte der Gemeinde Murten ist aufbereitetes Seewasser. Rund ein Viertel des Trinkwassers für Murten stammt aus Quellen, bei einem weiteren Viertel handelt es sich um Grundwasser.

Zum Vergleich: Schweizweit stammen 40 Prozent des Trinkwassers aus Quellen, 40 Prozent aus Grundwasser und nur 20 Prozent aus oberirdischen Gewässern.

Zahlen und Fakten

243 Liter Wasser pro Einwohner pro Tag

Die IB Murten versorgt rund 8000 Einwohner der Gemeinde Murten mit etwa 640 000 Kubikmetern Trinkwasser im Jahr. Zudem liefert das Unternehmen Trinkwasser an die Gemeinden Merlach und Muntelier, dabei handelt es sich um rund 122 000 Kubikmeter jährlich. 60 Prozent davon fliessen zu den Wasserhähnen der Haushalte und des Kleingewerbes, während die Industrie rund 20 Prozent bezieht. Der Verbrauch pro Einwohner in der Gemeinde Murten lag 2015 bei 243 Litern pro Tag, wie auf der Webseite der IB Murten zu entnehmen ist. In den 90er-Jahren seien es noch über 300 Liter gewesen. Die IB Murten ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt und zu 100 Prozent durch ein Dotationskapital der öffentlichen Hand finanziert.

emu

 

Mehr zum Thema