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Tristan Scherwey: «Ich will mich noch einmal selbst herausfordern»

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Seit Tristan Scherwey – damals als guter Spieler, aber nicht gerade als pflegeleichter Teenager bekannt – 2007 bereits im Juniorenalter von Gottéron zum SC Bern wechselte, geht es mit seiner Karriere nur noch in eine Richtung: aufwärts.

Fünfmal ist der Freiburger mit dem SCB Meister geworden, zudem wurde der Stürmer in den letzten Jahren fixer Bestandteil der Nationalmannschaft, 2018 nahm er mit der Schweiz an den Olympischen Spielen in Pyeongchang teil und gehörte einige Monate später zum Team, das WM-Silber holte. Auch 2019 schreibt Scherwey seine Erfolgsgeschichte munter weiter. Im Februar unterschrieb der 28-Jährige in Bern einen Vertrag bis 2027. Ein bemerkenswerter Vertrauensbeweis der besten Mannschaft des Landes – nie zuvor wurde im Schweizer Eishockey ein derart langer Vertrag unterzeichnet. Und als ob eine weitere WM-Teilnahme und der Sieg bei der Publikumswahl zum populärsten Spieler der Liga für das aktuelle Kalenderjahr nicht bereits der Ehre genug gewesen wären, gab es letzte Woche die nächste tolle Nachricht für Tristan Scherwey: Er wurde von den Ottawa Senators ins NHL-Camp eingeladen.

«Megacool, dass es geklappt hat»

In diesem Camp wird er sich ab dem 12. September für maximal drei Wochen erstmals in seiner Karriere in Nordamerika präsentieren können. «Megacool, dass es geklappt hat, ich freue mich und bin sehr gespannt», sagte Scherwey am Donnerstag per Telefon gegenüber den FN, kurz bevor er in Basel mit dem SCB für den Champions-League-Match gegen Skelleftea in Richtung Schweden abflog. «Seit ich letztes Jahr erstmals an einer WM spielte, war es mein Ziel, einmal eine Chance in Nordamerika zu erhalten.» Roman Josi, der in der NHL zu den besten Verteidigern der Liga gehört, habe ihm damals gesagt, dass er nicht verstehe, warum er es nicht mal versuche. Nun also ist Scherwey der Einladung der Ottawa Senators gefolgt und nimmt mit 50 bis 60 anderen Spielern am Trainingscamp teil – und verzichtet dafür in dieser Zeit sogar auf sein Salär beim SCB. «Ich werde alles daran setzen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Ich habe nichts zu verlieren und werde einfach machen, was ich immer mache: Vollgas geben.» Eine gewisse Begeisterung in der Stimme Scherweys ist nicht zu überhören. «Ich will mich noch einmal selbst herausfordern. Es nimmt mich wunder, wie es dort zu und her geht, ob es wirklich so eine andere Welt ist, wie alle immer sagen. Zudem will ich sehen, ob ich den Spielern dort auf Augenhöhe begegne.»

Ausstiegsklausel erst 2020

So weit, so gut: Doch wie schätzt Tristan Scherwey die Chance ein, nach David Aebi­scher und Christoph Bertschy als dritter Freiburger wirklich zu einem NHL-Einsatz zu gelangen? «Das ist sehr schwer zu sagen, ich habe keine Ahnung, was Ottawa genau für Pläne hat», so Scherwey, der bisher nur kurz mit dem Teamchef und dem Konditionstrainer des Clubs aus der kanadischen Provinz Ontario gesprochen hat. «Ich hoffe, dass ich bei mindestens einem Vorbereitungsspiel dabei sein kann.»

Ein Pflichtspiel wird er in dieser Saison sicher nicht bestreiten. In seinen Rentenvertrag beim SCB hat er sich einzig für den kommenden Sommer eine NHL-Ausstiegsklausel reinschreiben lassen. In dieser Saison erlaubt ihm der Vertrag nur, an einem Camp teilzunehmen und so den Bernern zu Saisonbeginn bis zu acht Spiele lang zu fehlen. Zu mehr Zugeständnissen wäre der Club nicht bereit, wie Sportchef Alex Chatelain letzte Woche gegenüber «Blick» klarmachte. «Er hat einen gültigen Vertrag bei uns. Es kommt nicht infrage, dass er diese Saison für Ottawa Spiele bestreitet. Das ist mit ihm so abgemacht.»

Kompletter Umbruch in Ottawa

Ohnehin würde es überraschen, wenn es Tristan Scherwey tatsächlich zum NHL-Spieler schaffen würde. In der besten Eishockey-Liga der Welt setzen die Teams insbesondere bei Neulingen lieber auf junge Spieler. Zudem herrscht in Nordamerika nicht gerade ein Mangel an Spielern wie Scherwey, die in erster Linie mit Härte und Energie überzeugen – nur dass die meist grösser sind als der 176 Zentimeter grosse Freiburger. Erhöht werden Scherweys Chancen indes durch die Tatsache, dass Ottawa letzte Saison mit 29 Siegen aus 82 Spielen das schlechteste NHL-Team überhaupt war. «Es gibt einen neuen Trainer und einen kompletten Umbruch. Mein Agent hat mir deshalb schon auch gesagt, dass die Chancen für mich dort am grössten sind.»

Unabhängig davon hat Scherwey in seiner Karriere ohnehin schon oft Dinge erreicht, die ihm nicht viele zugetraut hätten. Und so geht er auch diesmal unbeirrt seinen Weg, in der Hoffnung, die kleine Chance zu packen. In den nächsten Tagen will er sich noch über die Geschichte der Ottawa Senators informieren. Am 8. September, einen Tag nachdem er mit Bern noch in der Champions League im Einsatz steht, fliegt er dann in Richtung Kanada. «Das Camp beginnt offiziell erst am 12. September, aber ich will mich zuvor so gut wie möglich akklimatisieren, um voll bereit zu sein.»

«Ich habe nichts zu verlieren und werde einfach machen, was ich immer mache: Vollgas geben.»

Tristan Scherwey

Eishockey-Spieler

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