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Tropische Erfolgsgeschichte in Kerzers

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Dschungelnymphen und Gespenstschrecken: Diese Tiere setzte Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld gestern seinem Vater und Papiliorama-Gründer Maarten Bijleveld van Lexmond auf die Schulter. Es sei das passende Geschenk zum 25-Jahr-Jubiläum des Papilioramas, sagte Bijleveld Junior vor den Medien. «Mit diesen Tieren hat es angefangen. Wir haben sie zu Hause gezüchtet, um uns auf das Projekt Papiliorama vorzubereiten.»

 Mittlerweile hat das Papiliorama fast fünf Millionen Besucher empfangen. «Es war ein langer Weg und ich bin froh, ist es so gut gelungen», sagte Bijleveld Senior. «Mit dem Papiliorama wollte ich den Naturschutzgedanken weitergeben. Zudem hatte ich immer eine Vorliebe für Zoos und botanische Gärten.» Um aktiv etwas für den Schutz der Tropenwelt zu tun, gründete er 1989 eine Stiftung, die das Naturreservat Shipstern in Belize kaufte. Es wird bis heute vom Papiliorama und seinen Besuchern unterstützt.

Das grosse Feuer

Bereits im ersten Jahr nach der Gründung verzeichnete das Papiliorama 225 000 Besucher und wurde schweizweit bekannt. Doch es gab auch Rückschläge. Am 1. Januar 1995 ereignete sich ein Drama: Eine Glace-Gefriertruhe überhitzte sich und löste einen Brand aus. Die Kuppel wurde fast vollständig zerstört und nur wenige Tiere überlebten den Brand. Glück im Unglück war, dass zum Zeitpunkt des Brandes mit dem Nocturama eine zweite Kuppel fast fertig war, so dass gerettete Pflanzen und Tiere dort untergebracht werden konnten. Dank einer grossen Unterstützungswelle, bei der laut Caspar Bijleveld sogar Kinder ihr Sparschwein opferten, konnte die Kuppel rasch wieder aufgebaut werden: Im September 1995 war sie wieder offen.

 Im Jahr 2001 folgte ein weiteres wichtiges Ereignis: Der Stiftungsrat entschied, mit dem Papiliorama von Marin nach Kerzers umzuziehen. Ursprünglich war aufgrund von Ausbauplänen ein Umzug innerhalb von Marin geplant. Da ein klares Bekenntnis der Neuenburger Kantonsregierung für die nötige Umzonung ausblieb, griff man aber auf das Dossier aus Kerzers zurück, das auf Initiative eines Papiliorama-Mitarbeiters aus Kerzers entstanden war. Und dann ging es schnell: Vom ersten Treffen mit der Gemeinde bis zur Eröffnung im Jahr 2003 vergingen nur zwei Jahre.

Die Bauzeit war aber schwierig: Schlechtes Wetter und der Einbruch der Besucherzahlen aufgrund der Expo.02 machten dem Papiliorama zu schaffen. «Wir hatten zeitweise Angst, dass das Papiliorama die finanzielle Durststrecke nicht überlebt», so Bijleveld. Doch am Ende klappte es und im April 2003 öffnete das Papiliorama in Kerzers seine Türen.

Heute gilt das Papiliorama als Erfolgsgeschichte. «Für mich war dieses Projekt ein Highlight», sagte die frühere Gemeindepräsidentin Katharina Hürlimann gestern. «Das Papiliorama war wie ein Sechser im Lotto.» Und der von wenigen befürchtete Mehrverkehr und die Angst, Kerzers werde zum Rummelplatz, hätten sich nicht bewahrheitet. Die heutige Gemeindepräsidentin Susanne Schwander spricht von einer «Perle des Tourismus», die zudem zahlreiche Stellen geschaffen habe.

Visionen für die Zukunft

Heute umfasst das Papiliorama neben der Schmetterlingskuppel das Nocturama, den Jungle Trek als Abbild des Naturreservats Shipstern und den Swiss Butterfly Garden. Und an der Zukunft wird gebaut: Derzeit wird der Mini-Zoo vergrössert und die Aussenanlage soll einst zu einem «Wilden Seeland» ausgebaut werden. In einer neuen Kuppel möchte das Papiliorama Tierarten aus der Region zeigen, und ein Gebäude mit Aquarien könnte folgen. «Die Visionen brauchen aber noch Zeit, um zu reifen», so Bijleveld.

Programm

Jubiläumsfest mit vielen Attraktionen

Morgen Samstag feiert das Papiliorama sein Jubiläum mit einem grossen Fest mit Musik, Ständen und Animationen: Es ist eine Märchenerzählerin dort, Kinder können ihre Gesichter bemalen lassen und die Schmetterlinge warten auf die Besucher. Um 11 Uhr hält Staatsrat Beat Vonlanthen eine Ansprache, danach eröffnet er mit Miss Schweiz Aline Buchschacher die Ausstellung «25 Jahre Papiliorama».luk

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