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Trost und Rat von Romeos Julia

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Autor: Janine Jungo

Was hat es mit diesen Briefen auf sich? Wieso Verona – und noch viel wichtiger: Wieso Julia? Um das Ganze verstehen zu können, müssen wir ins Jahr 1597 reisen, denn hier nimmt die Geschichte ihren Anfang. In diesem Jahr erschien William Shakespeares wohl berühmtestes Werk «Romeo und Julia». Die Geschichte der zwei Liebenden eroberte die Herzen im Sturm und wurde schon bald zur Lieblingslektüre vieler Menschen auf der ganzen Welt. Und die Beliebtheit der Geschichte hat bis heute nicht abgenommen. In Büchern, Filmen und Theatern wurde die Geschichte der Liebenden aufgegriffen. Die Menschen litten seit jeher mit Julia und ihrem Romeo mit, haben aber auch Respekt für den Mut der beiden, ihre Liebe trotz aller Hindernisse doch weiterzuleben.

Ein Quentchen Wahrheit

Bis heute ist man sich über den Wahrheitsgehalt der Geschichte nicht sicher. Auch wenn man heute davon ausgeht, dass die Geschichte Fiktion ist, gibt es Informationen, die darauf hinweisen, dass zumindest einige Teile der Geschichte wahr sind. So gab es in Verona die Familien Capuleti und Montecchi tatsächlich. Andere weisen darauf hin, dass es in Verona ähnliche Konfliktsituationen gegeben hat, wie sie im Buch beschrieben wurden.

Die Julia in uns

Selbst wenn die Geschichte nichts als Fiktion ist, halten die meisten Menschen dennoch daran fest. Wieso eigentlich auch nicht? Es gibt sie, Julia und Romeo, denn ohne sie gäbe es die Probleme nicht und mit ihnen auch keine Briefe. Es gibt sie, sie mögen anders heissen, leben vielleicht in unserer Nachbarschaft, laufen uns morgens über den Weg. Wir alle kämpfen doch im Grunde genommen alle um dasselbe, um das Wichtigste im Leben, die Liebe. Steckt nicht vermutlich in jedem von uns eine heimliche Julia, die ihren Romeo sucht? Wir wünschen uns, dass uns eines Tages Romeo oder je nachdem Julia über den Weg läuft und wir uns unsterblich verlieben. Wenn wir dann in einer Beziehung mit jemandem leben, merken wir, dass es in jeder Beziehung gilt, Hindernisse zu überwinden, so wie es auch schon Romeo und seine Julia versuchten.

Schicksal verbindet

Mit diesen Worten liessen sich vermutlich die unzähligen Briefe erklären, die Verona jährlich erreichen. In der Mehrzahl der Briefe findet sich vermutlich im Absender eine Julia, die sehnlichst auf ihren Romeo wartet. Wir wenden uns aus diesem Grund an Julia, weil wir ihr alle doch so ähnlich sind und wir uns von ihr Rat erbitten.

Rat von Julia

Wir hegen Empathie für die Protagonisten. Dies führt uns nun nach Verona, eine kleine idyllische Stadt in Italien. Seit vielen Jahren pilgern Menschen, überwiegend Frauen, nach Verona, an die angebliche Geburtsstätte von Julia, um sie in den verschiedensten Lebenslagen um Rat zu bitten. Die Menschen erhoffen sich nicht nur Rat, sondern auch Trost von der Frau, die für ihre Liebe alles aufgegeben hat, sogar ihr Leben. Aus allen Teilen dieser Welt kommen Briefe, Verona wird jährlich mit ungefähr 4000 Briefen überflutet.

Jeder Brief wird beantwortet

Doch was nützt einem ein Brief an Julia, der nicht beantwortet wird? So erstaunlich es auch klingt, aber jeder einzelne Brief wird beantwortet – von den Sekretärinnen und Sekretären von Julia. Momentan arbeiten 15 Personen ehrenamtlich in dieser Position. Sie spenden mit ihren Antworten Trost, helfen mit ihren Antworten über schwierige Zeiten hinweg oder erteilen Ratschläge, all dies im Namen von Julia.

Wer sich also für Italien als Feriendestination entscheiden sollte, für den wäre Verona eine sehr interessante Wahl. Hier werden Schönheit, Romantik und eine unheimlich schöne Landschaft vereint. Auf keinen Fall sollte man es versäumen, Julia einen Brief zu schreiben, denn wie gesagt, jeder Brief soll auch eine Antwort erhalten.

Auch ich wollte wissen, ob und was Julia antwortet, also habe ich ihr einen Brief geschrieben. Leider habe ich bis kurz vor Redaktionsschluss keine Antwort erhalten, aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass mich Julia nicht vergessen wird.

Die Stadt Verona erreichen pro Jahr zirka 4000 Briefe, die an Julia, Juliette, Julieta, Juliet oder Giulietta gerichtet sind.Bild Janine Jungo

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