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Trottoir für Plaffeiens «Shoppingmeile»

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«Jetzt habt Ihr mich überrascht! Ich dachte, ich weiss alles, aber davon habe ich nun wirklich nichts gewusst.» Das sagte Ammann Otto Lötscher am Freitagabend, nachdem er die Gemeindeversammlung Plaffeien eigentlich schon offiziell geschlossen hatte: Seine Gemeinderatskollegen überraschten ihn nämlich an der Versammlung in Schwarzsee mit einer Ehrung für sein 20-jähriges Jubiläum als Ammann von Plaffeien. Er ist damit der dienstälteste Syndic im Bezirk und mit 34 Jahren Amtszeit auch der dienstälteste Sensler Gemeinderat. Vize-Ammann Daniel Bürdel würdigte seinen Einsatz zum Wohl der Gemeinde und des Sense-Oberlandes. «Du investierst viel Herzblut.»

Otto Lötscher bedankte sich für das Vertrauen und betonte, dass die Arbeit im Gemeinderat eine Teamarbeit sei. Er habe versucht, das Amt stets mit dem Blick auf eine gute Weiterentwicklung der Gemeinde auszuüben.

Alle Kredite genehmigt

Zuvor hatten die 50 Bürger dem Gemeinderat bereits das Vertrauen ausgesprochen: Alle Geschäfte wurden einstimmig genehmigt. So auch der Kredit von 350 000 Franken für ein Trottoir vom Kurschürli-Kreisel in Richtung Gewerbezone Oberi Matta. Mit Migros, Denner, Coop und Landi sind dort vier Läden, die viel Autoverkehr und Fussgänger mit sich bringen, auch durch die Schüler der nahen Orientierungsschule oder bei Anlässen auf der Pferdesportanlage.

«Die Frequenz nimmt stetig zu», erklärte Gemeinderat Peter Geiser. Ein 410 Meter langer Gehweg soll die Strasse sicherer machen. Teile des erforderlichen Geländes befinden sich bereits in Besitz der Gemeinde, und die Migros stellt das Land auf ihrem Grundstück im Baurecht unentgeltlich zur Verfügung. So muss die Gemeinde noch mit den übrigen Anstössern über die restlichen 328 Quadratmeter verhandeln.

In der kurzen Diskussion wollte ein Bürger wissen, warum der Betrag für die Landkäufe so hoch vorgesehen sei. Gemäss Otto Lötscher nahm der Gemeinderat den Wert, der für das Feuerwehrlokal bezahlt worden ist, also 160 Franken pro Quadratmeter, als Richtpreis. Dazu kommen Geometerkosten. Die Finanzkommission begrüsste das Projekt. «Es stellt den Abschluss der Erschliessung dieser Gewerbezone dar», sagte Präsident Andreas Bapst.

Neues Salzsilo

Die Gemeinde musste letzten Herbst fast notfallmässig das alte Salzsilo beim Werkhof Rufenen ersetzen, weil die Statik nicht mehr gewährt war. Eigentlich wären die Kosten von 100 000 Franken in der Kompetenz des Gemeinderates für dringliche Ausgaben gelegen. Am Ende kostet das Silo aber 4500 Franken mehr – so wurde ein Nachtragskredit über die ganze Summe, also 104 500 Franken, fällig.

Gemeinderat Peter Geiser hatte auch beim dritten Geschäft das Wort: ein Globalkredit von 400 000 Franken für den periodischen Unterhalt und die Erneuerung von Gemeindestrassen. Mit diesem System ist Plaffeien bisher gut gefahren. Bereits 2013 erhielt der Gemeinderat über die gleiche Summe die Kompetenz zu entscheiden, wann welche Strassen und Plätze saniert werden. «Ihr fragt Euch sicher, was wir in dieser kurzen Zeit bis Ende Legislatur mit so viel Geld wollen. Wir werden es nicht sinnlos verpulvern», versprach Peter Geiser. Es sei aber praktisch, wenn der Gemeinderat die Strassensanierung flexibel abwickeln könne. In der kurzen Diskussion regte ein Bürger an, beim geplanten Bau von Parkplätzen auf der Wiese neben der Spitex den Kirschbaum zu verschonen. Der Baum sei sehr prägnant für die Landschaft. Der Gemeinderat versprach, dies möglichst zu befolgen oder zumindest für eine Ersatzpflanzung besorgt zu sein.

Eine Diskussion ergab sich auch um die Ättenbergstrasse, die sanierungsbedürftig ist und wo in den letzten Jahren nur der nötigste Unterhalt gemacht wurde. Die Situation sei speziell, weil diese Strasse im Gebiet der Mehrzweckgenossenschaft Schwyberg-Ättenberg eigentlich eine Privatstrasse sei, sagte Otto Lötscher. Vor Jahren, als in dem Gebiet Entwicklungsprojekte bestanden, übertrug der Kanton den Unterhalt aber der Gemeinde. Diese würde die Strasse nur dann in ihre volle Verantwortung übernehmen, wenn sie saniert wäre, erklärte Otto Lötscher. Dies sei aber für die Anrainer zu teuer.

Zahlen und Fakten

Positive Rechnung dank mehr Steuereinnahmen

Die 50 Stimmbürger genehmigten am Freitag die letzte Rechnung von Plaffeien in alter Besetzung vor der Fusion. Die Gemeinde schliesst das Jahr 2015 mit einem Ertragsüberschuss von 13311 Franken ab, dies bei Einnahmen und Ausgaben von 15,1 Millionen Franken, wie Kassier Bernhard Fahrni ausführte. Sie verbuchte 1,7 Millionen Franken ordentliche und 475000 zusätzliche Abschreibungen. Das gute Ergebnis ergab sich vor allem durch 642000 Franken höhere Steuereinnahmen als budgetiert. Nur bei den Pflegeheimkosten (87000 Franken) und bei der Ortsplanung (92000 Franken) waren grössere Budgetüberschreitungen bei den Ausgaben zu verzeichnen. Die Schuld ist leicht gestiegen, pro Kopf von 1900 auf 2100 Franken – dies ohne die Schulden, welche die Gemeinde bei diversen Verbänden belassen hat. Rund drei Millionen Franken hatte Plaffeien geplant, 2015 zu investieren. 1,5 Millionen sind schliesslich eingesetzt worden, da einige Projekte verschoben worden waren. Bernhard Fahrni informierte auch, dass die Sofort- und Nachfolgemassnahmen nach dem Gewitter und der Überschwemmung vom 10. und 11. August 2014 der Gemeinde brutto rund 850000 Franken gekostet haben.im

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