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Trotz Niederlage einige Lichtblicke

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Lange, sehr lange musste er sich in Geduld üben, ehe Zach Boychuk sein erstes Pflichtspiel der Saison – den Halbfinal und das siegreiche Endspiel vom Dienstag mit dem Team Canada am Spengler Cup, dem Show-Turnier in den Bündner Bergen, einmal aussen vor – bestreiten konnte. Gestern war es schliesslich soweit. Der Kanadier nahm bei Gottéron den Platz des verletzten David Desharnais zwischen Killian Mottet und Daniel Brodin ein. «Ich wollte unbedingt wieder in der Schweiz oder der KHL spielen. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass es gleich so lange dauern würde, bis ich einen Club finde», erklärte Boychuk, der am 20. April bei seinem letzten Ernstkampf mit dem SC Bern den Meistertitel geholt hatte, gestern seine vertragslose Zeit. Der Zufall wollte es, dass der Stürmer just gegen den damaligen Finalgegner EV Zug sein Debüt im Freiburger Dress gab. Diesmal allerdings musste Boychuk gegen die Zentralschweizer als Verlierer vom Eis, obwohl er persönlich eine vielversprechende Premiere zeigte.

Boychuks starker Einstand

Anlaufschwierigkeiten zeigte der omnipräsente Boychuk jedenfalls keine. Bereits im Startdrittel, in dem die beiden Teams nach der Pause über die Feiertage erstaunlich schnell wieder in den Rhythmus fanden, erarbeitete sich Gottérons Neuling zwei hochkarätige Torchancen. Für die Führung der Hausherren zeichnete allerdings ein anderer Freiburger Ausländer verantwortlich. Brodin lenkte erfolgreich einen Schuss von Ryan Gunderson ab. Der Schwede machte mit seinem achten Saisontor Werbung in eigener Sache, steht doch sein Verbleib in Freiburg mit dem wahrscheinlichen Zuzug Chris DiDomenicos von den SCL Tigers auf der Kippe.

Mit dem aus Sicht des Gastgebers zu knapp ausgefallenen 1:0-Vorsprung ging es ins zweite Drittel. Das war nur gut drei Minuten alt, als die Zuger ausgleichen konnten. Der Treffer von Carl Klingberg war eine Kopie des Tores seines schwedischen Landsmannes Brodin. Die grösseren Spielanteile behielten trotz des Gegentreffers die Freiburger. Die neuerliche Führung war deshalb verdient. Nachdem Boychuk in Überzahl zunächst nur den Pfosten traf, beendete Julien Sprunger noch im gleichen Powerplay endlich seine seit dem 12. November oder 13 Spielen andauernde Torflaute mit dem 2:1, wobei der zweite Assist seinem neuen kanadischen Teamkollegen gutgeschrieben werden konnte. Der Captain belohnte sich mit diesem Treffer für eine engagierte Leistung und hätte noch im Mittelabschnitt nachdoppeln können. Die Effizienz kam aber nicht nur Sprunger einmal mehr abhanden. Ganz anders die Zuger Gäste, die mitten in einer Druckphase Gottérons dank einem Solo von Jan Kovar ein zweites Mal ausgleichen konnten und damit auch gleich aufzeigten, weshalb sie im Ligavergleich am wenigsten Schüsse für ein Tor benötigen.

Thorells Game-Winner

Zuversicht für den Schlussabschnitt gegen das beste Auswärtsteam der National League hätte den Freiburgern geben können, dass die Ende 2019 enttäuschende Linie um Andrei Bykow, Viktor Stalberg und Sprunger gestern merklich gefährlicher war als zuletzt, was im Kampf um das Playoff unabdingbar ist. Doch eben dieser Stalberg, der seinerseits seit dem 30. November auf einen Treffer wartet, war mit einer Strafe Grund der 16. Saisonniederlage der Freiburger. Nur gerade acht Sekunden brauchte Erik Thorell, um das Powerplay zum 3:2 für die Zuger auszunutzen (42.). Gottéron drückte insbesondere in den Schlussminuten noch einmal auf den Ausgleich, doch der hervorragend aufspielende EVZ-Goalie Leonardo Genoni machte alle Freiburger Abschlussversuche zunichte. «Ich habe starke Linienpartner, das hat mir den Einstieg einfach gemacht», bilanzierte Zach Boychuk nach seinem Debüt für Gottéron. «Ich hatte Chancen, traf den Pfosten und habe probiert, meinen Speed einzubringen. Ich denke, mein Spielstil passt ziemlich gut in diese Mannschaft.»

In Lugano unter Druck

Weil der SCB sowie die Tigers gestern ihre Spiele gewannen, ist der Rückstand von Gottéron auf den Strich auf vier Zähler angewachsen. Heute in Lugano ist deshalb ein Erfolg wichtiger denn je, will die Mannschaft von Coach Christian Dubé den Anschluss nicht schon früh in diesem Jahr verlieren. Kann sie an die gestern über weite Strecken gute Vorstellung anknüpfen, ist die heikle Aufgabe im Tessin durchaus lösbar.

Telegramm

Gottéron – Zug 2:3 (1:0, 1:2, 0:1)

St. Leonhard. 6500 Zuschauer (ausverkauft). SR: Dipietro/Salonen (Kovacs/Wolf). Tore: 11. Brodin (Gunderson) 1:0. 23. Klingberg (Schlumpf) 1:1. 33. Sprunger (Stalberg, Boychuk/Ausschluss Diaz) 2:1. 36. Kovar 2:2. 42. Thorell (Ausschluss Stalberg) 2:3. Strafen: je 3-mal 2 Min.

Freiburg-Gottéron: Berra; Stalder, Gunderson; Furrer, Kamerzin; Marti, Abplanalp; Gähler; Stalberg, Bykow, Sprunger; Mottet, Boychuk, Brodin; Marchon, Walser, Vauclair; Lauper, Mojonnier, Lhotak.

EV Zug: Genoni; Morant, Diaz; Alatalo, Thiry; Geisser, Schlumpf; Zryd; Hofmann, Kovar, Klingberg; Thorell, Lindberg, Martschini; Zehnder, Senteler, Simion; Volejnicek, Albrecht, Leuenberger.

Bemerkungen: Gottéron ohne Schmutz, Desharnais, Forrer, Rossi (alle verletzt), Chavaillaz (krank) und Schmid (U20), Zug ohne Bachofner, Stadler, Schnyder, Zgraggen, Langenegger (alle verletzt) und Hollenstein (U20). – 600. National-League-Spiel von Bykow. – Pfostenschüsse: Boychuk (33.), Hofmann (38.). – Gottéron ab 58:28 ohne Goalie. – Timeout Gottéron (59:45).

Die FN-Besten: Boychuk, Genoni.

Der heutige Gegner

Fakten zu Lugano

• Mit dem ehemaligen Gottéron-Trainer Serge Pelletier hat sich der Erfolg bei Lugano bisher nicht eingestellt. Die ersten zwei Pflichtspiele verlor der Nachfolger von Sami Kappanen.

• Mit bisher 230 Strafminuten in 32 Partien sind die Tessiner das mit Abstand fairste Team der Liga.

• Mit 3 Toren und 17 Assists ist Linus Klasen der Topskorer von Lugano.

• Von den letzten 13 Heimspielen gegen Gottéron ging Lugano 11-mal als Sieger vom Eis.

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