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Trotz Stellenabbau: «Der Bund» bleibt als eigenständige Zeitung erhalten

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ZÜRICH/BERN Die «Bund»-Redaktion wird von 54 auf 35 Vollzeitstellen reduziert, wie das Zürcher Medienhaus Tamedia am Donnerstag mitteilte. Der «Tages-Anzeiger» (TA) baut 57 Stellen ab: 50 auf der Redaktion und sieben im Druckzentrum. Die TA-Redaktion wird künftig noch 177 Vollzeitstellen umfassen.

Drei Stellen streicht Tamedia bei Espace Media, davon zwei auf der Redaktion der «Berner Zeitung» (BZ). Das Zürcher Medienhaus hatte Espace Media vor zwei Jahren übernommen. Ein Teil des Stellenabbaus werde über ordentliche und frühzeitige Pensionierungen realisiert. Die vom Abbau betroffenen Mitarbeiter würden durch einen «angemessenen Sozialplan» unterstützt, teilte Tamedia weiter mit.

Zwei Zeitungen unter einem Dach

Mit der Kooperation «Tagi-Bund» wird das «Berner Modell» mit zwei Tageszeitungen in einem Verlag fortgesetzt. Geprüft worden war auch eine Fusion von «Bund» mit der BZ. Das nun gewählte Modell werde beide Zeitungen stärken, ist Verwaltungsratspräsident Pietro Supino überzeugt.

Der «Bund» wird die gemeinsame Bundeshausredaktion in Bern führen und dem TA ausgewählte Wirtschafts-, Kultur- und Spezialseiten zur Verfügung stellen. Im Gegenzug bezieht der «Bund» überregionale Inhalte vom TA. Chefredaktor bleibt der 56-jährige Arthur K. Vogel. Die TA-Redaktion wird künftig vom Duo Res Strehle und Markus Eisenhut geführt. Sie haben vom Verwaltungsrat einen klaren Sparauftrag erhalten.

Die TA-Redaktion wird neu organisiert. Betroffen davon seien alle Ressorts, hält Tamedia fest. Die Neukonzeption sieht die Reduktion von einer Fünf- auf eine Vier-Bund-Zeitung vor. Alle regionalen Informationen werden in einem Zeitungsbund zusammengeführt. Einsparungen sind auch bei Druck und Vertrieb vorgesehen.

Widersprüchliche Reaktionen

Die ersten Berner Reaktionen zur engen Kooperation der beiden Tageszeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» fielen positiv aus. Für das Komitee «Rettet den Bund» ist entscheidend, dass in Bern ein Pressemonopol abgewendet wurde. Das Komitee hatte sich für einen eigenständigen «Bund» eingesetzt und dafür 16 000 Unterschriften gesammelt.

Die Mediengewerkschaften reagierten mit Bestürzung auf den Stellenabbau. Die Strategie sei einseitig auf die Aktionäre ausgerichtet worden, teilte «Impressum» mit.

Die Gewerkschaft Comedia bezeichnete den Abbau als «Kahlschlag auf den Redaktionen». sda

Bericht und Interview Seite 15

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