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Tunnel sind bald auf neuestem Stand

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Seit 2014 laufen die Sanierungsarbeiten an den beiden Autobahntunneln Combette und Les Vignes zwischen Murten-Löwenberg und ­Faoug. Ab heute Nacht stehen die letzten sogenannten Fertigungsarbeiten auf dem Programm. Bis Ende Oktober soll die Erneuerung vollständig abgeschlossen sein; an den Tunneln sollten in den nächsten 25 Jahren dann keine grossen Aufwendungen mehr nötig sein. In den kommenden zwei Monaten müssen die Lenkerinnen und Lenker auf dieser Strecke jedoch nochmals Einschränkungen in Kauf nehmen: In den Röhren gilt vorübergehend erneut Tempo 80 anstelle von 100, und die Strasse ist in der Nacht nur einspurig befahrbar. Darüber informierte das Bundesamt für Strassen (Astra) gestern an einer Medienkonferenz in Murten.

«Wir bringen die definitive Markierung an, entfernen zum Beispiel alte Lüftungen sowie alte Kameras und stellen vollständig auf das neue System um», erklärte Astra-Projektleiter Urs Herren. Auch die Beleuchtungen hätten ausgedient und würden demontiert.

Der Arbeitsaufwand dafür sei nicht zu unterschätzen: «Es werden in der Nacht bis zu 50 Arbeiter auf der Strecke tätig sein», so der Projektleiter, welcher zwar meist in Bern arbeitet, aber aus Murten stammt. «Ich habe dafür gekämpft, dieses Projekt zu erhalten», sagte er lachend. «Schliesslich wohne ich in unmittelbarer Nähe.» Er sei bereits seit 2010 mit der Planung des Projekts beschäftigt, sagte Herren. «Und jetzt sind die Tunnel auf dem neuesten technischen Stand.» Darüber sei auch die Polizei froh: «Wenn ein Fahrzeug im Tunnel anhält, erhält die Polizei eine Meldung und kann auf ihren Bildschirmen in Granges-Paccot sehen, was geschieht.» Mit den alten Kameras und dem alten Steuerungssystem habe es oft Fehlermeldungen gegeben.

Die Sanierung der elektro­mechanischen Ausrüstung stand 2016 auf dem Programm. Davon waren die Signalisationsanlage, die Überwachungskameras oder auch die Lüftung der beiden Tunnel betroffen. Weil es Probleme mit dem neuen Steuerungssystem eines externen Herstellers gab, konnte die Signalisationsanlage jedoch nicht vollständig und erst mit Verspätung in Betrieb genommen werden. Und solange die Kernbestandteile des neuen Steuerungssystems nicht einwandfrei funktionierten, wollte das Astra die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Tunneln nicht aufheben. So war die Geschwindigkeit auf der Strecke zwischen Murten und Avenches während über einem Jahr auf 80 Kilometer pro Stunde beschränkt. Das sorgte für Reaktionen seitens der Autolenker: «Viele konnten nicht verstehen, warum wir die Fahrbahn nicht freigaben, obwohl keine Arbeiter zu sehen waren», sagte Astra-Mediensprecher Olivier Floc’hic an der Medienkonferenz. Ende April war endlich Schluss damit, und das Astra setzte das Tempo durch die Tunnel wieder auf die gewohnten 100 Kilometer pro Stunde.

Auf die Probleme mit dem neuen System des externen Herstellers werden Verhandlungen folgen: «Wenn man so massive Probleme hat mit einem System, muss man zuerst das Technische und erst danach das Finanzielle lösen», sagte Herren. «Eine allfällige Konventionalstrafe ist nun Verhandlungssache.»

Zahlen und Fakten

Rund 100 Millionen Franken für die Autobahn

Der Combette-Tunnel auf der Autobahn A 1 bei Murten ist 1373 Meter lang, der zweite Tunnel mit dem Namen Les Vignes bringt es gar auf 2300 Meter Länge. Die Erneuerung der beiden Tunnel ist jedoch nur ein Teil der Arbeiten des Bundesamtes für Strassen (Astra) auf der Strecke zwischen Kerzers und Faoug. Die Sanierung zwischen Murten-Löwenberg und Faoug kostete laut Astra-Projektleiter Urs Herren rund 72 Millionen Franken. Darin eingeschlossen sind auch die Kosten für den neuen Kreisel bei der Autobahneinfahrt in Richtung Lausanne. Die Gestaltung des Kreisels sei jedoch Sache der Gemeinde Murten, falls sie dies wolle, sagte Herren. Die Sanierung des Viaduktes in Kerzers kostete 25 Millionen Franken. Total belaufen sich die Aufwendungen damit auf 100 Millionen Franken.

emu

 

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