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Türen öffnen für die Deutschsprachigen

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Es ist noch nicht lange her, da konnten Geneviève Pasquier und Nicolas Rossier die Schlüssel für das Théâtre des Osses in Givisiez von ihren Vorgängern übernehmen (die FN berichteten). Gestern hat das neue Direktorenduo das Programm für die kommende Saison präsentiert. Für ihre erste Saison haben sie sechs Stücke geplant. Dazu finden vier literarische Cafés und ein Festival für junge Westschweizer Theatergruppen statt. Besonderes Augenmerk legt die neue Leitung auf Stücke für Kinder. Weiteres erklärtes Ziel ist die Überwindung der Sprachgrenzen. Im französischsprachigen Gebiet ist das Théâtre des Osses längst eine Institution. Nun wollen die Programmatoren auch die Herzen der Deutschsprachigen erobern. «Wir wollen die Türen öffnen für die deutschsprachigen Zuschauer, die momentan noch oft auf das Angebot in Bern ausweichen», sagte Nicolas Rossier gestern.

Klassiker modern inszeniert

 Eröffnet wird die Spielzeit 2014/2015 mit dem Stück «L’Illusion comique» von Pierre Corneille, der neben Molière und Racine zu den grossen französischen Klassikern gehört. Das Stück, welches bei seiner Erstaufführung für Furore sorgte und dessen Text in Versform verfasst ist, wird von Pasquier und Rossier inszeniert. Dabei werden sie unterstützt von den Freiburger Filmemachern Frédéric und Samuel Guillaume. Die Zeichentrick-Spezialisten erwecken mit Hilfe von Licht- und Spezialeffekten die magische Welt von Corneille zum Leben und geben der klassischen Parabel eine zeitgenössische Ästhetik. Zwei Vorstellungen des Stücks werden deutsch übertitelt. Diese Methode der zweisprachigen Inszenierung möchten die Direktoren in Zukunft gerne vermehrt einsetzen. Bei Stücken, die sie nicht in Eigenregie inszenieren, sei dies jedoch schwierig. «Die Übertitelung funktioniert nur dann, wenn sie sehr genau dem Rhythmus des Stücks folgt. Es kann zum Beispiel schnell passieren, dass die Übertitel eine Pointe vorwegnehmen», sagt Rossier.

Das Stück «Chambre d’amis», das ab Februar in Givisiez zu sehen sein wird, ist eine Koproduktion der beiden Theatergruppen Selma 95 aus der Romandie und Futur 3 aus Deutschland. Das zweisprachige Stück ist momentan noch im Entstehen begriffen und beschäftigt sich mit dem Thema Freundschaft.

Über den Röstigraben

Für ein weiteres zweisprachiges Stück haben Rossier und Pasquier die beiden Theaterschaffenden Antonie Jaccoud und Guy Krneta beauftragt. Die beiden Autoren sind Mitglieder des Theaterkollektivs «Bern ist überall», das die Mehrsprachigkeit zum Programm macht und in seinem Manifest die Gleichstellung aller Sprachen proklamiert. Ihr Stück «Röstigraben» amüsiert sich über helvetische Klischees. «Die Autoren setzen sich auf ganz eigenwillige Art mit dem Thema Röstigraben auseinander», sagt Geneviève Pasquier. Das Stück wird in Zusammenarbeit mit dem Nuithonie produziert. Dort wird es Mitte März jeweils am Mittag aufgeführt.

Ganzes Programm: www.theatreosses.ch.

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