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Türkischer Protest gegen Schweiz

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Untertitel: Botschafter ins Aussenministerium in Ankara einbestellt

Wie das Aussenministerium in Ankara sagte, brachte Staatssekretär Nabi Sensoy im Gespräch mit dem Schweizer Botschafter Walter Gyger «die Verstimmung der türkischen Regierung und Öffentlichkeit in scharfer Form zum Ausdruck».

Der Botschafter sei von der Auffassung der türkischen Regierung unterrichtet worden, dass die Vorermittlungen der Justiz in Winterthur gegen den türkischen Historiker Yusuf Halacoglu und den Politiker Dogu Perinçek gegen internationales Recht verstossen, teilte das Aussenministerium mit. In Abwesenheit eines internationalen Gerichtsurteils zur Armenierfrage sei die Schweizer Justiz dazu nicht berechtigt. Die türkische Regierung erwarte, dass diese Vorermittlungen sofort eingestellt würden.

EDA widerspricht

Der Nationalrat hat die Vertreibung und die Massaker an über einer Million Armenier von 1915 als Genozid anerkannt, der Bundesrat folgte diesem Entscheid des Nationalrats bisher nicht. Der Freiburger SP-Nationalrat Erwin Jutzet äusserte sich gestern als Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats zu der Situation. Die Türkei müsse aufhören, so sensibel auf solche Vorgänge zu reagieren, sagte Jutzet in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». «Sie würde besser den Völkermord an den Armeniern endlich anerkennen», forderte er. Es sei an der Türkei, einen Schritt zu tun und «nicht immer die Beleidigte zu spielen».

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