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Turnen und festen

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Turnen und festen

4200 Turnerinnen und Turner trafen sich in Murten zum Wettkampf, aber auch zum Feiern

Rund 170 Turnvereine aus der ganzen Schweiz trafen sich am Freiburger Kantonalturnfest in Murten. Nebst den sportlichen Aktivitäten wurde auch ausgiebig gefestet.

Von CORINNE AEBERHARD

«So etwas habe ich noch nie gesehen», sagt die Frau zu einer Kollegin. «Alle standen auf den Tischen und Bänken und feierten, was das Zeug hielt.» Es sei «ein wenig an der Grenze gewesen», meint sie, fügt aber an, dass auch sie erst gegen zwei Uhr morgens nach Hause ging.

Tatsächlich herrschte am Samstagabend im grossen Zelt beim Prehl eine richtige «Festhüttenstimmung». Streckte man die Nase ins Zelt, so glaubte man sich ob der feuchtheissen Luft, welche zudem rauch- und ölgeschwängert war, in einer tropischen Region.

«Dir sit huereguet», schrie der Sänger der spielenden Band immer wieder ins Publikum, mahnte sie im Auftrag des Organisationskomitees aber auch, Sorge zu tragen zum Mobiliar. Das muss wohl Wirkung gezeigt haben, denn OK-Präsident Heinz Kaufmann sagte am Sonntag an der Bilanzmedienkonferenz, dass nur wenig Schaden zu beklagen sei.

Turner tanzen gerne auf den Tischen

Dass die Bänke und Tische nicht so solid waren, fiel einer Turnfestbesucherin auf den ersten Blick auf. An anderen Turnanlässen habe es solche mit Holzböckli. Die seien viel stabiler und infolgedessen besser geeignet, um darauf zu tanzen, was an Turnfesten «die Regel ist», wie von verschiedener Seite versichert wird.

«Das gehört dazu», sagt eine Frau, die früher an Turnfesten teilnahm und jetzt einfach gekommen ist, um mit den Kindern die Gruppenvorführungen anzuschauen und Kollegen von früher zu treffen.

Die Turner, die seien wie eine Familie, hiess es auch am offiziellen Teil, welcher am Sonntagmorgen im Städtchen stattfand. Jeder Verein nahm mit einer Fahnendelegation daran teil. Natürlich könne man sich fragen, ob so ein Umzug noch zeitgemäss sei, sagte OK-Mitglied Roland Güdel. Wenn man aber dann die Darbietungen sehe, dann merke man, dass so ein Turnfest auch eine Verbindung von Tradition und Moderne sei. Und er war sich sicher, dass manch einer beim Anblick der Fahnen «Herzklopfen bekam». Was man am Turnfest zu sehen bekomme, «das ist attraktiv und ein Showelement». Um so etwas zu sehen, fahre man manchmal nach London.

Vereine sind «Lernfelder
der Demokratie»

Die Wichtigkeit der Turnvereine hob auch Stadtpräsidentin Christiane Feldmann in ihrer Ansprache hervor und betonte, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist. Für Grossratspräsident Rudolf Vonlanthen sind die Vereine «die Lernfelder unserer Demokratie».

Turnen vor schöner Kulisse

Damit dieses Turnfest überhaupt durchgeführt werden konnte, standen 600 Helferinnen und Helfer aus der Region Murten im Einsatz und zusätzlich rund 200 Kampf- und Hilfsrichter.

Die Turnerinnen und Turner konnten bei den Vereinsmeisterschaften aus 27 angebotenen Disziplinen drei auswählen. Das grosse Angebot war auch für die Zuschauer attraktiv. Obwohl jene Anlässe auf der Pantschau etwas weiter weg waren, wurde auch dieser Austragungsort geschätzt. «Wo hat man sonst eine solch wunderbare Kulisse», erzählt eine Turnerin begeistert.

Euphorie im Komitee

Nicht nur begeistert, sondern nahezu euphorisch zeigte sich das OK am späteren Sonntagnachmittag. Für Heinz Kaufmann ist «alles positiv» gelaufen. Man habe aber auch «wahnsinnig Glück gehabt» mit dem Wetter. Die minutiöse Planung sei aufgegangen, fügte OK-Mitglied Reto Fasnacht an. Als Beispiel nannte er, dass innerhalb einer halben Stunde 500 Essen serviert werden konnten. «Das sei eine riesige Befriedigung». Viele Leute seien spontan auf ihn zugekommen und hätten sich «bedankt für die super Organiskation». Heftig bemängelt wurde einzig, «dass die Bar bereits um vier Uhr morgens geschlossen wurde». Dem fröhlichen Gesicht des Kassiers abzulesen, sei auch mit einem positiven finanziellen Abschluss zu rechnen, sagte Heinz Kaufmann. Das ausgeglichene Budget (750 000 Franken) basierte auf schlechtem Wetter. Dank des schönen Wetters «rechnen wir mit einem Gewinn», so Kaufmann.

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