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Üben, üben, üben – immer mit Freude

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«Mila Moon kommt zu mir, um zu spielen–für mich ist es eine Therapiestunde»: Diese Aussage von Bert Makkinga fasst das Selbstverständnis der Therapiestelle der Stiftung Les Buissonnets zusammen. «Die Kinder kommen nur gerne zu uns in die Physio- und die Ergotherapie, wenn sie Spass haben», sagt Cheftherapeut Bert Makkinga. Mila Moon hat Spass: Sie folgt ihrer Mutter Aurélie Waeber die Treppe hinauf und auf der anderen Seite die Rampe hinunter, will auf die grosse Schaukel, folgt ihrem dreieinhalbjährigen Bruder Meven und wirft sich auf das dicke Kissen.

Die Hirnhautentzündung

Das alles ist nicht selbstverständlich: Als sie sieben Monate alt war, erkrankte Mila Moon an einer Hirnhautentzündung. «Vorher konnte sie schon fast gehen, danach war sie nicht einmal mehr fähig zu sitzen», sagt ihr Vater Sven Waeber. Damals kam Mila Moon zum ersten Mal zu Bert Makkinga in die Physiotherapie. Die Eltern lernten, wie sie das Mädchen halten konnten, um es in seinen Bewegungen zu stimulieren. Sehr bald krabbelte sie wie- der, und eine Physiotherapie schien nicht mehr nötig.

Die Taubheit

Doch dann zeigte sich, dass das heute 20 Monate alte Mädchen nichts mehr hört und Probleme mit seinem Innenohr hat, was sich auf ihren Gleichgewichtssinn auswirkt. «Mit fünfzehn Monaten konnte sie noch nicht gehen», sagt Sven Waeber. Darum kehrte Mila Moon in die Therapie zurück. «Die Physiotherapie bringt ihr wirklich viel, sie hat grosse Fortschritte gemacht», sagt Aurélie Waeber. «Sie ist auch sicherer geworden.»

Im Therapiesaal findet die barfüssige Mila Moon unzählige unterschiedliche Unterlagen: der nackte Boden, eine dünne Matte, ein Teppich, ein dickes Kissen; ab und zu strauchelt sie. Sie kriecht durch Rohre und rollt mit Hilfe von Makkinga kopfvoran über einen Ball. «Wir bieten ihr möglichst viel Bewegungserfahrung.»

Das Wiederholen

Die Kinder und Jugendlichen müssen in der Physiotherapie «üben, üben, üben–so, wie auch ein Sportler immer wieder dasselbe trainiert», sagt Bert Makkinga. «Indem wir tausend Mal dieselben Bewegungen wiederholen, können sich beschädigte Partien im Hirn wieder neu entwickeln.» Darum sei es wichtig, dass die Kinder motiviert seien.

Wie die meisten Kinder und Jugendlichen kommt Mila Moon einmal in der Woche für eine Stunde in die Physiotherapie im Untergeschoss des Buissonnets. «Erwachsene gehen 25 Minuten in die Physio; für die Kinder brauchen wir mehr Zeit», sagt Bert Makkinga. Ein Kind müsse zwischendurch eine Pause einlegen oder wolle zu seiner Mutter. «Wir setzen die Kinder nicht unter Druck und rechnen genügend Zeit ein.» Mila Moon hat denn auch nach einer guten Dreiviertelstunde genug: Sie mag nicht mehr spielen–ihr Bruder tobt noch immer freudig durch den Saal. «Wir haben gut gearbeitet heute», sagt Makkinga und verabschiedet Mila Moon und ihre Familie.

Therapiestelle: Für Babys und Kinder aus dem ganzen Kanton

A cht Ergo- und sieben Physiotherapeutinnen und -therapeuten arbeiten auf der Therapiestelle der Stiftung Les Buissonnets auf dem Freiburger Schönberg. Sie betreuen sehr unterschiedliche Patienten: Sie zeigen Eltern, wie sie ihr früh geborenes Baby richtig halten und arbeiten ebenso mit Vorschulkindern wie mit Kindern und Jugendlichen. Die Therapiestelle ist nicht nur für Kinder und Jugendliche aus dem Schulheim des Buissonnets da, sondern genauso für jene, die Regelklassen besuchen. «Wir sind auf Kinder spezialisiert und kennen verschiedenste Erscheinungsbilder und Behinderungen», sagt Marianne Schmuckli, Direktorin der Therapiestelle.

Die Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten zwar mit den Kindern und Jugendlichen zusammen. Wichtig ist ihnen aber auch, die Eltern einzubeziehen. So können diese zu Hause die Kin- der weiter fördern. «Zudem wollen wir den Eltern Zuversicht geben – und gleichzeitig auch realistische Erwartungen, was die mögliche Entwicklung ihres Kindes betrifft», sagt Schmuckli. njb

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