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Über 100 Einsätze wegen Unwetter

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Der Kanton Freiburg war in den vergangenen Tagen mehrmals von ergiebigen Regenschauern betroffen. Die Niederschläge erreichten ihren Höhepunkt in der Nacht vom vergangenen Montag auf Dienstag: Zwei grosse Gewitter sorgten im Kanton Freiburg für Überschwemmungen und Strassensperrungen.

Pikettdienst erhöht

Wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte, waren ihre Beamten sowie verschiedene Feuerwehrkorps und das Tiefbauamt mit über 100 Einsätzen beschäftigt, dies im Greyerz-, Saane-, Sense- und Seebezirk. Gemäss Polizeisprecher Jona Friederich hat die Kantonspolizei mehr Meldungen erhalten als an üblichen Gewittertagen, jedoch sei die Nacht nichts Aussergewöhnliches gewesen. Dennoch haben die Feuerwehren, das Tiefbauamt und die Kantonspolizei in der Nacht auf heute den Pikettdienst aufgestockt. «Denn wir gehen davon aus, dass noch weitere Gewitter folgen werden», so der Polizeisprecher.

Gefahr von Erdrutschen

Grund für die zahlreichen Sperrungen von Strassen bis gestern Abend waren Erd­rutsche. Zudem waren rund 40 Häuser im Kanton Freiburg von Überschwemmungen betroffen. Weiter hat ein Blitz in ein Einfamilienhaus in Châbles eingeschlagen. Laut Polizei gab es keine Verletzte.

Im Sensebezirk mussten die Hauptstrassen Tafers–St. Antoni und Düdingen–Bösingen für bestimmte Zeit gesperrt werden; letztere war gestern nur einseitig befahrbar. «Es besteht Erdrutschgefahr. Deshalb wird die Strecke von Düdingen nach Bösingen bis auf Weiteres überwacht», erklärte Friederich.

Auch Bärfischen im Seebezirk ist von den starken Regenfällen betroffen. In der Region besteht die Gefahr von Erdrutschen und Absenkungen von Fahrbahnen, weshalb einzelne Strassenabschnitte bereits gestern gesperrt wurden.

Störungen auf Bahnlinien

Die starken Niederschläge verursachten auch Störungen im öffentlichen Verkehr. Die SBB-Bahnstrecke zwischen Estavayer-le-Lac und Payerne war vorübergehend geschlossen; zwischen Grolley und Belfaux fuhren Busse als Bahn­er­satz, weil Erdmaterial die Schienen blockierte, wie die Kantonspolizei und die SBB auf Anfrage mitteilten.

Ein Erdrutsch ereignete sich zudem im Seebezirk: Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) mussten zwischen Pensier und Courtepin einen Hang am Bahngleis stabilisieren. Der Vorfall geschah bei La Crausa in Pensier, sagte Mediensprecher Stéphane Berney auf Anfrage. Bei La Corbaz im Saanebezirk hätten die TPF ebenfalls die Gefahr eines Erdrutschs erkannt, weshalb der Sektor nun unter Beobachtung stehe, führte Berney weiter aus.

TPF-Busdepot überschwemmt

Der Vorplatz des TPF-Busdepots Chandolan am Stadtrand von Freiburg wurde ebenfalls überschwemmt, teilte das Unternehmen weiter mit. Die TPF rechnen wie die Kantonspolizei mit weiteren Regenfällen, weshalb das Unternehmen den Platz präventiv mit Sandsäcken zu schützen versucht.

Meteo

Nach 18 Uhr deutliche Besserung in Sicht

Meteo Schweiz gab gestern eine Unwetterwarnung der Gefahrenstufe  3 heraus. Demnach rechnet der Wetterdienst bis heute um 18 Uhr mit Niederschlägen von 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter. Gemäss Meteorologe Ludwig Zgraggen handelt es sich bei diesen Mengen um sogenannt ergiebigen Niederschlag. «Der kommt nicht alle Jahre vor, ist aber auch nicht katastrophal.» Zum Vergleich: Zwei Liter pro Quadratmeter gelten als wenig, zehn Liter als grösserer Niederschlag, 20  Liter als recht grosse Menge, und ab 25  Litern redet man von ergiebigem Niederschlag. «Im Kanton Freiburg wurden aber schon Niederschlagsmengen von weit über 100  Litern gemessen.» Gemäss Zgraggen wird derzeit Warmluft von einer Kaltfront und den Alpen eingeklemmt. «Die Warmluft wird dabei regelrecht ausgepresst.» Dabei entsteht der ergiebige Niederschlag. Hinzu kommen teilweise eingelagerte Gewitter. In den Tagen zuvor hat bereits ein Tief über der Iberischen Halbinsel von Süden her feuchte Luft zu den Alpen geführt. Es bildeten sich entlang der Voralpen immer wieder Gewitter. «Ab Mittwochabend sollte sich die Situation aber deutlich beruhigen», so Zgraggen.

Gefahr von Hochwasser gering

Wegen dem anhaltenden Regen in den vergangenen Tagen gab der Bund auf seinem Naturgefahrenportal eine Hochwasserwarnung der Stufe «mässig» für kleine und mittelgrosse Flüsse heraus. Aus Sicht des Freiburger Energiekonzerns Groupe E ist die Gefahr eines Hochwassers der Saane derzeit aber sehr gering, da noch circa 3,4 Meter Reserve im Greyerzersee vorhanden sei. Auch die Stadt Freiburg ist laut Groupe-E-Mediensprecherin Iris Mende nicht in Gefahr. «Momentan kann das Kraftwerk Ölberg noch die gesamten Zuflüsse in den Perollessee turbinieren. Sollte es am Oberlauf der Saane stark regnen, könnte einzig passieren, dass an der Staumauer Rossinière Wasser abgelassen werden muss, weil im Kraftwerk Montbovon eine Turbine wegen Revisionsarbeiten stillgelegt ist.» Das komme aber häufiger vor und sei aus Sicht des Hochwasserschutzes nicht problematisch.

rsa

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