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Über die «Crunch Time» in den Final

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Autor: Frank Stettler

«Crunch Time» nennen die Nordamerikaner in engen Spielen die letzten Minuten und Sekunden, in welchen wenige Details über Sieg oder Niederlage entscheiden. Am Samstagabend waren es ein Genfer Ballverlust, ein Offensiv-Rebound von Steve Smith und die ruhige Hand von Vladimir Buscaglia an der Freiwurflinie, die Olympic die Finalteilnahme sicherten. Dies, nachdem es eine Minute vor Ende noch 61:61 gestanden hatte.

Ein ebenfalls nicht zu vernachlässigender Faktor ist in jenen Momenten, wo Glück und Pech so eng beieinander sind, die Erfahrung. «Da hatte Olympic mit Spielern wie Esterkamp oder Buscaglia sicher Vorteile», sagte der Genfer Marcus Sloan, der vor zwei Jahren noch das Freiburger Trikot getragen hatte, nach Spielschluss treffend.

Olympics zwei Gesichter

Dass die Freiburger in Grand-Saconnex den Finaleinzug bejubeln konnten, durfte in der 26. Minute nicht mehr unbedingt erwartet werden. 42:29 lagen die Hausherren zu jenem Zeitpunkt in Führung. Und die Tatsache, dass bei Olympic Terry Williams, Yuanta Holland und Vladimir Buscaglia mit je vier Fouls belastet waren, machte die Sache nicht gerade einfacher. Freiburg zog den Kopf indes noch einmal aus der Schlinge. Mit einem 15:1-Teilresultat ging es noch vor dem Schlussviertel in Front (43:44). «Wir blieben auch in dieser misslichen Lage zuversichtlich», gab Jonathan Kazadi, mit wichtigen Körben in der zweiten Halbzeit ein weiterer Matchwinner von Olympic, zu Protokoll.

Nur 21 Punkte zur Halbzeit

Wie Williams, Holland und Tresor Quidome verwertete auch der Youngster in dieser Phase wichtige Dreier und hauchte so seinen Farben neues Leben ein. Endlich klappte es aus der Distanz, war man versucht zu sagen, denn in der ersten Hälfte lief diesbezüglich (auf beiden Seiten) gar nichts zusammen.

25:21 zeigte die Anzeigetafel zur Pause an. «Ich kann mich nicht erinnern, wann wir in der Halbzeit je ein solch tiefes Skore hatten», so Kazadi. Neben einer miserablen Trefferquote fehlte den Freiburgern auch die Durchschlagskraft, etwa bei Smith, der sich ansonsten dadurch auszeichnet.

Nun der Aussenseiter

Doch genau so unerklärlich, wie die Baisse gekommen war, war das Revival der Freiburger in der letzten Viertelstunde. «Wir blieben immer dran, haben gekämpft und nie aufgesteckt», lieferte Trainer Damien Leyrolles immerhin eine Erklärung. «Weil wir unter dem Korb nicht durchkamen, haben wir das Spiel so breit wie möglich aufzuziehen versucht. Diese Strategie hat sich ausbezahlt.»

Nach der Niederlage in Spiel eins der Serie wussten die Freiburger also in eindrücklicher Manier zu reagieren. Marcus Sloan sieht hierfür die Gründe aber auch bei seiner Equipe: «Für mich war der Startsieg keine Überraschung. Wir waren parat. Dann allerdings haben wir es schleifen lassen. Das ist unverzeihlich. Besonders gegen ein Team wie Olympic.»

Im Viertel- und Halbfinal Favorit, starten die Freiburger gegen die Lugano Tigers als Aussenseiter in den Playoff-Final. «Sich in einer Serie gegen die Tessiner durchzusetzen wird hart. Sicher ist aber, dass wir etwas versuchen und aktiv spielen werden. So oder so bin ich schon jetzt glücklich mit meinem Team, das auch ohne zwei Teamstützen wie Stefan Petkovic und Oliver Vogt bis ins Endspiel vorgestossen ist.» Für Kazadi ist es schon jetzt eine gelungene Saison. Selbstzufrieden ist er aber nicht: «Wir werden auch gegen Lugano alles geben und schauen, was dabei herausspringt.» Das erste Finalspiel findet am kommenden Samstag im Tessin beim Titelverteidiger statt.

In der Serie konnten Genf und Edeki-Agbavwe Olympic nicht überwinden.Bild Keystone

Telegramm

Genf – Olympic 63:65 (25:21)

Grand-Saconnex; 1050 Zuschauer; SR: Musard, Michaelides, Carlini.

Genf: Jaunin (10); Sloan (11); Maruotto; Konguere (21); Edeki-Agbavwe (8); Almanson (2); Aw (6); Toure (6); Srzic.

Freiburg Olympic:Kazadi (16); Smith (8); Quidome (9); Williams (5); Holland (7); Savoy; Bozovi; Esterkamp (13); Buscaglia (7).

Bemerkungen: Olympic ohne Vogt und Petkovic (beide verletzt).

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