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Über die Identität des Seebezirks in der Vergangenheit und im Heute

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«Als Historiker betrachte ich die Identität des Seebezirks in einer langen Periode», sagte Jean-Pierre Dorand am Donnerstagabend im Museum Murten zu Beginn seines Vortrags. Er ging bis ins 13. Jahrhundert zurück und zeigte auf, wie sich die Murtner zwischen Freiburg und Bern bewegten und verschiedene Allianzen bildeten. Bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft 1798 wurde Murten von Bern und Freiburg gemeinsam verwaltet. Beide Stände stellten abwechslungsweise für fünf Jahre den Vogt, der im Schloss von Murten residierte.

Dass Murten nicht zu Bern, sondern zu Freiburg gehört, habe vermutlich damit zu tun, dass der Kanton Bern nicht zu gross werden sollte, sagte Dorand. Zudem sei es wohl darum gegangen, im Gegenzug Freiburg zu stärken. Doch dies seien Hypothesen, es existiere nichts Schriftliches dazu, so der Historiker.

Den Seebezirk in seiner heutigen Form gibt es seit 1848. «Der Seebezirk ist für den Kanton Freiburg unentbehrlich», sagte Dorand.

Fakt ist, dass der Seebezirk sowohl konfessionell als auch sprachlich eine Mischung ist und unterschiedliche Regionen in dem Bezirk zusammengefasst wurden. «Für die deutschsprachige Minderheit im Kanton ist der Seebezirk wichtig», sagte Dorand. Und es sei eine bessere Repräsentation des Seebezirks mit seiner Diversität in der Freiburger Kantonsregierung notwendig. Der Seebezirk ist seit 1991 nicht mehr im Staatsrat vertreten. Die kantonalen Wahlen sind auf den 6. November 2016 festgesetzt.

Zusammenhalt gestärkt

«Die mangelnde Vertretung in der Freiburger Regierung ist ständig Thema», sagte Oberamtmann Daniel Lehmann. «Dass der See in Freiburg nicht genug vertreten ist, hat vielleicht damit zu tun, dass der Bezirk nicht eine Einheit bildet, vor allem auch von den unterschiedlichen Regionen her.» Doch es habe sich in den letzten Jahren viel verändert. Zwar sage auch heute noch niemand «Ich bin ein Seebezirkler», wie dies zum Beispiel ein Sensler oder ein Greyerzer tue. Aber: «Die Zusammenarbeit innerhalb des Bezirks hat sich mit dem ersten regionalen Richtplan 1991 stark verbessert.» Es sei das erste gemeinsame Werk des Bezirks gewesen. 2004 folgte die Bildung des Gemeindeverbands: «Das war ein starkes Zeichen für die Zusammenarbeit», sagte Lehmann. 2008 folgte die Gründung des Gesundheitsnetzes See, «das wäre 15 Jahre vorher wohl nicht möglich gewesen». Die unterschiedlichen Identitäten hinderten die Leute heute nicht mehr daran, gemeinsame Ideen zu entwickeln, so der Oberamtmann.

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