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Über die Lottoziehung und die Agglo

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109 Anzeigen wegen Arbeitens am Herrgottstag in Flamatt: Als Urs Schwaller zwischen 1986 und 1991 Oberamtmann des Sensebezirks war, war in dieser Funktion einiges anders. Viel ist aber auch gleich geblieben. So etwa die enge Zusammenarbeit mit den drei grossen Gemeindeverbänden des Bezirks oder die Patente und Baubewilligungen, über die der Oberamtmann befinden muss. Das haben Urs Schwaller (CVP) und seine drei Nachfolger Marius Zosso (CVP), Nicolas Bürgisser (FDP) und Manfred Raemy (parteilos) am Donnerstagabend an einer Podiumsdiskussion in Tafers festgestellt. Unter der Leitung des Moderators Willy Dietrich vom Kulturverein Wier Seisler diskutierten sie vor rund 50 Gästen über «das Oberamt im Wandel der Zeit».

«Im Wesentlichen haben sich die Aufgaben des Oberamtmanns nicht verändert», sagte Zosso, der das Amt von 1992 bis 2006 innehatte. Heute könne man aber nicht mehr mit dem abgelaufenen Pass aufs Oberamt gehen und es fünf Minuten später mit einem gültigen wieder verlassen, sagte er mit einem Schmunzeln. Urs Schwaller und Marius Zosso mussten sogar noch alle sieben Wochen am Sonntagabend ins Fernsehstudio nach Rossens fahren, um dort die Ziehung des Schweizer Zahlenlottos zu überwachen.

Rolle als Wirtschaftsförderer

Die Kompetenzen der Oberamtmänner beschäftigen die Politik: In der Septembersession erklärte der Grosse Rat eine Motion für erheblich, die eine Revision des Gesetzes über die Oberamtmänner fordert (die FN berichteten). Schwaller sagte am Donnerstag, er sei nicht überzeugt davon, dass es nötig sei, das Gesetz zu ändern. Er masse sich aber kein abschliessendes Urteil an, da er das Dossier zu wenig gut kenne.

Stattdessen kam er auf die Arbeitsplätze zu sprechen und betonte, wie wichtig die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Bezirk sei. Für den Oberamtmann sei es nicht ganz einfach, hierbei die richtige Rolle einzunehmen. Dennoch sei dies eine wichtige Aufgabe der Gemeindeverbände, so Schwaller. Der amtierende Oberamtmann Manfred Raemy erklärte, dass der Gemeindeverband Region Sense daran sei, den regionalen Richtplan mit seinen Zonen für Gewerbe und Industrie umzusetzen. Grossrat Nicolas Bürgisser, der von 2006 bis 2016 Oberamtmann war, hat eine klare Vorstellung von dessen der Rolle bei der Firmenansiedlung: «Er muss schnell arbeiten, wenn es darum geht, die Baubewilligung zu erteilen. Aber er soll keine Firmen holen müssen.»

«Die Agglo wird wachsen»

Eine der Fragen aus dem ­Publikum stellte Grossrat An­dré Schneuwly (Freie Wähler, Düdingen): «Welche Rolle hat der Oberamtmann im Zusammenhang mit der Agglomeration Freiburg?» Raemy erklärte, dass er bisher an einer Sitzung zur Änderung des Agglomerationsgesetzes teilgenommen habe. Er wünsche sich, dass Freiburg die Grossfusion schaffe und sich daraus eine Agglo mit Kernzone und einem Mantelkreis entwickle. Die Agglo werde wachsen, davon sei er überzeugt. Bürgisser kritisierte, die Agglo sei zu schwerfällig konzipiert. «Vielleicht ist das Gebilde schwerfällig, aber wieso hat der Grosse Rat denn nie etwas geändert?», fragte Schwaller, heutiger Verwaltungsratspräsident der Post, der als Staatsrat die gesetzlichen Grundlagen für die Gründung der Agglo in die Wege geleitet hatte. Die entsprechende Motion sei eingereicht, sagte Grossrat Schneuwly.

Barbara Wyssbrod, Leiterin der Zivildienstausbildungszentrums im Campus Schwarzsee wollte wissen, was der Oberamtmann unternehme, damit es mit dem Bau der Turnhalle und dem Betrieb des dortigen Sport- und Freizeitzentrums endlich vorwärtsgehe. Er sei ständig in Kontakt mit dem Kanton deswegen, sagte Raemy. Die drei am Dossier beteiligten Staatsräte würden sich gegenseitig blockieren. «Niemand will sich die Finger verbrennen».

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