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Über die Zeit der Mediation

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Über die Zeit der Mediation

20 Historikerinnen und Historiker leisten Beiträge zum Buch

«Pouvoirs et société à Fribourg sous la Médiation» oder «Staat und Gesellschaft in Freiburg zur Mediationszeit (1803-1814)» heisst der 450-seitige Band des Historikers Francis Python: Die deutschen Texte umfassen rund 130 Seiten.

Von IRMGARD LEHMANN

Das Buch hält das Leben zur Zeit der Mediation in den Jahren 1803 bis 1814 fest. Ausschlag hiefür gab das wissenschaftliche Kolloquium, das im Herbst 2003 an der Universität Freiburg stattgefunden hat. Das Jahr 2003 stand insgesamt im Zeichen der Feierlichkeiten zu Ehren von Louis d’Affry, des ersten Landammannes der Schweiz. Das 450-seitige Buch umfasst die sechs Kapitel: Politische Strukturen und Führungskräfte; Ideologie und Geschichtsschreibung; Wirtschaft und Finanzen; Institutionen und Territorium; Religiöse Kräfte und das Kapitel Kultur.

20 Historikerinnen und Historiker haben sich mit Beiträgen zu Wort gemeldet. Wie Jean-Pierre Dorand, Historiker und Präsident der Koordinationsgruppe «Fribourg 1803-2003 Freiburg», sagt, war jeder Autor in seiner Themenwahl mehr oder weniger frei.

Sechs deutschsprachige Beiträge

Sechs Beiträge stammen von deutschsprachigen Autoren: Unter dem Titel «Von Vissaula zu Vissaula» berichtet Markus F. Rubli über die Murtner Führungsschicht im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. «Vom Buchdrucker zum Tabakrappieren, von der Dienstmagd zur Wäscherin» ist das Thema von Eveline Seewer. Über «Die freiburgische Zweisprachigkeit zwischen Ancien Régime und Moderne» schreibt Bernhard Altermatt. Hubert Foerster leistet einen Beitrag über «Freiburgs Militär während der Mediation». Paul Birnbaum wiederum äussert sich zur Bedeutung von Pater Girard bezüglich Entwicklung der Volksschule. Und der Text von Hubertus von Gemmingen trägt den Titel «Viele Kirchen und Klöster, aber sonst nichts Merkwürdiges».

Mit Peter F. Kopp wäre ein weiterer deutschsprachiger Autor vertreten. Kopp schrieb jedoch auf Französisch. Was der eine oder andere anlässlich der Medienorientierung am Dienstag mit der Bemerkung «kleiner Verrat» quittierte. Dazu der Autor: «Alle meine Quellen waren französisch – der Aufwand, diese ins Deutsche zu übertragen, wäre viel zu gross gewesen – zumal für diese Buch ohne Lohn gearbeitet wurde.»

Eine weitere Publikation 2009?

Academic Press Fribourg hat das Buch in einer Auflage von 500 Stück herausgegeben. Nebst Kanton und Stadt haben verschiedene Institutionen die Publikation finanziell unterstützt.

Über den ersten Landammann der Schweiz haben die Historiker Georges Andrey und Alain Jacques Czouz-Tornare bereits vor zwei Jahren ein Buch herausgegeben. Damals hiess es, das Buch «Louis d’Affry» werde ins Deutsche übersetzt. Doch das Vorhaben scheiterte anscheinend an den Finanzen. Wie Andrey am Dienstag sagte, liegt ein neues Projekt vor. Ein deutschsprachiges Buch mit neuen Beiträgen sollte im Jahre 2009 erscheinen. «Das Konzept steht, nicht jedoch die Finanzierung», bemerkte Andrey.

Warum gerade im Jahr 2009? Weil der Freiburger Patrizier Louis d’Affry 1809 ein zweites Mal Landammann war und somit die Stadt Freiburg ein zweites Mal Hauptstadt der Schweiz.

«Staat und Gesellschaft in Freiburg zur Mediationszeit» ist im Buchhandel erhältlich.

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