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Überleben mit erneuerbarer Energie

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Überleben mit erneuerbarer Energie

An der Uni Freiburg wird an Lösungen gearbeitet

Mangels rentabler und technisch ausgereifter Möglichkeiten wollen Menschen in Industrieländern noch nicht wahrhaben, dass ein Überleben der Zivilisation nur bei Ablösung der fossilen Energieträger möglich ist. Doch an der Universität wird die nächste Generation in Zusammenarbeit mit der Industrie mit Lösungsansätzen im Hinblick auf diesen Wechsel ausgerüstet.

Von WALTER BUCHS

Die Vereinigung der Freiburger Industrie (Gif) war an ihrer März-
versammlung Gast an der Math.-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg. In seinen viel beachteten und verständlich formulierten Ausführungen machte Professor Andreas Züttel klar, dass das Überleben in einem sich ändernden Klima und mit den zur Neige gehenden Ressourcen die grösste Herausforderung für die Menschen des 21. Jahrhunderts ist. In seinem Vortrag mit dem Titel «Limitierte Ressourcen und Klimawandel» vom Donnerstagabend liess der Referent vor den rund 20 Zuhörenden keine Zweifel darüber offen, dass diese Herausforderung «nur durch grösstmögliche Synergien von Lehre, Forschung, Entwicklung und Industrie erfolgreich bewältigt werden kann».

Problem wird verdrängt

Professor Züttel wies darauf hin, dass Wissenschaftler schon vor über 100 Jahren den Anstieg des Kohlendioxides (Co2) in der Atmosphäre und
den dabei verbundenen Treibhauseffekt richtig eingeschätzt hätten. Die Menschen in den Industrieländern hätten aber das Problem nur am Rande wahrgenommen und lediglich während der Ölkrise von 1973 ha-
be man sich Rechenschaft gegeben, dass die fossilen Energieträger in absehbarer Zeit aufgebraucht sein werden. Umweltwissenschaftler machen zudem schon seit langem darauf
aufmerksam, dass es eigentlich unsinnig und unvernünftig ist, einen sehr wertvollen Rohstoff, der sich während Millionen Jahren im Er-
dinnern gebildet hat, in einer rela-
tiv kurzen Zeit einfach zu verbrennen.

Der Wissenschaftler machte weiter keinen Hehl daraus, dass sich die Lage in naher Zukunft wohl zuspitzen werde. Der weitere Bevölkerungszuwachs und der steigende Bedarf in aufstrebenden Ländern wie China werden die Nachfrage so ansteigen lassen, dass Letztere höher sein werde als die Förderraten. Dies wird sich preistreibend auswirken. Gleichzeitig ändert sich weltweit das Klima. Infolge der stärkeren Besiedlung der Erde hätten die damit einhergehenden Naturkatastrophen immer verheerendere Auswirkungen.

Ausweg ist möglich

In dieser Situation sieht für Professor Züttel ein vernünftiges Szenario wie folgt aus: Der Energiebedarf wird künftig durch erneuerbare Energie gedeckt und ein neuer, Co2-freier Energieträger wie zum Beispiel Wasserstoff, wird eingeführt. Genau auf diesem Gebiet ist die von ihm geleitete Forschungsgrupe «Festkörperphysik» an der Universität Freiburg tätig. Diese beschäftigt sich mit der Grundlagenforschung an Materialien, welche für die Produktion, Speicherung und Verbrennung von Wasserstoff relevant sind (siehe Kasten). An verschiedenen Beispielen zeigte der Referent auf, welche komplexen Probleme zu bewältigen sind und welche Erfolge – auch in Zusammenarbeit mit (Freiburger) Industrien – bereits erzielt wurden.

Professor Züttel gibt sich dabei Rechenschaft, dass neue Energieträger in der breiten Öffentlichkeit nur dann eine Chance haben, wenn sie mindestens den gleichen Komfort bieten wie die heute gebräuchlichen. Gleichzeitig ist er aber auch überzeugt, dass Produkteentwicklungen, die von fossilen Brennstoffen unabhängig sind, möglich und rentabel sind. Er ermunterte die Industriellen, in diese Richtung vorzustossen. Wer nämlich zum richtigen Zeitpunkt auf die Umstellung vorbereitet sein werde, werde sicher auch gute Geschäfte machen.
Wasserstoffkreislauf

Wasserstoff kann mit Hilfe der Photovoltaik durch die Elektrolyse des Wassers gewonnen werden. Nach der Speicherung und dem Transport zum Verbraucher wird die im Wasserstoff gespeicherte Energie entweder durch Verbrennung in Form von Wärme oder in einer Brennstoffzelle in Form von Elektrizität freigesetzt. Dabei entsteht wieder Wasser, wodurch der Kreislauf geschlossen ist.

Der Wasserstoffkreislauf besteht somit aus drei Segmenten: der Produktion von Wasserstoff durch Elektrolyse, der Speicherung und dann der Verbrennung des Wasserstoffs.

Der in Freiburg tätige Forscher Andreas Züttel präsidiert auch den Schweizerischen Verein «Hydropole». Zweck dieses Vereins ist die Förderung der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger und Prozesschemikalie sowie die Förderung seiner Gewinnung aus regenerativen Energiequellen. Damit soll ein Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Lösung von Energie- und Stoffproblemen geleistet werden. FN

www.hydropole.ch

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