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Überschuss besänftigt die Zweifler

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39 von 50 Murtner Generalräten vertieften sich am Abend vor Auffahrt in der Aula des Längmattschulhauses in die Kennzahlen von sieben Jahresrechnungen, die ihnen Gemeinderat Andreas Aebersold präsentierte.

Hohe Einnahmen

«Wir müssen bis anfangs der 2000er-Jahre zurückschauen, bis wir einen so guten Abschluss finden», kommentierte Aebersold die Jahresrechnung der Stadt Murten. Aebersold freute sich auch über die letzten Rechnungen der Fusionsgemeinden Salvenach, Jeuss, Lurtigen und Courlevon. «Die Zahlen zeigen, dass die neuen Ortsteile zur Ertragskraft der Stadt Murten beitragen.»

Das positive Rechnungsresultat stiess bei den Fraktionen zwar einhellig auf Wohlwollen. Die politischen Schlussfolgerungen gingen aber auseinander. Jeorge Riesen (SP) forderte, die Gemeinde müsse die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um die hohe Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in Murten zu sichern.

Die bürgerlichen Parteien mahnten zur Zurückhaltung: «Es ist fraglich, ob die Gemeinde nächstes Jahr nochmals solche Mehreinnahmen präsentieren kann», meinte Jacques Moser namens der CVP/GLP-Fraktion. Er sprach damit vor allem die 1,5 Millionen Franken an, welche die Industriellen Betriebe der Stadt als Gewinnbeteiligung ausgezahlt haben. Diese fiel 2015 aufgrund der neuen Struktur der Industriellen Betriebe einmalig höher aus. Die Gemeinde dürfe deshalb, so Moser, nicht in einen euphorischen Zustand verfallen und müsse die vorsichtige Finanzpolitik weiterverfolgen. Fritz Wüthrich (SVP) ergänzte: «Wenn wir mit der gleichen Disziplin weiterarbeiten, werden wir von künftigen Projekten nicht erdrückt.»

Einig waren sich die Redner darin, dass das positive Ergebnis aller Gemeinden die letzten Fusionskritiker besänftige. Der Generalrat genehmigte alle fünf Jahresrechnungen einstimmig.

Zu wenig informiert

Dank dem heissen Sommer konnte auch das Hallen-, Schwimm- und Freibad Murten eine positive Rechnung 2015 vorlegen. Zu Irritationen führte die Informationspolitik des Verwaltungsrates. Etel Keller (CVP), die bis 2015 als Gemeinderätin für das Bad zuständig war, kritisierte, dass der Verwaltungsrat keine sauberen Abrechnungen für Investitionen wie die Rutschbahn vorlege. Sie forderte zudem, der Gemeinderat müsse im Verwaltungsrat des Bades Einsitz nehmen, damit er aus erster Hand informiert sei. Auch Silvia Lauper (FDP) wünschte sich eine bessere Information. Laut Andreas Aebersold wird der Gemeinderat künftig Investitionsabrechnungen einfordern. Früher sei der Gemeinderat im Verwaltungsrat vertreten gewesen. «Später wollten wir die Ämter entflechten.» Der Gemeinderat werde aber prüfen, ob er auf diesen Entscheid zurückkommen wolle. Der Generalrat stimmte der Rechnung mit zwei Enthaltungen zu.

Zahlen und Fakten

Alle Gemeinden erzielten Überschuss

Die GemeindeMurtenhat 2015 bei Gesamteinnahmen von 41 Millionen Franken einen Gewinn von vier Millionen erzielt. Budgetiert waren 322000 Franken.Salvenachweist einen Überschuss von 24000 Franken statt eines Verlustes von 60000 Franken aus.Jeusserzielte einen Gewinn von 140000 Franken gegenüber 34000 Franken im Budget,Lurtigen181000 Franken bei einem budgetierten Verlust von 4000 Franken undCourlevon201000 Franken bei einem budgetierten Verlust von 16000 Franken.sos

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