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Überstorfer Bauunternehmung mit 14 Mitarbeitern geht in Konkurs

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Baumaschinen der Paul Schmutz AG im Oberdorf in Überstorf stehen in Reih und Glied unberührt vor dem Firmengelände. Seit dem 27. September sind sie nicht mehr benutzt worden. Denn einen Tag zuvor hatte Firmeninhaber Thomas Schmutz die Bilanz seines Bauunternehmens deponiert und um 16.15 Uhr die 14 Mitarbeitenden darüber informiert, dass sie am nächsten Tag nicht mehr zur Arbeit erscheinen müssen. «Das war der schlimmste Tag in meinem Leben», sagt der 48-Jährige. Er habe Angst vor der Reaktion der Mitarbeitenden gehabt. Diese seien geschockt gewesen, hätten sich ihm und seiner Frau gegenüber aber korrekt verhalten.

Zwei Aufträge geplatzt

Zu wenig Umsatz und in Folge Überschuldung: Der Grund für den Konkurs sind gemäss Schmutz zwei fest eingeplante Aufträge mit einem Volumen von insgesamt 1,7 Millionen Franken, die in diesem Frühjahr kurzfristig zurückgestellt wurden beziehungsweise sich durch Einsprachen verzögerten. «Es hat sich ein Loch aufgetan, das ich nicht füllen konnte.» Da er bereits 2008 als schlechtes Jahr verbuchen musste und damals viel von seinem privaten Vermögen investierte, habe er keine Reserven gehabt.

Seit 33 Jahren arbeitet er im Betrieb, den sein Vater 1968 gegründet hatte. 1995 verstarb Paul Schmutz unerwartet und sein Sohn Thomas übernahm die Geschäftsleitung.

Thomas Schmutz ist in Überstorf bekannt. Er sass während 13 Jahren für die CVP im Gemeinderat. 2010 wurde er abgewählt. Er ist zudem Präsident der CVP Überstorf sowie designierter OK-Präsident der Gewerbeausstellung Übex 2014 und Vize-Präsident des Gewerbevereins. Er sei gespannt, ob ihm seine politischen Ämter nun zu Gute kommen würden und etwas zurückkomme. Denn Thomas Schmutz und seine Frau, die zu 80 Prozent im Betrieb gearbeitet hatte, sind auf Jobsuche. Seine Zukunft stehe noch in den Sternen, sagt er. Den Geschäftsteil des Elternhauses will er vermieten. Im November ist eine Konkurssteigerung für die Maschinen angesetzt. Besonders froh sei er darüber, dass er sechs seiner ehemaligen Angestellten eine Stelle vermitteln konnte.

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