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Über 300 Schülerinnen schildern Vorfälle von sexueller Belästigung

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Sexuelle Belästigung an Schulen gibt in Freiburg zu reden.
Keystone

In den letzten Tagen häufen sich Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung an Freiburger Schulen. Das Frauenstreikkollektiv veröffentlicht diese auf seiner Instagram-Seite und fordert Massnahmen. 

Ein Schwimmlehrer bevorzugt Bikinis an den Schülerinnen. Eine Lehrerin spricht eine Schülerin während der Notenvergabe auf ihr Dekolleté an. Und an einer Schule gibt es Sportübungen für besseren Sex.

Die Instagram-Story des Freiburger Frauenkollektivs platzt aus allen Nähten. Aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler erzählen dort ihre Geschichten und was ihnen an Universität, Hochschule, Gymnasium, Orientierungsschule oder sogar Primarschule im Kanton Freiburg widerfahren ist. Es geht von Anschuldigungen wegen unangebrachter Kommentare und Gesten bis zu sexueller Belästigung.

Hier einige Beispiele:

Vorfall am Kollegium Gambach

Ausgelöst hat diese Aktion ein Vorfall am Kollegium Gambach, der am Montag in der Zeitung La Liberté publik gemacht wurde. Dort soll ein Lehrer eine Schülerin kritisiert haben, weil sie im Unterricht keinen BH trug. In der Nacht auf Dienstag setzte eine feministische Gruppe am Eingang des Kollegiums Gambach ein Zeichen dagegen. Dutzende BHs, mit verschiedenen Botschaften versehen, wurden am Zaun der Schule aufgehängt. Am nächsten Tag wurden sie wieder entfernt.

Über 300 Aussagen

Das Freiburger Frauenstreikkollektiv begrüsst diese Aktion. «Wir haben die Geschichte der jungen Frau auf den sozialen Medien geteilt, um ihr unsere Unterstützung auszusprechen», so Marie Spang, Mitglied des Kollektivs.

Daraufhin erhielt die Gruppe zahlreiche Reaktionen und Geschichten, die allesamt mit Sexismus zu tun hatten. «Wir haben keinen Aufruf gemacht. Frauen haben angefangen, uns ihre Geschichten und Erfahrungen zu schicken», sagt Spang. Innerhalb von zwei Tagen haben sich über 300 Personen gemeldet.

Reaktion gefordert

«Wir fordern Massnahmen, um Schülerinnen und Schüler zu schützen.» All diese Nachrichten der letzten Tage würden zeigen, dass es ein Problem im System gebe und dass das Kollegium Gambach kein Einzelfall sei, so Spang. «So etwas berührt einfach alle», sagt sie.

Das Freiburger Frauenstreikkollektiv hat Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen sowie allen Schuldirektoren im Kanton geschrieben und sie zu einer Reaktion aufgefordert. «Solche Dinge müssen Konsequenzen haben für Lehrpersonen. Und wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler gehört werden», fordert Marie Spang.

Kommentar (1)

  • 12.02.2021-Vroni Hänggi

    Gut dass die Jugendlichen sich gemeinsam wehren gegen diese Übergriffe. Nur so kann das nicht mehr unter den Tisch gekehrt werden. Viele Erwachsene sind sich ja nicht einmal bewusst was sie tun. „Ich wurde provoziert“ ist eine der schlechtesten Ausreden die es gibt, Wissen, Lebenskenntnis und eine gefestigte Persönlichkeit lässt sich nicht so schnell provozieren.

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