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Über misslungene Abstimmungstitel wie «Dettec»

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Ein Meinungsbeitrag zur kantonalen Abstimmung vom 12. November

Haben Sie auch gestutzt? Worüber sollten wir im Kanton Freiburg am 11./12. November nebst der Ständerätinnen-Nachwahl abstimmen? Worum ging es da? Mir geht es hier nicht um die politische Frage, wie die Aufgaben zwischen Gemeinden, Agglomerationen, Kantonen und dem Bund entflochten werden sollen. Mir geht es um Verständlichkeit: Macht es Sinn, eine Abstimmungsvorlage in einem zweisprachigen Kanton mit einer unsinnigen französischen Abkürzung zu bezeichnen? Können so die Menschen zu einer politischen Stellungnahme bewegt werden? «Dettec» ist ein Kunstwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildet ist. Es steht für schlechte Sprachkunst: «Désenchevêtrement des tâches entre l’Etat et les communes». Wer es zu rekonstruieren versucht, staunt (auch darüber, woher das zweite T herkommt). Dettec ist als Titel für eine politische Vorlage völlig daneben. Der gesunde Menschenverstand sagt: Ein Titel muss verdeutlichen, worum es geht. Er muss die Betroffenen ansprechen. «Dettec» tut das nicht. Entsprechend tief wird wohl die Stimmbeteiligung ausgefallen sein. Leider ist «Dettec» kein Einzelfall, es gibt weitere prominente Beispiele; das wohl prominenteste: «Valtraloc» – Valorisation des traversées de localités. Politisch Interessierte wissen: Hier geht es um die Aufwertung von Ortsdurchfahrten. Allen wäre alles klar, wenn man dies als das bezeichnen würde, was gemeint ist: Verkehrsberuhigung. Müssen wir im Kanton Freiburg noch länger unsinnige Bezeichnungen von Vorlagen ertragen? Wie wäre es mit Deutsch und deutlich? Folgt bald eine Abstimmung zu einem neuen Statut von Praktikumslehrpersonen? Die Vorlage hiesse dann: «Wollen Sie das MS-Statut annehmen?» Selbstverständlich würde MS nicht die Krankheit meinen, sondern «maître de stage»…

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