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Um die Welt mit dem Diaprojektor

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen: So lautet ein bekanntes Sprichwort. Thomas Glur aus Laupen tut viele Reisen – als Lehrer habe er Zeit, «dieses Klischee stimmt halt schon» –, und Thomas Glur ist ein begnadeter Erzähler. Seit 25 Jahren organisiert er, immer Anfang November, Dia-Abende und zeigt seine Ferienbilder vor Publikum. Seit 25 Jahren ist das Thema immer ein anderes. Dieses Jahr: Hawaii.

Bevor an diesem Montagabend in der Aula in Laupen der Dia-Abend beginnt, erzählt Glur, wie es dazu gekommen ist: «Angefangen hat alles mit einem Erdbeben.» Wo das war, wisse er nicht einmal mehr. «Auf jeden Fall wollte ich Geld sammeln und helfen.» Seither stellt er jedes Jahr einen Dia-Abend zusammen. Noch immer geht die Kollekte an eine gemeinnützige Organisation. Manchmal unterstützt Glur eine Schule in Nepal. «Einen Lehrer von dort habe ich auf einer Reise kennengelernt.»

Geografie und Geschichte

Halb acht Uhr: Thomas Glur, in Hawaiihemd und mit Blumenkette, beginnt seinen Dia-Abend – und ist dabei ganz Lehrer. Er reiht Geografisches an Geschichtliches, erzählt von den Vulkanen auf Hawaii und schildert lebendig, wie einst über Pearl Harbor die Bomben fielen. Nicht selten hat das Publikum Grund zum Schmunzeln – etwa als er vom Toast Hawaii erzählt, den es auf Hawaii gar nicht gibt.

Zu einem Dia-Abend von Thomas Glur gehören aber auch Show-Einlagen von seinen Schülern. An diesem Abend treten sechs Mädchen auf, die Hula tanzen, und zwei Jungs, die einen alten Schlager singen. Überhaupt spielen Glurs Achtklässler eine wichtige Rolle: Sie verkaufen Getränke, sind für die Technik besorgt. «Sie helfen immer freiwillig mit», freut sich Glur. «Meine Schüler wissen: Die erste November-Woche ist Dia-Abend-Woche.»

Ist Glur als Lehrer genauso unterhaltsam wie als Reise-Erzähler? «Im Math war er streng», sagt ein ehemaliger Schüler in der Pause. «Aber in der Geografie, da blüht er so richtig auf.»

Dank dem Vater

«Es kommen seit Jahren immer wieder die gleichen Leute», sagt Glur. Am Anfang hatte er den Dia-Abend einmal jährlich organisiert; dann platzte die Aula, die etwa 200 Leute fasst, plötzlich aus allen Nähten. Jetzt sind es jährlich drei Abende. Und tatsächlich: An diesem Montagabend ist die Aula gut gefüllt.

Reisen und Fotografieren: Beide Leidenschaften verdanke er seinem Vater, erzählt Glur. «Er war auch Lehrer. In den Ferien verreisten wir immer. Wir gingen wandern und zelten. Das hat das Reisefieber in mir entfacht.» Und schon sein Vater fotografierte gerne. Er selber, so Glur, habe eigentlich kein künstlerisches Talent. «Ich bin aber immer mehr in die Fotografie hineingewachsen und habe ein Auge dafür entwickelt.»

Was in all den 25 Jahren gleich geblieben ist: Thomas Glur arbeitet mit einem Diaprojektor. Es brummt kein Beamer an der Decke, sondern immer dann, wenn ein neues Dia vor der Linse einrastet, klickt es hinten im Saal. Zwei von Glurs Achtklässlern wechseln jeweils die Magazine mit den Dias aus.

Noch immer analog unterwegs

Warum Glur noch immer mit Dias arbeitet? Das habe einen einfachen Grund: «An einem Dia-Abend zeige ich Bilder von verschiedenen Reisen.» In Hawaii sei er bereits vier Mal gewesen – auch schon zu Zeiten, als es noch keine Digitalfotografie gab. Dias von früher könne er aber nicht in eine Po­wer-Point-Präsentation einbauen. «Darum bleibe ich der alten Technik treu.» Glurs analoge Fotokamera, eine Minolta 7000, hat in seinem Rucksack schon fast die ganze Welt bereist.

In etwa vier Jahren wird der umtriebige Lehrer pensioniert. «Bis dann werde ich weitermachen», sagt der 60-Jährige – vielleicht auch länger. Er schlage sich allerdings gerade mit einem kaputten Fussgelenk herum. «Ich habe alles gemacht, was Gott verboten hat», sagt Glur mit einem verschmitzten Lachen und zählt auf: Höhlen erforschen, Fallschirm springen, die höchsten Berge der Welt erklimmen. «Das gibt mir mein Körper jetzt zu spüren.»

Europa kann noch warten

Er habe schon fast die ganze Welt bereist. In Australien sei er allerdings noch nie gewesen, so Glur. Auch in Europa gebe es für ihn noch viel zu entdecken – ausser Island: «Das ist mein absolutes Lieblingsland.» Da gehe über Weihnachten und Neujahr wieder hin. «Das restliche Europa spare ich mir dann für die Zeit nach der Pensionierung auf.»

Thomas Glur wird also noch weitere Reisen tun. Und er wird was zu erzählen haben. Das nächste Mal in genau einem Jahr in der Aula in Laupen. Das Thema dann: der Südwesten der USA.

Zur Person

Thomas Glur ist auch Reiseleiter

Thomas Glur ist Sekundarlehrer in Laupen für die Fächer Mathematik, Naturkunde und Geografie. Früher hat er auch noch Sport unterrichtet. Der heute 60-Jährige zeigt seine Dia-Bilder nicht nur einmal jährlich in der Aula der Schule Laupen: Wer will, kann ihn auch für Familien- und Firmenanlässe buchen. «Wenn ich irgendwie Zeit habe, nehme ich diese Anfragen immer an», sagt Glur. Er schreibt ausserdem Reisekolumnen in der «Loupezytig» und gestaltet beim Berner Lokalsender Radio Rabe eine Reisesendung für das Ohr. Früher war er oft als Reiseleiter mit Trekking-Gruppen in den Bergen unterwegs. Glur spielt zudem gerne Theater, und er amtet zudem als Präsident von Tourismus Region Laupen.

ko

 

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