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Umweltschutz und Ziegenkäse in Kriechenwil

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wer immer nur in Fussstapfen anderer tritt, hinterlässt selbst keine Spuren.» Dieses Zitat von Wilhelm Busch trifft auf Lorenz Bärtschi aus Kriechenwil wohl zu wie auf kaum einen anderen. Bärtschi führt in Kriechenwil einen landwirtschaftlichen Betrieb, wo er 80 Ziegen hält und einen Ziegenkäse namens Chèvre de Berne herstellt. Er hat den Hof des Vaters um- und weitergebaut und auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Daneben pflanzt Bärtschi auch Mais und Getreide an.

Auf die Ziege gekommen

«Bevor ich den Hof von meinem Vater übernommen habe, habe ich mich lange damit auseinandergesetzt, wie ich den Betrieb weiterführen will.» Der Vater habe noch eine klassische Viehzucht betrieben. «Ich habe aber bald gemerkt, dass kleinere Landwirtschaftsbetriebe wie der unsere mit einfacher Milchwirtschaft nicht zukunftsfähig sind.»

Bald sei er auf Ziegen gekommen. «Ich hatte bereits als Kind eine Geiss. Diese Tiere haben mich immer begeistert.» Bei seinen Weiterbildungen, die ihn auch nach Frankreich und Deutschland führten, merkte er, dass dies das Richtige für ihn ist. «Den Ausschlag für meinen Entscheid gab der Schweizer Markt: Dieser schreit regelrecht nach solchen Produkten.» Viel Ziegenkäse wird nämlich nach wie vor importiert, mehrheitlich aus Frankreich. Auch Halbhartkäse werde immer gefragter.

Zunächst habe Bärtschi sich auf die Produktion der Ziegenmilch konzentriert und diese den Produzenten geliefert. Sehr bald habe er aber gemerkt, dass er die Milch selbst verarbeiten und einen Ziegenkäse herstellen muss. «Sonst wird das nichts.» Als er die Käserei aufgebaut habe, sei er finanziell stets auf Messers Schneide gewesen. Schliesslich habe sich sein Mut jedoch ausbezahlt. Nun liefert Bärtschi seinen Käse an einige Bio-Läden in der Region. «Ich habe sechs Stammläden, die meinen Käse verkaufen.» Sie würden ungefähr die Hälfte seines Chèvre de Berne verkaufen. Die andere Hälfte verkaufe er direkt ab Hof.

«Ziegenkäse hat einen speziellen Geschmack. Entweder man liebt ihn oder man kann ihn nicht ausstehen.» Er selbst stelle einen thermisierten Ziegenkäse her. Bei diesem Verfahren wird die Milch weniger stark erhitzt als bei der Herstellung von pasteurisiertem Käse. «Durch das Thermisieren wird der Geschmack der Ziegenmilch besser erhalten.» Das Aroma sei bei der Herstellung eines guten Käses nicht das Problem. «Die Kunst des Halbhartkäses ist es, die richtige Konsistenz hinzukriegen.» Er selbst sei angelernter Käser, sagt Bärtschi. Trotzdem mache er einen guten Käse und habe bereits sieben Tonnen davon produziert. Ihm gefalle auch, dass er auf seinem Hof sein eigener Chef sei. Er sei Landwirt, Käser und vieles mehr in einem. «Ich mache vieles selber. So kann mir auch keiner dreinreden.»

Kritischer Zeitgeist

Wenn Bärtschi von der konventionellen Landwirtschaft spricht, spart er nicht mit Kritik. Heutzutage müsse man als Landwirt immer mehr produzieren und so viele Tiere wie möglich halten. Es würden jedoch auch Betriebssysteme ausserhalb des Dogmas «Wachsen oder Weichen» existieren, ist Bärtschi überzeugt. Kritisch beäugt er die konventionelle Landwirtschaft auch deshalb, weil sie in seinen Augen die Natur zu sehr beansprucht. «Die Agrarmärkte zwingen die Produzenten, die Böden noch mehr zu bewirtschaften.» Aus diesem Grund befürchtet Bärtschi, dass fruchtbare Böden mit einem hohen Humusanteil zu einem raren Gut werden. «Unsere Hofdünger bestehen zu 90 Prozent aus Mist, mit dem unter anderem auch Regenwürmer genährt werden.» Er selbst glaubt daran, dass man zur Natur Sorge tragen muss. «Das zahlt sich längerfristig aus.»

Auch ausserhalb seines landwirtschaftlichen Betriebs setzt er sich für den Naturschutz ein – beispielsweise dafür, dass bei der kommenden Landumlegung in Kriechenwil auch das Thema Biodiversität angesprochen wird. Er wisse, dass er mit seinen Ansichten manchmal anecke. «Ich habe halt eine andere Meinung zur Landwirtschaftspolitik als die meisten. Ich denke aber, dass ich auch andere zum Studieren anrege.» Denn der Wandel der Zeit lässt sich nicht aufhalten, ist Bärtschi überzeugt.

Zur Person

Landwirt, Käser und Hornusser

Lorenz Bärtschi ist 1978 geboren und wuchs in Kriechenwil auf. Bevor er den Hof seines Vaters übernahm, arbeitete er unter anderem als Landschaftsgärtner und im Verkauf. Neben seiner Arbeit als Landwirt und Käser ist Bärtschi ein leidenschaftlicher Hornusser und spielt Schwyzerörgeli.

nj

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