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Umweltverbände stellen sich gegen eine übermässige Kiesentnahme aus der Ärgera

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Autor: Pascal Jäggi

Giffers/Tentlingen Brachial klingt es in der gemeinsamen Medienmitteilung von Pro Natura und dem WWF: «Grosse Baumaschinen sind daran, breite Schneisen zu schlagen und tiefe Gräben auszuheben.» Gemeint sind damit diverse vom Kanton bewilligte Kiesentnahmen an der Ärgera. Die Umweltverbände zweifeln an deren Notwendigkeit für den Hochwasserschutz. Herbert Känzig, Präsident des Freiburger WWF, präzisiert: «Kiesentnahmen sollten auf ein Minimum beschränkt werden.» Für den Bau des Damms in Giffers und Tentlingen sei bereits eine grosse Menge ausgehoben worden, erklärt Känzig gegenüber den FN. Der Damm biete genügend Hochwasserschutz, ist der WWF-Präsident überzeugt. «In diesem Gebiet braucht es daher momentan keine weiteren Kiesentnahmen.»

Nicht zuletzt gehe es darum, das Auengebiet zu schützen, sagt Känzig. «Schon mit der letzten Kiesentnahme fliesst das Wasser durch die grossen Kanäle statt ins Auengebiet», erklärt Herbert Känzig. «Das gefährdet viele Amphibien, Wasserinsekten, Vögel und Pflanzen.» Das Kies sei für die Dynamik im Auengebiet aber notwendig.

Regeln für Nutzung

Die Umweltverbände fordern auch ein klares Reglement für die Nutzung der Auenzone. «Es darf nicht sein, dass diese Gebiete frei befahren werden können», sagt der Präsident des WWF, «der Kanton muss dafür klare Regeln aufstellen». Konkret sollen klare Grenzen sowie ein Parkplatzkonzept für die Auenzone erstellt werden. Zudem wollen die Verbände, dass die touristische Nutzung auf die unmittelbare Umgebung der Stersmühlebrücke beschränkt wird. Die Bevölkerung müsse darüber korrekt informiert werden, WWF und Pro Natura stellten sich dafür gerne zur Vefügung, betont Känzig.

Zusätzlich zu den Kiesentnahmen sei das Auengebiet auch noch durch die Verlegung einer unterspülten Abwasserleitung gestört worden, die bis nach Marly reiche, sagt Herbert Känzig. «Ein Gebiet von 15 Metern Breite musste abgeholzt werden. Die Auenlandschaft war in letzter Zeit wirklich grossen Belastungen ausgesetzt», hält Känzig fest.

Kiesentnahme notwendig

Der Gifferser Ammann Ruedi Vonlanthen kann mit der Stellungnahme der Umweltverbände wenig anfangen. «Wir waren einverstanden, den Damm und die Buhnen zu bauen. Doch für uns gehört ganz klar auch eine regelmässige Kiesentnahme zum Konzept», erklärt Vonlanthen auf Anfrage, «davon weichen wir keinen Millimeter ab».

Um die Landschaft sorge auch er sich, sagt Vonlanthen. «Schliesslich haben wir dafür gesorgt, dass das Gebiet zur Schutzzone wird», hält der Gifferser Ammann fest. Doch: «Wir könnnen ja nicht dauernd den Damm erhöhen. Eine regelmässige Kiesentnahme aus dem Flussbett ist darum notwendig.»

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