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Umzug von Chocolat Villars verzögert sich

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Feuer im Dach hatte es auf der Baustelle der Chocolat Villars an der Giessereistrasse 18 bereits im März. Gasflaschen, mit denen das Dach geteert werden sollte, waren explodiert. «Wir haben keine Verspätung auf der Baustelle, im Juni können wir die Gebäude beziehen», sagte Direktor Alexandre Sacerdoti damals gegenüber den FN.

Nun scheint der Umbau der ehemaligen Le-Parfait-Fabrik äusserlich zwar abgeschlossen, produziert wird aber immer noch nicht. Baucontainer stehen auf dem Gelände, im Eingangsbereich weist nichts auf Chocolat Villars hin.

Der Direktor kann auch heute nicht genau sagen, wann die neue Villars-Fabrik ihren Betrieb aufnimmt. Man habe zwar eine neue Mahlmaschine installiert und mache erste Tests damit, die alte Produktionsanlage könne aber wohl erst im kommenden Dezember oder Januar die 400 Meter der Giessereistrasse entlang gezügelt werden, so Sacerdoti.

Termin ungewiss

«Unbefriedigend ist, dass wir unseren Angestellten jetzt noch nicht sagen können, wann sie freinehmen müssen», so der Direktor. Weniger Sorgen bereitet ihm, dass der bestehende Mietvertrag für die Räumlichkeiten an der Giessereistrasse 2 nächstes Jahr ausläuft: «Wir können auf die Flexibilität und das Verständnis des Besitzers Villars Holding zählen, falls wir die Miete verlängern müssen.»

«Wir sind mit unseren Arbeiten im Plan», sagt Arnaud Landos, Baustellenverantwortlicher des Generalunternehmers Losinger Marazzi, und verweist für weitere Auskünfte auf den Bauherrn. «Die Verzögerungen haben mit der Installation der Maschinen zu tun, und das ist Sache von Villars.»

Sacerdoti widerspricht dem: «Es hat nicht mit uns zu tun.» Gemäss Sacerdoti beruft sich der Generalunternehmer darauf, dass die Pflichtenhefte nicht so genau seien. Beide Seiten legten sie anders aus. Für Sacerdoti liegen die Gründe für die Verzögerung in drei Bereichen: in der Verfügbarkeit von Räumlichkeiten, derjenigen von Sub-Unternehmen sowie dem Vorempfang und Empfang von Material und Maschinen.

«Wir gestalten nun die Planung um und überlegen uns einige Änderungen», sagt Alexandre Sacerdoti. Er erachtet diese allerdings nicht als dramatisch. «Sie haben keine Konsequenz für die Produktion unserer Schokolade. Anpassungen sind für eine Baustelle dieser Grösse normal.»

«Interessante Baustelle»

«Meinungsverschiedenheiten sind bei einer solchen Komplexität ziemlich normal», meint auch Architekt Erwin Delsing. Aber: «Hier sind sie verstärkt aufgetreten, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe.» Dennoch ist der Architekt optimistisch, dass die Arbeiten bald beendet werden können. «Es sieht wieder etwas besser aus, als auch schon», so Delsing. «Dieser Bau und das Umfeld hier ist spannend», sagt er. «Ich hätte gewünscht, der Generalunternehmer hätte etwas mehr Dampf gemacht, vor allem auf die Subakkordanten.» Gemäss des Architekten habe die generelle Überhitzung der Branche nicht gerade geholfen, dass der Bau vorankommt. Der Bauherr habe gespürt, dass die französische Bouygues-Gruppe, zu der Losinger gehört, ein World Player mit eigenen Regeln sei, so Delsing. Sichtbar wird dies für den Baustellen-Beobachter dadurch, dass viel französisches Personal auf der Baustelle beschäftigt wird.

Schweigen zu den Kosten

Allgemein führen Verzögerungen auf einer Baustelle zu Mehrkosten. Auch eine neue Maschine, die ungenutzt im neuen Gebäude auf ihren Einsatz wartet, kostet. Doch zu Fragen über Finanzielles will Alexandre Sacerdoti keine Auskunft geben. Selbst die Gesamtkosten des Neubaus hat die Firma nie kommuniziert.

Gemäss Handelsregistereintrag hat die als Bauherrin gegründete Firma SoFaVi ein Aktienkapital von 15,1 Millionen Franken. Mitzuberechnen sind allerdings der Kaufpreis für das Grundstück sowie die technische Einrichtung. Für Sacerdoti ist das Projekt jedenfalls eine schöne Investition, die das Vertrauen der französischen Bongrain-Gruppe, zu der Villars Maître Chocolatier gehört, in den Standort Freiburg unterstreicht.

Zahlen und Fakten

Mehr Platz für die Schokolade

Seit 108 Jahren produziert die Villars Maître Chocolatier SA im charakteristischen Backsteingebäude an der Giessereistrasse in Freiburg. Neben der Schokoladenfabrikation befinden sich im Gebäude auch ein Laden und ein Café, dazu wird Kaffee geröstet.

Die Schokoladenfabrikation hat in diesem Gebäude nicht mehr genügend Platz. Deshalb hat die Bongrain Gruppe, der Chocolat Villars seit 1995 gehört, die ehemalige Le-Parfait- und Dyna-Fabrik gekauft. Die bisherigen 8000 Quadratmeter dort reichen aber auch nicht; sie werden auf 14000 Quadratmeter vergrössert. Bauherrin der neuen Fabrik ist die Firma SoFaVi unter dem Präsidium von Jean-Noël Bongrain. Generalunternehmer für die Arbeiten ist Losinger Marazzi, Teil der Bouygues Gruppe mit weltweit über 130000 Mitarbeitern.uh

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