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Unanständig guter Ohrenschmaus

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Untertitel: Konzert der «Hellen Barden» in Überstorf

Autor: Von CHRISTINE CARON-WICKLI

«Eis, zwöi, ab is Heu…», so lautete der Lieblingsauftakt zu einem neuen Song der «Hellen Barden» Arlette und Anton. Da war das Lied von der Allergie gegen die marokkanische Kamelhaardecke. Von Rüedu, der total spinnt, weil er sozial ist. Von Urs aus dem Katzenstreichelkurs. Oder der Song vom verrückten Weihnachtsstern, der seine Mitbewohner terrorisiert und schliesslich kompostiert wird.

Seit letzten Freitag wissen zudem alle Konzertbesucher, dass das Lieblingstier der Band ein afghanischer Hirtenhund ist, der Lieblingsbuchstabe das A (zugleich Titel ihres ersten Albums) ist und Arlette am liebsten Rooibos-Tee trinkt. Die Lieder der «Hellen Barden» stechen zu wie die Hellebarde unserer Vorfahren.

Frech und liebevoll zugleich

Der Abend im Schloss Überstorf hielt viele Überraschungen bereit. Da war die Gutenachtgeschichte «Dr fluechendi Bäcker vo Gänggele», erzählt von Anton. Seine Sprache war virtuos, seine Bühnenpräsenz bestechend. Oder der Song «Dumm» – übrigens das Lieblingsstück der Band -, der nur mit der Pauke begleitet, auch für Gitarrenallergiker geeignet ist. Und das Lied «A», bei dem das Publikum unter der Leitung eines hoch motivierten Anton mitsang.

Das berndeutsche Power-Duo mit Anton und Arlette benutzt die Sprache als Werkzeug – frech, liebevoll, witzig, doppelbödig, schräg, abstrus und intelligent. Besungen wird kein Schlossgespenst, sondern der Spuk der schönen neuen Welt. Mit raffinierten Wortspielen halten sie dem Publikum einen wenig schmeichelhaften Spiegel vor die Augen.

Intelligenter Witz und Musiktalent

Die beiden strahlen vor intelligentem Witz, Erfindungsgeist und musikalischem Talent. Arlette Liechti Brüschweiler ist ausgebildete Rhythmikerin, ihr Mann Anton Brüschweiler diplomierter Jazzmusiker mit Bandvergangenheit (Pünktchen & Anton, Superanton).

Die Musik der beiden Berner Barden ist suchend, melodiös, auf die Texte zugeschnitten und gespickt mit Höhepunkten, so wenn Anton virtuos die Elektrogitarre quält oder Arlette ein Blockflötensolo zum Besten gibt. Die Hellen Barden sind in keiner Musikstilrichtung einzuordnen – einfach hellebardisch.

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