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Und dann hilft immer wieder Biel

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Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge kam das Heimspiel gegen Biel für Gottéron wie gelegen. Mit dem Dreier konnte man nicht nur seinen Platz über dem Strich fürs Erste behalten, sondern sich zugleich bis auf drei Zähler an die zuletzt stark nachlassenden Bieler heranschleichen. Gottéron war im Vergleich zum Vorabendspiel in Lausanne vor allem im Angriffsspiel nicht mehr wiederzuerkennen, so viele Torchancen und Spielanteile in einem Match hatte man in letzten Wochen kaum einmal mehr zu verzeichnen. Einzig der ungenügenden Chancenauswertung und dem starken Gästegoalie Jonas Hiller war es zu verdanken, dass die Berner bis am Schluss auf einen Punktgewinn hoffen durften.

Während bei Freiburg Charles Bertrand mit einem Tor und einem Assist neben Hüter Reto Berra zu den Matchwinnern gehörte, gingen bei den schwer enttäuschenden Bernern die vier eingesetzten Ausländer skorermässig leer aus. Das Game-Winning-Goal schoss Andrei Bykow schon in der 22. Minute zum zwischenzeitlichen 3:1, Doppeltorschütze Mike Künzle konnte dann kurze Zeit später nur noch verkürzen. Im zweiten Teil der spannenden, aber spielerisch bescheidenden Partie fielen dann trotz einiger guter Möglichkeiten keine Tore mehr, beidseitig war das Powerplay zwar schön anzuschauen, aber völlig ohne Effizienz.

Freiburg mit mehr offensiven Ideen

Captain Julien Sprunger, der auch an diesem Abend ohne Skorerpunkt blieb, sah den grössten Unterschied zu den beiden verlorenen Partien gegen Rapperswil und Lausanne im stark verbesserten Offensivspiel seiner Mannschaft: «In Lausanne spielten wir lange Zeit in taktischen Fesseln, gegen Biel gelang es uns nun wieder viel besser, schnell und zielstrebig nach vorne zu spielen. Die offensive Art der Bieler kommt uns entgegen, hingegen haben wir viel mehr Mühe gegen physisch starke Mannschaften, die einfach nur hinten hineinstehen».

Sein glücklicher Trainer Mark French hatte dann noch eine andere Erklärung, warum man in dieser Saison gegen die Seeländer so erfolgreich spielt: «Praktisch in jedem Match gegen Biel passiert irgendwie eine komische Szene, die uns entgegenkommt. Heute waren es sogar zwei; bei den Toren von Bertrand und Bykow war eben jene Prise Schlachtenglück dabei, die es braucht, um so enge Spiele zu gewinnen.» Beim ersten Tor des Franzosen prallte ein Weitschuss von Benjamin Chavaillaz von der Bande zurück auf die Schaufel der Nummer 8, der den Puck blitzschnell im Tor unterbrachte. Und bei Bykows vorentscheidenden 3:1 erwischte der kleine Center Jonas Hiller am näheren Pfosten mit einem Schuss über die Schulter hinweg. Es war übrigens das erste Tor des wieder genesenen Bykow seit einiger Zeit.

Gottéron mit einigen Umstellungen

Chancen, den Sack endgültig zuzumachen, hatten die Freiburger danach genügend, aber irgendwie fand der Puck den Weg in Gästetor nicht mehr. Das Powerplay sei eigentlich nicht schlecht gewesen; der Puck sei gut und schnell durch die eigenen Reihen gelaufen, aber irgendwie hätten Hiller und seine Vorderleute immer wieder ein Bein dazwischen gebracht, sagte Julien Sprunger in seiner Analyse, immerhin habe man bei den drei Unterzahlspielen diesmal kein Gegentor kassiert.

Trainer Mark French machte für dieses ausserordentlich wichtige Heimspiel aus verschiedenen Gründen einige Wechsel in seinem Team. Für den an der Schulter verletzten Marc Abplanalp kehrte vom Farmteam Ajoie wieder Dan Weisskopf ins siebenköpfige Abwehrteam zurück. Zur Freude von Keeper Reto Berra blockten die Verteidiger diesmal wieder viele Schüsse ab, was ihm die Arbeit im Tor stark vereinfacht habe. Sein Team sei diesmal viel ambitionierter und gradliniger aufgetreten als zuletzt und habe damit gezeigt, dass man mit den meisten Mannschaften der Liga durchaus mithalten könne.

Im Angriff nahm Andrew Miller den Platz des überzähligen Jacob Micflikier ein, was sich laut Coach French am nächsten Wochenende schon wieder ändern könne: «Immer wenn ich einen Spieler auf die Tribüne setze, kommt er im nächsten Spiel mit viel Speed aufs Eis und trifft dann auch meistens. Deshalb werde ich bis Saisonende jeweils etwas rotieren, das bringt Schwung ins Geschäft.» Einzig gesetzt ist bisher von den Söldnern Jonas Holos, der trotz der besten Plus/Minus-Statistik Ende Saison den Klub verlassen muss. Er hielt bei der Absenz von Philippe Furrer auch gegen Biel das Team 60 Minuten lang hinten zusammen. Auf seinen Nachfolger in der Saanestadt wartet jedenfalls viel Arbeit.

Im Sturmspiel begann diesmal Neueinkauf Samuel Walser nur als 13. Stürmer, wohl eine Strafmassnahme, weil der Ex-Davoser in Lausanne das 0:2 in der Schlussphase mit einem katastrophalen Fehlpass eingeleitet hatte. Der ehemalige Natispieler konnte sich dann im Spiel wie die meisten seiner Teamkumpel jedoch steigern und kam so zu seinen Einsatzminuten, meistens im Doppelspiel mit den Centern Flavio Schmutz und Laurent Meunier.

Biel fehlt der Biss

Bis vor wenigen Wochen schwebten die Bieler sportlich und finanziell auf Wolke sieben und träumten sogar von einem weiteren Titel oder zumindest einem Playoff-Final. Von dieser Form ist die Mannschaft von Coach Antti Törmänen im Moment weit entfernt. Der Abstand zum Playoff-Strich ist schon vor der Niederlage in Freiburg wie der Schnee im Frühling arg dahingeschmolzen. Im Seeländer Team fehlen ganz einfach weitere physisch starke Spieler wie der zweifache Doppeltorschütze Künzle. Mit «Kleinen» wie Kevin Fey, Jason Fuchs und Captain Ma­thieu Tschantré lässt sich im modernen Eishockey keinen Blumentopf mehr gewinnen. Für Fey und Künzle sind die Gründe für die Talfahrt ihrer Mannschaft schnell mal zur Hand: «In jedem Spiel geraten wir am Anfang gleich in Rückstand, und wenn wir gegen Ende der Partie nochmals herankommen, berauben wir uns mit unnötigen Strafen gleich selbst der Ausgleichschancen.» Dazu kommt, dass die Ausländer das Duell gegen Freiburgs Söldner verloren haben, was nur selten bei Gottéronspielen der Fall war.

Die Einheimischen liessen nach der Führung dem Gegner wohl immer wieder etwas viel Platz, aber so ganz richtig heiss wurde es vor dem guten Berra nur ganz selten. Vor den beiden Toren war Freiburg diesmal ganz einfach kaltschnäuziger und bissiger, gerade in dieser Sparte haben die Berner in den letzten Wochen stark nachgelassen.

Schlussspurt

Morgen Dienstag werden noch drei Nachtragsspiele ausgetragen, und dann geht es für fast ein halbes Dutzend Mannschaften in den sechs Spiele dauernden Schlussspurt um die Playoff-Plätze. Julien Sprunger und Reto Berra wollen sich im Moment nicht zu sehr mit der Tabelle beschäftigen, man habe das Erreichen der Playoffs immer noch in den eigenen Händen – was allerdings auch für die Bieler zutrifft. Der Strich wird wohl in dieser Saison sogar bei über 70  Punkten sein, also brauchen die Drachen noch mindestens drei Vollerfolge. Es bleibt zu hoffen, dass man in den verbleibenden Spielen das Niveau oben halten kann. Der Auftritt der Freiburger am Samstag war über weite Strecken ermutigend.

Telegramm

Gottéron – Biel 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)

St. Leonhard. – 6169 Zuschauer. – SR: Stricker/Salonen, Obwegeser/Kovacs. Tore: 11. Bertrand (Chavaillaz) 1:0. 18. (17:15) Künzle (Neuenschwander) 1:1. 18. (17:49) Marchon (Bertrand, Slater) 2:1. 22. Bykow (Mottet, Rossi) 3:1. 24. Künzle 3:2. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 5-mal 2 plus 10 Minuten (Riat) gegen Biel.

Freiburg-Gottéron: Berra; Schneeberger, Schilt; Holos, Chavaillaz; Marco Forrer, Stalder; Weisskopf; Bertrand, Slater, Marchon; Sprunger, Flavio Schmutz; Miller; Rossi, Bykow, Mottet; Vauclair, Meunier, Lhotak; Walser.
Biel: Hiller; Fey, Salmela; Kreis, Maurer; Moser, Forster; Sataric; Riat, Pouliot, Rajala; Brunner, Neuenschwander, Künzle; Hügli, Fuchs, Kärki; Pedretti, Tschantré, Lüthi; Julian Schmutz.

Bemerkungen: Gottéron ohne Micflikier (überzähliger Ausländer), S. Forrer (Farmteam Ajoie), Abplanalp und Furrer, Biel ohne Diem und Paupe (alle verletzt), sowie Earl (krank). – Pfostenschuss Riat (47.). – Biel von 59:17 bis 60:00 ohne Torhüter. – Torschüsse: 42:23.

Die FN-Besten: Berra und Künzle.

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