Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Unerklärliche Skepsis bei SP, SVP und FDP

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kürzlich haben die grossen Parteien SP, FDP und SVP in der Presse ihre Abneigung gegenüber einem gerechteren Wahlsystem bekannt gegeben. Der Staatsrat schlägt die Einführung der «Doppelter Pukelsheim» genannten Wahlmethode vor. Mit dieser Methode werden bei den Proporzwahlen für den Grossen Rat alle Stimmen berücksichtigt und jede Stimme hat dasselbe Gewicht.

Diese beiden Punkte sind mit dem heutigen Wahlsystem

«Hagenbach-Bischoff» nicht erfüllt. Nach der Aussage der SP lässt sich eine Änderung des Wahlsystems wegen den wenigen Wählern, deren Stimmen mit der heutigen Methode verloren gehen, nicht rechtfertigen. Diese Aussage erstaunt, wenn man bedenkt, dass bei den letzten Grossratswahlen fast 47 000 Wählerstimmen ganz einfach wertlos waren und nicht im Kantonsparlament vertreten sind. Insbesondere erstaunt diese Aussage von der SP daher, als diese bei den Nationalratswahlen mit Listen- und Unterlistenverbindungen versucht, diese wertlosen Stimmen möglichst zu reduzieren–und mit dieser Strategie Erfolg hat.

Die SVP lehnt die neue Wahlmethode ebenfalls ab und ist empört, «dass der erläuternde Bericht zur Vernehmlassung mit keinem Wort das gegenwärtige Wahlsystem erwähnt». Da sei doch den Vertretern der SVP empfohlen, noch mal einen Blick in den Bericht zu werfen: In Kapitel 3.8.3 ist die aktuelle Hagenbach-Bischoff-Methode erklärt, und dann folgen ganze sechs Seiten mit Vergleichen zwischen der aktuellen Hagenbach-Bischoff-Methode und der Methode des Doppelten Pukelsheim.

Wieso lehnen gerade diejenigen Parteien, welche sich sonst so volksnah geben, ein Wahlsystem ab, bei dem jede Stimme zählt und das gleiche Gewicht hat?

 

Mehr zum Thema