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Unerwarteter Alleingang zur Fusion

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Autor: Carolin Foehr

Sie haben es wirklich getan. Gestern haben die politischen Vertreter der Gemeinden Givisiez, Granges-Paccot, Corminboeuf und Chésopelloz ihr Fusionsprojekt vorgestellt. Die künftige Gemeinde steckt noch in den Kinderschuhen, nicht einmal einen Namen hat sie. Doch geht es nach den Syndics, soll sie bereits 2014 bis 2015 das Licht der Welt erblicken.

Die vier Gemeinden setzen damit auf eine Fusion im Raum Grossfreiburg über mehrere Etappen – dabei hatte das Projekt «Fusion 2016» eine einzige Fusion zu sechst vorgesehen. Eine Fusion mit den anderen Gemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne und Marly sei denn auch nach wie vor das höchste Ziel.

Nicht als «Sabotage-Akt», sondern als «Herausforderung an die anderen Gemeinden» beschrieb René Schneuwly, Syndic von Granges-Paccot, das neue Fusionsprojekt. «Die Bevölkerung wird so in zwei Schritten an eine Grossfusion herangebracht, Ängste können abgebaut werden. Damit geben wir dem Projekt «Fusion 2016» eine reale Chance», meinte er.

Keine leeren Worte mehr

Man müsse sich klar sein, dass der Termin 2016 für ein solch komplexes Unterfangen wie die Fusion von sechs Gemeinden nicht realistisch sei, so der Syndic von Granges-Paccot weiter. Die Verhandlungen mit Freiburg, Villars-sur-Glâne und Marly würden aber weitergeführt, versicherten die Gemeinderäte. Man sei gespannt, welches nun deren Vorschläge sein werden. «Wir haben heute konkret gezeigt, wie eine Fusion aussehen kann», so Schneuwly. Wenn es ernsthafte Bestrebungen für ein starkes Zentrum rund um die Stadt Freiburg gebe, dann erwarte er auch konkrete Initiativen anstatt leere Worte.

Grössere Schlagkraft

Die angestrebte Fusion soll die Wirtschaft und das Bevölkerungswachstum in den Gemeinden fördern. Wichtig sei auch, so Albert Lambelet, Syndic von Corminboeuf, dass die neue Gemeinde innerhalb der Agglo eine Hauptrolle übernehmen könne. Zudem werden in Bereichen wie zum Beispiel Bildung, Kinder- und Altersbetreuung das Angebot ausgebaut oder die Kosten verringert. Ein eigenes Schulprojekt, das vor zwei Jahren initiiert worden war, werde durch die Zusammenarbeit möglich, so Michel Ramuz, Syndic von Givisiez.

Dass der Fusionswille auch durch die günstigen Steuersätze in den vier Gemeinden beeinflusst worden sei, wollten die Syndics nicht bestätigen. «Mit dem neuen Finanzausgleich nähern wir uns sowieso einem ähnlichen Niveau», so etwa Christian Vorlet, Syndic von Chésopelloz.

Klares Zeichen vor Wahlen

In den vergangenen 15 Jahren kam es bereits zwei Mal zu Fusionsgesprächen zwischen den Gemeinden. Besonders Corminboeuf und Chésopelloz haben ihre Zusammenarbeit kontinuierlich verstärkt. «Ausschlaggebend war im November der Bericht des Experten Jean-Claude Perret-Gentil, der eine Fusion über mehrere Etappen für möglich hielt», bestätigte Albert Lambelet (siehe unten rechts). Die Entscheidung sei innerhalb von vier Wochen gefallen.

«Wir wollen vor den Wahlen 2011 ein Zeichen setzen», sagte Vorlet. Dies sei auch ein Anreiz für heutige Gemeinderäte, eine weitere Amtszeit anzuhängen. Verlot weiss, wovon er spricht: Die Mehrheit seiner Regierungskollegen wolle nicht nochmals kandidieren, er selbst habe ans Aufhören gedacht. «Aber nun werde ich es mir wohl überlegen.»

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