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«Unglaubliche Dinger verhauen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: MAtthias Fasel

Am 31. Oktober (2:0 in Genf) hat Gottéron letztmals ein Auswärtsspiel gewonnen. Seither gab es acht Niederlagen in Folge. Zuhause hingegen hat Freiburg die letzten sechs Spiele gewonnen. Wie ist das möglich?

Das ist wirklich schwierig zu verstehen. Für einen Spieler ist es im Prinzip kein grosser Unterschied. Dass ein Spiel auswärts stattfindet, darf deshalb niemals eine Ausrede sein. Zu Beginn der Saison haben wir auswärts gut gespielt. Zuletzt war das nicht mehr so. Das müssen wir sofort ändern. Wer die Tabelle anschaut, dem wird schnell klar, dass wir in den Playoffs mindestens ein Auswärtsspiel gewinnen müssen, um über die Viertelfinals hinauszukommen.

Vielleicht ist es heute im totenstillen und dadurch fast schon neutralen Hallenstadion eine gute Gelegenheit, die Auswärtsmisere zu beenden.

Das hat etwas. Im Hallenstadion ist es sozusagen für beide Teams jeweils ein Auswärtsspiel.

Im Rennen um Rang sechs spürt Freiburg Servette und die ZSC Lions im Nacken. Man kann sich vorstellen, dass es für Gottéron wichtig ist, den Rang zu verteidigen und so im Viertelfinal Kloten und Davos aus dem Weg zu gehen.

Denn Kloten und Davos sind die beiden dominierenden Teams. Und klar, wenn wir nicht gleich in der ersten Runde auf sie treffen, dann umso besser. Und wenn doch, dann wäre das kein Weltuntergang. Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir immer bereit sind, wenn die Playoffs beginnen.

Mit 56 Punkten steht Freiburg sechs Runden vor Schluss auf Rang sechs und somit im Niemandsland der Tabelle. Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf Ihrer ersten Saison als Captain?

Ja und nein. Wir haben einen super Start hingelegt. Zu Beginn der Saison gab es wirklich nichts auszusetzen. Aber einmal mehr sind wir später in ein Loch gefallen. Schade, dass wir es erneut nicht geschafft haben, mehr Konstanz reinzubringen. Das ist seit Jahren unser Problem.

Einen Grund dafür sah Sandy Jeannin kürzlich in einem Interview mit der «La Liberté» darin, dass in Freiburg teilweise der absolute Wille fehle, sich zu verbessern, weil man sich zu schnell zufriedengebe. Teilen Sie diese Meinung?

Am Anfang habe ich wirklich gedacht, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Leider sind wir aber nun tatsächlich wieder auf dem Niveau der letzten Jahre angekommen. Es ist klar, dass wir alle daran arbeiten müssen, uns persönlich zu verbessern, um einen Schritt nach vorne zu machen.

Jeannin glaubte ja eben gerade, dass dazu der letzte Wille fehlt.

Nun, jeder hat seine persönliche Meinung. Aber es ist schön möglich, dass man sich in Freiburg etwas gar sehr mit der Playoff-Qualifikation zufriedengibt. Der Grund dafür liegt vielleicht darin, dass das seit Jahren halt immer das Ziel gewesen war. Doch die Situation hat sich geändert. Die Zuschauer wollen mehr, die Sponsoren wollen mehr … und auch die Spieler. Vielleicht spürt man das manchmal zu wenig. Es muss auf jeden Fall allen darum gehen, um den Titel mitzuspielen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass bei jemandem der letzte Ehrgeiz fehlt, Sie beispielsweise einen Teamkameraden nach einer Niederlage herumscherzen sehen, sind Sie dann ein Captain, der sich diesen Spieler auch einmal zur Brust nimmt?

Ehrlich gesagt kommt so etwas bei uns nicht vor. In unserer schwachen Phase habe ich zusammen mit den erfahrenen Spielern Sandy Jeannin, Benjamin Plüss und Shawn Heins das Gespräch mit der Mannschaft gesucht und versucht, das Team aufzubauen. Aber ansonsten ist jeder alt genug, um zu wissen, was er zu tun hat.

Wie sind Sie mit Ihrer persönlichen Leistung in dieser Saison zufrieden?

Ich bin nicht vollends unzufrieden. Aber ich möchte dem Team ein bisschen mehr helfen. Merkwürdigerweise bin ich in dieser Saison mehr der Vorbereiter als der Torschütze. Ich bin sicher nicht bei hundert Prozent meiner Leistungsfähigkeit angelangt. Ich sollte und möchte mehr Tore schiessen. Schliesslich sind auch die Erwartungen an mich gestiegen.

Sie haben es angetönt: Sie haben erst neun Tore erzielt, dafür bereits 21 Assists gegeben. Davon profitierte auch Ihr Sturmpartner Benjamin Plüss, der bereits 15 Tore erzielt hat. Hat diese Linie Ihr Spiel verändert?

Man kennt uns mittlerweile. Es ist deshalb möglich, dass wir mehr unter Beobachtung der Gegner stehen und so unser Spiel leicht angepasst haben. Aber dass ich nicht so oft getroffen habe, hat eher mit dem Kopf zu tun. Es gab eine Zeit, da habe ich zehn Spiele lang nicht getroffen. Das ist ein Fünftel der Meisterschaft, also sehr viel. Da fängt man an zu zweifeln, und das ist alles andere als hilfreich. Auch deshalb habe ich in dieser Saison schon unglaubliche Dinger verhauen.

Sie verstehen sich auf und auch neben dem Eis gut mit Andrei Bykow, dessen Vertrag Ende Saison ausläuft. Sprechen Sie gemeinsam über das Thema Verträgsverlängerung?

Wir haben ein bisschen darüber gesprochen, und er hat mir gesagt, dass er noch mit keinem anderen Team gesprochen hat. Ich hoffe natürlich zu 200 Prozent, dass er bleibt, aber letztlich ist es seine Entscheidung. Dass er sich Zeit lässt und vielleicht auch zweifelt, kann ich verstehen. Es ist immer ein Abwägen von Vor- und Nachteilen. Mir ist es letzte Saison genau gleich ergangen.

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