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Uni weitet interdisziplinäres Angebot aus

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Rund 10 500 Studierende haben gestern das neue Studienjahr an der Universität Freiburg in Angriff genommen. «Seit dem Jahr 2012 bewegt sich die Zahl der Studierenden konstant über 10 000», sagte Rektorin Astrid Epiney an einer Medienorientierung. Die auf den jetzigen Zeitpunkt in Kraft tretende Erhöhung der Studiengebühren habe auf die Einschreibezahlen keinen Einfluss gehabt, so Epiney. «Viele neue Studierende wussten gar nichts davon.»

Als neues Angebot im Studienjahr 2018/19 hat die Rektorin einen Lehrstuhl in Umweltgeisteswissenschaften hervorgehoben. Die Universität wolle gesellschaftlichen Herausforderungen von morgen mit fächerübergreifender Zusammenarbeit begegnen.

Der Klimawandel als Beispiel

Die Uni führt schon seit zehn Jahren ein Ethikprogramm, nun gibt es den neuen interdisziplinären Schwerpunkt in Umweltgeisteswissenschaften. Während die Thematik der Umwelt fast überall im Bereich der Naturwissenschaften angesiedelt ist, sollen in Freiburg nun auch Umweltethik, -recht, -geografie und -politik sowie politische Ökologie und Ressourcenmanagement behandelt werden.

Olivier Graefe, Professor am Departement für Geowissenschaften, beschrieb die Herausforderung wie folgt: «Naturwissenschaften versuchen, die Hintergründe des Klimawandels zu erforschen. Aber dieses Wissen alleine reicht nicht dazu aus, dass auch konsequent gehandelt wird. Wir stellen uns die Frage: Wie können wir das Wissen umsetzen, um Umweltprobleme zu lösen?»

Als Novum in der Schweiz hat deshalb die Uni Freiburg vorerst eine Assistenzprofessur geschaffen. Diese wird in Zukunft durch Ivo Wallimann-Helmer besetzt, der von Haus auf Ethiker ist. Er schloss eine Entwicklung zu einem Bachelor oder gar Master nicht aus. «Wir versprechen uns sehr viel davon», sagte Astrid Epiney. Die Finanzierung sei vorerst durch den Hochschulrat gesichert. Zudem macht die Kollekte der Schweizer Katholiken am Hochschulsonntag die Erweiterung dieses Lehr- und Forschungsangebots möglich.

Gemäss Epiney ist in verschiedenen Studiengängen ein steigendes Interesse der Studierenden an interdisziplinären Inhalten auszumachen. In eine ähnliche Richtung geht auch das neue Programm «Interreligiöse Studien» der Theologischen Fakultät. Im Vergleich zum Vorgängerprogramm «Studium des Christentums und der Religionen» gewährt es nicht-christlichen Theologien deutlich mehr Platz.

Medizinmaster im Plan

Die gestrige Medienkonferenz fand in einem soeben eingeweihten Pavillon am Museumsweg statt. Dieser beherbergt das dritte Studienjahr des Bachelors in Medizin und enthält zahlreiche Labors. In einem Jahr ist gemäss Epiney der Master in Humanmedizin startbereit. Der Aufbau des Programms verlaufe nach Plan, so die Rektorin. «Vom Studienplan gibt es einen ersten Entwurf. Dieser ist sehr attraktiv und originell», sagte sie. Man habe eine Umfrage unter Zweitjahr-Studenten in Medizin durchgeführt, und das Echo bezüglich des Masters sei sehr gross. «Die 40 Studienplätze werden von Beginn weg voll belegt sein.»

Zentrales Rahmenabkommen

Die Universität versucht insbesondere im Bereich der Forschung, immer mehr Drittmittel aufzutreiben. Gemäss Epiney betragen diese zwischen 60 und 80 Millionen Franken im Jahr. Dabei handle es sich in der Hauptsache um Forschungsfonds, oft auch aus europäischen Programmen. Hinzu kommen jährlich rund 10  Millionen Franken aus privaten Fonds, etwa Stiftungen mit öffentlichem Interesse.

Astrid Epiney erwähnte an der Medienkonferenz, wie wichtig ein Rahmenabkommen mit der EU für den Forschungs- und Innovations­standort Schweiz und auch für die Universität Freiburg wäre. Derzeit konkurrierten Mitarbeitende ihrer Uni mit den besten Forschern Europas. Zahlreiche Forschungsgelder erlange die Universität durch das europäische Programm «Horizon 2020». Dieses ende aber 2020 und werde durch «Horizon Europe» abgelöst. «Die Schweiz muss dann wieder neu assoziiert werden. Ohne das Rahmenabkommen ist die Gefahr aber gross, dass die EU Nein sagt», so die Rektorin. Für ausländische Professoren sei ein EU-Programm ein wichtiges Kriterium, ob sie nach Freiburg kommen oder nicht.

«Explora»

Die Universität öffnet am Samstag ihre Türen

Zum Glück ist Rektorin Astrid Epiney als starke Läuferin bekannt. So kann sie am Samstagmorgen um 10  Uhr beim Volkslauf «Unirun» starten, zehn Kilometer vorbei an Sehenswürdigkeiten der Kantonshauptstadt rennen und rechtzeitig um 12  Uhr zur Eröffnungsfeier für den Tag der offenen Tür zurück sein. Zum zweiten Mal lädt die Universität unter dem Namen «Explora» die Bevölkerung ein, die Hochschule zu entdecken. Das Zentrum des Anlasses mit der Hauptbühne wird sich dieses Mal am Standort Pérolles befinden, vor dem Gebäude der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Im Botanischen Garten steht eine zweite, kleine Bühne. Wie Epiney sagte, soll sich an diesem Anlass die über die Stadt verstreute Uni-Gemeinschaft vereinen, mit der Bevölkerung in Kontakt treten, und die neuen Studierenden könnten mit ihren Angehörigen das neue Umfeld entdecken. Auf dem Programm stehen rund 80 Aktivitäten. Ateliers, Vorträge, Spiel, Sport, Konzerte und Führungen sind von 13 bis 18  Uhr im Programm. Danach gibt es bis 2  Uhr morgens ein Sommerfest mit Livemusik.

uh

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