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Unia droht bereits mit weiteren Streiks

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Gewerkschaften wollen Druck auf Baumeister erhöhen

BERN. Falls die Verhandlungsrunde am 5. November zu keinem Ergebnis führe, lägen bereits Pläne für weitere Kampfmassnahmen bereit, sagte der Leiter Sektor Bau der Unia, Hansueli Scheidegger, am Montag vor der Medien in Bern.Die Streikkassen seien dank jahrelanger Äufnung voll, erklärte Scheidegger weiter. Mit den Streiks soll der Druck auf die Baumeister erhöht werden, damit diese bei den Verhandlungen für einen neuen LMV Zugeständnisse machen. Umstritten ist vor allem die Forderung der Arbeitgeber nach einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Ausserdem befürchten die Bauarbeiter bei einem fehlenden LMV Lohndumping.

Freiwilliger Streik oder Blockade?

Auf dem Bahnhofplatz in Bern standen die Baumaschinen still. Laut dem Leiter der Grossbaustelle entspricht der Streik jedoch nicht dem Willen einer Mehrheit von Bauarbeitern. 70 Prozent hätten sich gegen einen Streik ausgesprochen. Sie seien am Morgen von der Gewerkschaft am Arbeiten gehindert worden.Die Unia verweist demgegenüber auf eine geheime Abstimmung auf allen Baustellen der Stadt und der Region Bern, welche eine 90-prozentige Streikbereitschaft ergeben habe. Mit einer Kundgebung und einem Marsch durch die Berner Innenstadt demonstrierten rund 500 Bauarbeiter, Gewerkschafter und Sympathisanten gegen den vertragslosen Zustand.Gegen 400 streikende Bauarbeiter hatten sich gegen Mittag in der Stadt Neuenburg zu einer Streikversammlung zusammengefunden. 50 Baustellen waren laut der Unia betroffen. In Genf besetzten 4000 bis 5000 Bauarbeiter ab 11 Uhr die Mont-Blanc-Brücke und blockierten so den Genfer Stadtverkehr. Während die Unia laut Gewerkschaftssekretär Aldo Ferrari von der starken Mobilisierung überrascht ist, zeigten sich die Baumeister wenig beeindruckt. sda

Interview auf Seite 17

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