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Unia fordert Verzicht auf den Sonntagsverkauf an Heiligabend

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Dieses Jahr fällt Heiligabend auf einen Sonntag. Deshalb fordert die Gewerkschaft Unia, auf den Sonntagsverkauf zu verzichten. Man sei grundsätzlich kritisch gegenüber der Sonntagsarbeit, begründete Sprecherin Leena Schmitter die Forderung. Hinzu komme, dass das Verkaufspersonal gerade in der Weihnachtszeit unter einem «unglaublichen Druck» stehe. Viele Angestellten im Detailhandel müssten bereits an Sonntagen vor und nach den Weihnachtsfeiertagen arbeiten, so Schmitter. Kantone dürften nämlich vier Mal jährlich einen Sonntagsverkauf bewilligen. Teilweise existierten auch kommunale Regelungen, die Ausnahmen vom Sonntagsarbeitsverbot erlaubten. Interessierte Ladengeschäfte müssen dafür ein Gesuch stellen.

Zeit für die Familie

Der 24. Dezember sei zudem ein «spezieller Tag», an dem man es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen sollte, Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Für die Gewerkschaft steht laut der Sprecherin nicht die religiös-christliche Bedeutung von Heiligabend im Zentrum, «obschon diese für viele Menschen in der Schweiz wichtig ist». Leena Schmitter: «Wir setzen uns vor allem dafür ein, dass die Menschen ihr Sozialleben pflegen können.»

Auf die Frage, ob Unia eine generelle Schliessung der Geschäfte am 24. Dezember, unabhängig vom Wochentag, befürworten würde, antwortete Schmitter: «Nein. Für die Unia steht die Verteidigung der Sonntagsruhe im Vordergrund.» Heiligabend habe eben nicht für alle Menschen eine religiöse Bedeutung. «Der 24.  Dezember ist zwar für viele eine wichtige Zeit für das Familien- und das Sozialleben, aber es stellen sich nicht nur religiöse Fragen, sondern zum Beispiel auch solche nach der Organisation der Kinderbetreuung, weil Schulferien sind.» Die Discounter Lidl und Aldi haben entschieden, dieses Jahr ihre Filialen am 24. Dezember nicht zu öffnen.

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