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Uniform drückt Einklang und Harmonie aus

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Uniform drückt Einklang und Harmonie aus

Die Musikgesellschaft Alphorn Plaffeien tritt neu in einer Uniform in frischem Grün auf

Die zahlreichen Jungmusikantinnen und -musikanten in den Reihen der Musikgesellschaft Plaffeien waren einer der Gründe für die Anschaffung einer neuen Uniform. Das Grün der neuen Uniform zeigt nun auch gegen aussen, dass das über 200-jährige Korps einen neuen Frühling erlebt.

Von ANTON JUNGO

Die Musikgesellschaft Alphorn Plaffeien zählt zurzeit 68 Mitglieder – darunter sehr viele Jungmusikanten. Dies hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr neue Uniformen nachgeschneidert werden mussten. Nicht nur das Lager an Reservestoff ist ausgegangen, die Schneiderarbeiten gingen auch ins gute Tuch. Insgesamt 63 000 Franken hat die Gesellschaft gemäss Edy Baeriswyl, der gestern durch den Festanlass der Uniformenweihe führte, seit der Anschaffung der letzten Uniform 1978 für das Nachschneidern ausgegeben.

Vor allem auch
eine Frage der Finanzen

Schon vor gut zwei Jahren hat die Musikgesellschaft deshalb ein siebenköpfiges Komitee mit der Auswahl und der Anschaffung einer neuen Uniform bestimmt. Wie die beiden Komiteemitglieder Angela Süess und Isabelle Progin ausführten, wurden nicht weniger als 30 Sitzungen abgehalten. Sehr schnell sei klar geworden, dass nicht die Auswahl das Problem sein werde, sondern die Finanzierung des Unternehmens – immerhin ein Kostenpunkt von rund 140 000 Franken.

Demokratischer Entscheid

Vier Uniformen-Firmen konnten ihre Modelle präsentieren. Die Wahl fiel schliesslich auf das Atelier Büttiker im luzernischen Pfaffnau. Das Atelier legte dem Komitee eine Kollektion von 250 Uniformmodellen in 60 Farbtönen vor. Der Entscheid für das Grün war in einem demokratischen Entscheid, in welchen das ganze Korps miteinbezogen wurde, gefallen. Zusammen mit dem Komitee hat das Atelier dann die Plaffeiener Uniform kreiert.

Erstaunlich, dass über die neue Uniform nichts nach aussen gedrungen war. Die Überraschung jedenfalls – als das Korps zur Weihe der Uniformen aufmarschierte – war perfekt. Dem perplexen Staunen über den ungewohnten Farbton folgte freundlicher Applaus. Ähnlich muss der Überraschungseffekt 1978 gewesen sein, als die Musikgesellschaft erstmals in ihrer knallroten Uniform aufmarschiert war. Wie Angela Süess und Isabelle Progin betonten, wurde bewusst ein Überraschungseffekt gesucht. Die neue Uniform der Plaffeier jedenfalls ist einzigartig in der Region.

Markus Büttiker, Geschäftsführer des Uniformen-Ateliers, hatte es sich nicht nehmen lassen, beim offiziellen Festanlass das Kleid selbst vorzustellen, und er hielt weitere Überraschungen bereit. Zum grünen Kittel wird eine schwarze Hose, versehen mit einem feinen grünroten Streifen, getragen. Den besonderen Effekt erhält das Grün durch die Musterung des Stoffs. Das Schwarz tritt seinerseits am Kittel – in den Armzwickeln und am Kragen – wie auch an der Mütze zum Vorschein. Die Uniform des Dirigenten hat den gleichen Schnitt, doch ist sie in Schwarz gehalten mit einzelnen grünen Elementen.

Ein Kleid mit vielen
Überraschungseffekten

Unter dem grünen Kittel – dies die erste Überraschung – tragen die Musikanten ein knallrotes Gilet – eine Erinnerung an die alte Uniform. Wenn sie zur Tenueerleichterung die Krawatte ausziehen, wenden sie gleichzeitig auch das Gilet und es erscheint wieder das gewohnte Grün – dies die zweite Überraschung an dieser polyvalenten Kleidung. Überrascht war Markus Büttiker aber auch, als er gestern erstmals die alte Vereinsfahne der Musikgesellschaft aus dem Jahre 1903 sah – auch diese trägt die gleichen Grün- und Rottöne. Er hofft, dass die Musikanten auch ihren alten Kameradschaftsgeist in der neuen Uniform mittragen.

Das Ganze im Auge behalten

Von Harmonie und Kameradschaft war auch in den verschiedenen Grussadressen immer wieder die Rede. Pfarrer Niklaus Kessler erinnerte bei der Segnung der Uniform daran, dass jeder Musikant zwar seine Stimme spiele. Er achte aber immer auch auf das Ganze, damit Harmonie entstehe. Wenn Einklang und Harmonie gelingt, dann töne Musik schön und erhaben. Das komme auch in der Uniform zum Ausdruck.

Der stete und grosse Nachwuchs hat verhindert, dass weiterhin neue Uniformen nachgeschneidert werden konnten. Darin sieht Danielle Julmy, Frau Ammann von Zumholz, die die Grüsse der drei Gemeinden Zumholz, Oberschrot und Plaffeien überbrachte, ein positives Zeichen. Sie dankte der Musikgesellschaft für ihre aktive Jugendförderung und -arbeit. In einer Zeit, die von Individualismus geprägt sei, lernten die Jugendlichen aber auch Kameradschaft und Teamgeist.

Für Hermann Hayoz, Pfarreipräsident von Plaffeien, ist ein kirchliches Fest ohne Musikgesellschaft nicht denkbar. Er freut sich auf ihre zukünftigen Auftritte in der eleganten und topmodernen Uniform. Marianne Portmann, Präsidentin der Musikgesellschaft Bösingen, dankte für die Einladung, die Patenschaft bei der Uniformenweihe übernehmen und den Anlass musikalisch umrahmen zu dürfen.

Zeichen der Wertschätzung
und Hochachtung

Bernhard Fontana, Präsident des Musikverbandes des Sensebezirks, meinte, er habe seinen Augen fast nicht getraut, als er im Festführer gelesen habe, wie grosszügig die Bevölkerung die Musikgesellschaft Plaffeien unterstütze – ja fast verwöhne. Doch das komme nicht von ungefähr, es sei vielmehr Zeichen der Wertschätzung und Hochachtung.

Ruedi Vonlanthen, Präsident des Grossen Rates, ist überzeugt, dass einer Gemeinde ohne Musik, die Wärme und Herzlichkeit fehlen würde. Er würde sich wünschen, dass auch in der Politik die Töne vermehrt aufeinander abgestimmt würden, damit Harmonie entsteht.

In einer Zeit, die vor Freizeit-Angeboten aller Art überquelle, sei es nicht selbstverständlich, dass es so viele Musikgesellschaften, Chöre, Jodlerclubs usw. gebe, deren Ziel es sei, nicht nur sich selbst, sondern mit ihrer Musik vor allem auch den andern Freude zu bereiten, betonte Noch-Staatsrat und Ständerat Urs Schwaller. «Für mich ist es eine grossartige Sache und auch eine Beruhigung zu wissen, dass Egoisten und Selbstverwirklicher in unserem Land noch nicht in der Mehrzahl sind», meinte er.

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