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Unnötige Angstmacherei

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Als ich am Mittwochmorgen von diesem Fischereiverbot in der Saane und dem Schiffenensee gehört habe (FN vom 30. August 2007), dachte ich das wäre ein dummer Scherz. Doch leider ist dem nicht so! Meiner Ansicht nach hat da die zuständige Verwaltung einmal mehr aus einem Übel ein Drama erster Güte gemacht. Die Situation, wie ich sie aus der Aussage des Kantonsarztes am Radio gehört habe, ist weder dramatisch noch gefährlich! Denn das in den Forellen gefundene Material ist PCB oder Poly Chlorierte Biphenyle, das dem Dioxin ähnlich ist, aber bei weitem noch kein Dioxin ist. Da hat man wieder einmal die Worte gewählt, die den Menschen am meisten Angst machen, halt eben Dioxin. Da kommt unweigerlich für viele der Gedanke an das italienische Seveso und an Vorfälle in Indien.Nun zur Situation der Forellenfischerei im gesperrten Teil der Saane und im Schiffenensee. Vor 20 Jahren musste von einem versierten Fischer im Schnitt eine Stunde gefischt werden, um eine Forelle aus der Saane zu fangen. In diesem Jahr ist der Durchschnitt gemäss eigener Erfahrung und durch Umfragen bei anderen Fischern auf sage und schreibe viereinhalb Stunden gestiegen. Am und im Schiffenensee ist es noch schlimmer, da beträgt der Durchschnitt, um einen Hecht oder Zander zu fangen sagenhafte sieben Stunden. Dasheisst, dass Fischer und Fischerinnen, die viel an die jetzt gesperrten Wasser zum Fischen gingen, in diesem Jahr zwischen null und 20 Fische fischten. Wo da die gesundheitlichen Risiken zu finden sind, ist mir schleierhaft.Natürlich bin ich der Erste, der zu allen Mitteln greifen würde, wenn eine echte gesundheitliche Gefährdung für die betroffenen Menschen bestehen würde, denn die Gesundheit ist und bleibt das grösste Gut der Menschen. Im vorliegenden Fall aber hat die zuständige Verwaltung überreagiert, aus was für Gründen auch immer. Da die Verwaltung die Gefahr seit Längerem kennt, hätte ich schon lange eine entsprechende Information an die Bevölkerung erwartet und den Fischern wäre die Abgabe einer entsprechenden schriftlichen Warnung beim Kauf des Patentes angebracht gewesen.Was die Verwaltung mit dem Segen des Staatsrates jetzt gemacht hat, ist eine Ohrfeige für alle Fischerinnen und Fischer, die immerhin mit allen Gebühren und Depotgeldern ein sehr teures Patent gekauft haben. Nun hoffe ich, dass auch die Politikerinnen und Politiker auf diese schamlose Behandlung vieler Bürger/-innen entsprechend reagieren werden. Eduard Clément, Düdingen

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