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«Unser oberstes Ziel ist es, die Leute möglichst rasch wieder in die Arbeitswelt einzugliedern»

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Autor: Imelda ruffieux

«Je früher eine arbeitslose Person in ein Beschäftigungsprogramm kommt, umso besser geht es ihr psychisch und umso fähiger ist sie, sich wieder in die Arbeitswelt einzugliedern», ist Albert Studer, Geschäftsleiter des Vereins für aktive Arbeitsmarktmassnahmen (VAM), überzeugt.

Derzeit verfügt der VAM über 89 Plätze im Jahresprogramm und verzeichnet jährlich bis zu 480 Zuweisungen durch die Regionalen Arbeitsvermittlungen. Die Teams sind bunt gemischt: vom 18-jährigen Lehrabgänger bis zum 65 Jahre alten Mann – Schweizer, Ausländer, Männer, Frauen. «Es kann jeden treffen.

Ohne eigenes Verschulden

Die junge Frau ohne Ausbildung oder den 50-jährigen Informatiker», sagt Albert Studer. Manche hätten sicher bessere Chancen, wieder einen Job zu finden, während für andere die Möglichkeiten sehr begrenzt seien. «Es gibt sicher Arbeitslose, die keine Lust haben, zu arbeiten. Sie sind aber die Ausnahme. Die Mehrheit ist anders», hält er fest. Die meisten hätten ohne eigenes Verschulden die Arbeit verloren.

Im VAM erhalten sie eine Tagesstruktur und verlernen es so nicht, zu arbeiten. Wie der Name sagt, legt man das Schwergewicht im Beschäftigungsprogramm auf die Beschäftigung und weniger auf die Betreuung der arbeitslosen Personen. «Wir sind bewusst auf den Arbeitsmarkt ausgelegt, das heisst, wir schauen auf Pünktlichkeit, auf die Qualität der Leistung und dergleichen. Unsere Aufgabe ist es nicht, die Leute psychologisch zu betreuen», hält Studer fest.

Während des Programms lernen die Teilnehmenden in einer Bewerbungswerkstatt einen Lebenslauf und Bewerbungen zu schreiben. Am Ende der Massnahme erhalten sie eine Arbeitsbestätigung oder ein Arbeitszeugnis.

Unter Druck

Je früher jemand wieder beschäftigt sei, umso geringer sei das Risiko, dass er wegen der Arbeitslosigkeit krank werde, hält Studer fest. Er ist sich des gewaltigen Drucks bewusst, dem die Arbeitslosen ausgesetzt sind: «Sie setzen sich selber unter Druck und bekommen auch von den Behörden die Botschaft, dass sie mit fortschreitender Arbeitslosigkeit immer mehr zur Belastung werden.» Dadurch verliere der Mensch an Selbstwertgefühl und an Lebensinhalt.

Kritik am System

Hier lässt Grossrat Albert Studer Kritik am heutigen System laut werden. «Das System geht von Profiteuren aus, weshalb alle bestraft und unter Druck gesetzt werden», hält er fest. Er weist darauf hin, wie illusorisch es zum Beispiel ist, für einen knapp 60-jährigen Arbeitslosen noch eine Eingliederung zu erreichen. «Was, wenn die 520 Tage Arbeitslosengeld überschritten sind?», fragt er. Besser und langfristig kostengünstiger wäre ein flexibles AHV-Alter.

Albert Studer ist auch der Meinung, dass Arbeitslosenkasse, Invalidenversicherung und Sozialdienste viel stärker zusammenarbeiten müssten. Das würde es dem Antragsteller für Unterstützung auch ersparen, dass er dreimal den gleichen Kreislauf an Abklärungen durchlaufen muss. «Es ist schliesslich alles Steuergeld. Man sollte das Ganze globaler anschauen», fordert er.

Der VAM-Geschäftsleiter stellt sich auch die Frage, ob es in gewissen Fällen nicht sinnvoller ist, langfristige Beschäftigungsprogramme zu starten. «Wenn es möglich ist, sollte man versuchen, die Leute wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. Wo es nicht möglich ist, hätte der Betreffende wenigstens einen Job», erklärt Albert Studer das Prinzip «Kein Geld ohne Gegenleistung».

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