Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Unsichere Konjunkturaussichten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Unsichere Konjunkturaussichten

Widersprüchliche Wirtschaftsindikatoren für den Kanton Freiburg

Die konjunkturelle Lage der Freiburger Wirtschaft verschlechtert sich weiter, während die Indikatoren für die Westschweiz insgesamt eine leichte Verbesserung prognostizieren. Diese Meinung vertritt die Konjunkturforschungsstelle Créa Lausanne. Bak Basel Economics gehen hingegegen für 2003 von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts aus.

Von WALTER BUCHS

Das Institut für angewandte Makroökonomie der Universität Lausanne Créa hat soeben den Konjunkturbarometer bis zum zweiten Trimester 2003 für die Schweiz und die einzelnen Westschweizer Kantone veröffentlicht (siehe Tabelle).

Unterschied
von Kanton zu Kanton

Danach scheint die Verschlechterung des Wirtschaftsgangs in der Industrie generell nachzulassen. Schlechte Nachrichten kämen allerdings vom Arbeitsmarkt und vom Bau, wo die Indikatoren immer noch nach unten zeigen. Auf der Konsumseite seien die Signale negativ und beim Export sei die Lage nicht günstiger.

Gemäss Créa entwickelt sich der Konjunkturbarometer in den Westschweizer Kantonen nicht gleichmässig.

Während für die Kantone Waadt und Genf bis zum Ende des ersten Semesters 2003 ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten vorausgesagt wird, gehen die Forscher für Freiburg, Neuenburg und das Wallis von einem leichten Nachlassen aus. Für den Jura ist Stabilität vorausgesagt, allerdings auf einem tiefen Niveau.

In der Freiburger Industrie ist gemäss den Forschern der Créa keine Tendenz erkennbar. Der Gesamtindex für den Umsatz in der Industrie gehen aufs ganze Jahr gesehen von einer leichten Verbesserung aus, doch die Verkaufsaussichten für Halbfabrikate seien negativ. Zudem sei der Bedarf an Produktionsmitteln klar eingebrochen, was sich in der Zunahme der Konkurse und der Arbeitslosigkeit zeige. Gute Kunde kommt hingegen aus den Bereichen Export und Bau. Die drei wichtigen Indikatoren im Bauwesen haben einen positiven Verlauf (Auftragsbestand und -eingang sowie Bauvorhaben).

Wachstum des BIP um 1,3 Prozent

Mehr Zuversicht strahlen hingegen die soeben veröffentlichten Wirtschaftsprognosen der Basler Konjunkturforschungsstelle (Bak Basel Economics) aus, die im Auftrag des Amtes für Statistik des Kantons Freiburg halbjährlich erstellt werden. Daraus geht hervor, dass das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im Kanton im vergangenen Jahr insgesamt um 1,4 Prozent zunahm (+0,3 Prozent gegenüber 2001). Im laufenden Jahr werde sich die wirtschaftliche Dynamik fortsetzen. Insgesamt werde das BIP nach den Erwartungen von Bak Basel Economics um 1,3 Prozent zulegen.

Dynamische Dienstleistungen

Im sekundären Sektor (Industrie) wird für das laufende Jahr eine Erholung erwartet, da sich die Exportnachfrage in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht beleben werde. Auch wenn das Wachstum im tertiären Sektor von 2,6 im vergangenen auf 1,4 Prozent im laufenden Jahr zurückgehen werde, bleibe der Dienstleistungsbereich der Wachstumsmotor im Kanton Freiburg.

Dabei wird darauf aufmerksam gemacht, dass innerhalb der Dienstleistungen uneinheitliche Entwicklungen festzustellen sind. Die konsumorientierten Branchen müssten wegen des Wegfalls des Expo-Effekts eine Verlangsamung des Wachstums hinnehmen. «Unternehmensbezogene Dienstleistungen» (zum Beispiel Architektur- und Ingenieursbüros) dürften mit einer geringeren Verlangsamung rechnen, müssten sich aber mit dem Aufschwung noch etwas gedulden.

Gemäss Bak Basel Economics wird sich der Handel im laufenden Jahr insgesamt mit einem Wachstum um 1,5 Prozent im Vergleich zum kantonalen Durchschnitt leicht überdurchschnittlich entwickeln. Die reale Wertschöpfung dürfte schliesslich im Finanzsektor gar um 1,7 Prozent zunehmen.

Mehr zum Thema