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Unsortiert und konfus

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Vor dem Spiel war Frédéric Chassot noch guten Mutes und froh, seine besten Leute aufs Feld schicken zu können. Seinen Angaben zufolge wollte er die Gäste aus dem Oberwallis mit schnellem Offensivfussball in die Knie zwingen. Ihm war jedoch bewusst, dass es eine harte Arbeit werden würde, um diesen unangenehmen Gegner zu bezwingen. Die Geschichte des Spiels belehrte den Trainer der Hauptstädter sehr schnell eines Besseren: Was seine Mannschaft den spärlich erschienenen Zuschauern präsentierte, war schlicht und einfach schwach und hatte mit Offensivfussball rein gar nichts zu tun. Aber auch die Gäste taten nichts, um das Spiel attraktiv zu gestalten.

FCF fällt auseinander

Die erste Hälfte kann deshalb kurz und bündig resümiert werden, denn der Anstoss zu diesem Match war bereits dessen Höhepunkt … Über den Rest sei der Mantel des Schweigens ausgebreitet.

Nach dem Pausentee schienen beide Teams endlich etwas zu einem der 1. Liga würdigen Spiel beitragen zu wollen. Die Spieler des Ex-Freiburg-Trainers Christian Zermatten kamen bereits in den ersten fünf Spielminuten zu zwei hochkarätigen Torchancen, welche jedoch kläglich und unkonzentriert versiebt wurden. In der Folge übernahm das Heimteam das Spielgeschehen. Der nach der Pause eingewechselte Ewembe Lotwa wirbelte viel und kam zu einigen schnellen und schön vorgetragenen Möglichkeiten. Lotwa war es auch, der in der 55. Spielminute auf der linken Seite zu einem Dribbling ansetzte und Ermal Uka den Ball pfannenfertig auflegte. Uka schoss kaltblütig mit einem schönen Distanzschuss zum 1:0-Führungstreffer ein.

Weshalb nach diesem Tor das Team von Chassot in seine Einzelteile zerbrach, war unerklärlich und vielleicht doch ein wenig symptomatisch. Die Walliser waren zu diesem Zeitpunkt ganz klar die passivere Mannschaft. Wenn die Freiburger Abwehrreihe, die eigentlich während dem ganzen Spiel auf sich alleine gestellt war und vom Mittelfeld keine Unterstützung erhielt, bis zu Pause noch zuverlässig verteidigte, so schlichen sich nun viele Konzentrationsfehler ein. Die Positionen wurden nicht mehr eingehalten, die Angriffsauslösung war inexistent und fahrig. Aber auch die Abstimmung zwischen den diversen Reihen klappte überhaupt nicht. Einigen Spielern schien es am nötigen Selbstvertrauen und vermutlich auch am Können zu fehlen.

«Das wird intern geregelt»

Als Joel Abanda in der 69. Minute einen Gegenspieler im Strafraum nur noch mit einem Foul bremsen konnte, verwandelte Claudio Millius souverän zum Ausgleich. In der Folge plätscherte das Spiel wieder vor sich hin. Trotzdem probierte der FC Freiburg, dieses Spiel noch zu gewinnen. Doch die Angriffe wurden immer wieder zu fahrig und zu unpräzis aufgezogen. Als es in der 86. Minute nach einem gegnerischen Einwurf in der Nähe der Eckfahne wieder zu einem Flankenball in den Freiburger Strafraum kam, konnte Saleh Chihadeh ungehindert zum Siegtreffer einnetzen. Danach war es zu spät, um nochmals alles in die Waagschale zu werfen, um wenigstens noch einen Punkt zu retten.

Der FCF hat noch sehr viel Arbeit, um dieses neu formierte Team zu einer Einheit zu machen. In der Tat scheint das individuelle Potenzial mehrheitlich vorhanden zu sein. Die Spieler sind athletisch und bemühen sich. Das allein reicht auf diesem Niveau jedoch nicht aus. Chassot wird sehr viel Geduld aufbringen müssen, um dieses Team nach seinem Gusto zu formen. Von einer eigentlichen Krise zu sprechen wäre nach dem zweiten Saisonspiel sicher zu früh. Aber wie heisst es im Volksmund so schön: Wehret den Anfängen. FCF-Trainer Chassot sagte zum verlorenen Spiel: «Individuelle Fehler wurden uns heute Nachmittag zum Verhängnis. Wir hatten viel zu viele Ballverluste und waren in den wichtigen Spielphasen ganz einfach nicht auf der Höhe des Geschehens. Aufgrund der vielen neuen Spieler werden wir eine gewisse Zeit benötigen, um eine eingespielte Mannschaft zu bekommen. Wir werden nun das kommende Spiel vom nächsten Mittwoch minutiös vorbereiten und alles daran setzen, den ersten Sieg einzufahren. Grundsätzlich geht es beim FC Freiburg auch darum, Fehler, die in der Vergangenheit gemacht worden sind, zu korrigieren. Dies wird in naher Zukunft angesprochen und intern geregelt.»

Telegramm

Freiburg – Naters 1:2 (0:0)

St. Leonhard. 286 Zuschauer. SR: Borra.Tore:55. Uka 1:0. 69. Millius 1:1 (Foulelfmeter). 86. Chihadeh 1:2.

FC Freiburg:Ummel; Abanda, Kante, Bize, Ndarugendamwo; Fermino, Mendizov (72. Charrière), Motumbo, Uka (78. Gomez Da Silva); Pasquier (46. Lotwa), Pinto Dos Santos.

FC Naters/Oberwallis:Kurmann; De Oliveira, Schalbetter, Hill, Feldner; Amacker, Spahiu (91. Bernini), Borter, Indermitte (70. Mustafi); Chihadeh, Millius (85. Ziegler).

Bemerkungen:Verwarnungen: 32. Mutombo (Foul), 51. Schalbetter (Foul), 61. Lotwa und Indermitte (beide Unsportlichkeit), 90. Bize (Foul).

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