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Unter der Linde riecht es nach Sommer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Holzsteg führt über den Bach nach Greng. Es ist Abend, wenige Menschen sind unterwegs. Häuser säumen das Ufer, Spiersträucher blühen rosa. Die Velofahrt über die Schlaglöcher gestaltet sich holprig, Mücken schwirren ins Gesicht. Auf dem schmalen, privaten Uferstreifen feiert eine Gesellschaft an einem langen Tisch. An der Gartenmauer eines Hauses, das aussieht, als wäre es von Agatha Christie erdacht, ranken Glyzinien die Gartenmauer empor. Ein Hund rennt aus dem Tor und beschnüffelt das nachbarliche Terrain, während ein Mann seinen Garten giesst.

Chipstüten und Aluschalen

Puzzlestück für Puzzlestück entstehen neue Häuser; es gibt immer weniger Gemüsefelder. Eine Villa am Seeufer befindet sich gerade im Bau. Zirpende Laute kommen aus dem Gras am Wegrand. Der Weg führt in den Wald. Immer wieder rascheln Vögel und Mäuse im Gebüsch. Die Feuerstelle am Grengspitz sieht verlassen aus. Weiter geht es über Steine und Wurzeln. Der See ist nicht mehr zu sehen, Bäume und Schilf verdecken die Sicht. Vögel zwitschern, Rauch liegt in der Luft. Hier gibt es mehrere Grillplätze am See, alle sind belegt. Chipstüten, Bierflaschen und Aluschalen türmen sich neben den vollen Abfallkübeln, Einweggeschirr ist über den Waldboden verstreut. Eine Hundebesitzerin kommt entgegen; es besteht Leinenpflicht. Der Grengwald ist ein Naturschutzgebiet.

Die letzten Sonnenstrahlen

Die Strasse ist von nun an asphaltiert, Wohnhäuser reihen sich am Merlacher Ufer. Zerfallene Gewächshäuser und das Gebäude mit der Schrift «Fr. Beyeler et Fils» erinnern an die ehemalige Gärtnerei. Im Hotel Le Vieux Manoir sitzen die Gäste im Park unter weissen Schirmen. Kellner tragen geschäftig Tabletts hin und her. Die meisten Parkplätze sind besetzt, die Besucher kommen aus Zürich, St. Gallen und Deutschland.

Unter der Linde beim Restaurant Pintli riecht es nach Sommer. Die letzten Besucher geniessen auf dem öffentlichen Badeplatz die Abendsonne. Es ist immer noch warm. Die Wiese liegt neben der Campagne Chatoney, dem einstigen Privatpark Merlachs. Das historische Herrenhaus samt Umschwung wurde 1977 von der Gemeinde gekauft und ist nun allen Merlachern zugänglich. Die Wohnungen des 1982 umgebauten Hauses werden zu durchschnittlichen Preisen vermietet. Ein Bewohner lädt zur Besichtigungstour ein: Der Boden verteilt sich auf mehrere Niveaus, in zwei Zimmern der verwinkelten Wohnung befindet sich noch das originale Parkett. Er wohne gerne hier, sagt ein Mieter. «Nur ein Balkon fehlt mir manchmal», bedauert er.

Pingpong unter Wasser

Über eine Treppe gelangt man auf die untere Wiese des Parks. Als das Haus gebaut wurde, gab es diese noch nicht. Der Seespiegel war vor den Juragewässerkorrekturen viel höher: Daran erinnern die Bootshaken an der Mauer. Wo früher Wasser plätscherte, spielen jetzt zwei Jugendliche Pingpong. Der dritte sitzt auf der Mauer und schaut auf sein Smartphone. Eine Hängematte baumelt verwaist an zwei Bäumen am See. Zwei Leute sitzen auf dem Bänkchen und schauen aufs Wasser. Pärchen, Jugendliche und Familien lassen den Tag ausklingen. Die vorletzte Etappe der Tour rund um den Murtensee ist zu Ende.

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