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Unter einem gemeinsamen Dach

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Das künftige Benediktinische Zentrum in Sarnen rückt seiner Realisierung näher. Ende Februar werden die Benediktinerinnen aus den Klöstern in Melchtal und Wikon nach Sarnen auf das Gelände des Klosters St. Andreas ziehen. Dies teilte die Stiftung Ora et Labora kürzlich in einem Communiqué mit.

Fortan werden die drei be­nediktinischen Schwesterngemeinschaften am selben Ort leben, jedoch als eigenständige Gemeinschaften weiter bestehen. Insgesamt sind es 25  Schwestern. Sechs davon gehören dem Kloster St. Andreas in Sarnen an; nach Sarnen ziehen werden elf Schwestern aus dem Kloster St. Niklaus von Flüe in Melchtal im Kanton Obwalden sowie acht Schwestern, die bislang im Kloster Marienburg im luzernischen Wikon zu Hause waren, wie Hanspeter Kiser, Präsident der Stiftung Ora et Labora, auf Anfrage präzisierte.

Die Stiftung ist für die Realisierung und Finanzierung sowie den künftigen Betrieb des Zentrums zuständig. Dazu habe ihr das Kloster St. Andreas einen Teil seiner Gebäulichkeiten langfristig zur Verfügung gestellt.

Grösserer Sanierungsbedarf

Geplant war ursprünglich, dass die drei Gemeinschaften bereits ab Weihnachten 2018 am selben Ort leben. Die Verzögerung sei ausschliesslich auf «Verspätungen im Bauablauf» zurückzuführen, schreibt Kiser zuhanden von kath.ch. «Der Sanierungsbedarf der Klosteranlage war erheblich grösser als geplant.» Aus diesem Grund kommen laut Kiser auch die Bauarbeiten teurer zu stehen.

Statt 13 Millionen Franken belaufen sich die Gesamtkosten nun auf rund 15 Millionen Franken, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Die Finanzierung erfolgt mittels Eigenmittel, Spenden und Darlehen und konnte laut Kiser über ein rückzahlbares Darlehen zusätzlich abgesichert werden.

Neue Räume

In den vergangenen Monaten wurden verschiedene Gebäude um- und ausgebaut. Dazu gehören pflegegerechte und rollstuhlgängige Zimmer sowie neue Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume. Auch die historische Klosteranlage sei umfassend saniert und den heutigen Anforderungen angepasst worden, insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Infrastruktur.

Im November 2017 war das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Hintergrund ist die Überalterung der Klostergemeinschaften von Sarnen, Melchtal und Wikon. Damals wurde darüber informiert, dass die drei Gemeinschaften eigenständig fortbestehen würden. Die bisherigen Bewohnerinnen werden im ältesten, barocken Teil des Klostergebäudes wohnen. Die Benediktinerinnen aus Melchtal werden ins heutige Josefshaus ziehen. Und die Schwestern aus Wikon werden im Dachstock des Hauses Nazareth wohnen.

Klostercafé und Klosterladen

Ab Februar wird der Betrieb des Zentrums aufgebaut, teilte die Stiftung kürzlich in einem Brief an die Klostergemeinschaften, an Unterstützer und Mitarbeitende mit. Auf dem Klosterareal werde schrittweise ein Ort der Begegnung für Pilger und Besucher entstehen, präzisierte sie in der Medienmitteilung.

Geplant sind demnach ein Informations- und Ausstellungsraum, ein Klostercafé und ein Klosterladen. «Damit soll das Benediktinische Zentrum als Ort der Spiritualität, Kultur und Wallfahrt erhalten und gefördert werden», heisst es in der Mitteilung. Bereits jetzt pilgern täglich Menschen zum Sarner Jesuskind, einer gotischen Holzfigur aus dem 14. Jahrhundert.

Jahrhundertealte Tradition

Das Kloster St. Andreas wurde um das Jahr 1120 gegründet und bildete ursprünglich ein Doppelkloster mit dem Kloster Engelberg. Am 18. Februar 1615 wurde der Frauenkonvent nach Sarnen verlegt. Die Sammlung und Musikaliensammlung des Klosters gehört zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung im Kanton Obwalden. Die anderen beiden Klöster sind bedeutend jünger. Das Kloster St. Niklaus von Flüe im Wallfahrtsort Melchtal wurde im Jahr 1866 vom Luzerner Geistlichen Balthasar Estermann gegründet, das Kloster Marienburg im Jahr 1891 von der gebürtigen Wikonerin Sr. Maria Gertrud Leupi im ehemaligen Schloss Wikon.

kath.ch/jcg

«Elf Schwestern kommen aus dem Melchtal, acht aus dem luzernischen Wikon nach Sarnen.»

Hanspeter Kiser

Stiftung Ora et Labora, Präsident

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