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Unterstadt ist mässig begeistert von der Analyse des Netzwerks Altstadt

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Die Unterstadt ist verloren für den Detailhandel; die Quartiere dort wirtschaftlich zu beleben wird schwierig: So lautet das ernüchternde Fazit einer Studie des Netzwerks Altstadt, das vergangene Woche vorgestellt wurde. «Das macht schon ein bisschen Angst», sagt Nicolas Bertschy, der an der Neustadtgasse eine Metzgerei betreibt und Präsident des Vereins der Gewerbetreibenden des Au- und Neustadtquartiers ist. Er findet es zwar gut, dass die Analyse gemacht wurde, hätte sich aber mehr konkrete Antworten gewünscht.

Die Experten des Netzwerks empfehlen, besonders die Lausannegasse und den Bereich rund um die Grenette wiederzubeleben. Sie glauben, dass das auch mehr Leute in die Unterstadtquartiere bringt. «Das ist doch utopisch», findet Bertschy. «Viele Quartierbewohner haben das Gefühl, dass die Unterstadt in der Analyse vergessen gegangen ist, und das einmal mehr», sagt auch Estelle Vienne, Sekretärin des Quartiervereins Neustadt.

Hoffnung auf Shuttle

Andere Mitglieder des Vereins seien mit der Studie einverstanden. Sie hofften auf die vorgeschlagenen besseren Transportmöglichkeiten zwischen Unter- und Oberstadt, wie etwa ein Shuttle. Auch Mathias Pittet vom Quartierverein Au glaubt, dass etwa ein Lift helfen könnte, mehr Menschen ins Quartier zu bringen. Die Topografie sei besonders für ältere Menschen, aber auch für Kinder ein Problem. Zudem findet er eine bessere Signalisation des Parkings beim alten Eisstadion angebracht. «Viele Auswärtige wissen gar nicht, dass man dort parkieren kann.»

Bilateral zusammenarbeiten

Pittet setzt auf die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Quartierverein und Gemeinderat. «Wir haben schon viel erreicht, gerade was die Umgestaltung des Klein-St.-Johann-Platzes angeht.» Ähnlich äussern sich auch Quartiervereinssekretärin Vienne und Metzgermeister Bertschy. Sie hoffen auf mehr Aufmerksamkeit des Gemeinderates für ihre Projekte.

Einer der Experten des Netzwerks Altstadt hatte vorgeschlagen, dass Hauseigentümer in Wohnungen investieren und diese teurer vermieten, um nicht mehr auf die tendenziell höheren Mieten aus Ladenlokalen angewiesen zu sein. Pittet und Bertschy sehen das skeptisch.

«Ich wollte in meinem Haus kürzlich eine Wohnung vermieten – sie stand vier Monate lang leer», erzählt Bertschy. Er habe schliesslich die Miete senken müssen, um sie zu vermieten. «Die Wohnungen in der Unterstadt haben schon einen gewissen Preis.» Auch Pittet meint, es sei bereits jetzt schwierig, günstige Wohnungen in der Unterstadt zu finden.

Zudem seien die Mieten für Ladenlokale zumindest im Au-Quartier schon jetzt nicht besonders hoch. Er glaubt, dass Unternehmer durchaus eine Chance hätten in der Unterstadt – sie müssten dafür aber einen besonderen Effort erbringen. Das bestätigt auch Bertschy. Er versucht durch spezielle Produkte und Dienstleistungen Kunden von weither anzuziehen.

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