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Unterstützung bei psychischen Leiden

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Psychisch kranke Menschen haben neben der eigentlichen Krankheit mit vielen Schwierigkeiten und Widerständen zu kämpfen. Das beginnt bei der Bereitschaft, selber das Problem als Krankheit zu akzeptieren, und geht bis zur Frage, wohin man sich für Hilfe wenden soll. Eine mögliche Anlaufstelle ist die Freiburgische Interessensgemeinschaft für Sozialpsychiatrie (Afaap), welche am Dienstagabend in Kerzers ein Podiumsgespräch organisiert hat. Die Afaap ist ein Verein, der sich aus Betroffenen, Angehörigen und Sozialarbeitern zusammensetzt. Sie bietet Menschen mit einem psychischen Leiden Unterstützung und Begleitung.

Vertrauen ist wichtig

Ein Ziel der Afaap ist es, die Vernetzung und Zusammenarbeit unter den Fachleuten zu stärken. Denn es sind ganz verschiedene Organisationen oder Fachpersonen, die mit Menschen mit einem psychischen Leiden in Kontakt kommen. «Die Diagnose und die Behandlung können ganz unterschiedlich und individuell passieren», sagte Thomas Böhlen, Sozialarbeiter bei der Afaap, am Dienstag in Kerzers. Dies zeigte auch die Diskussion am Podiumsgespräch, an dem Vertreter der Spitex, einer Familienhilfsorganisation, der Pfarrer von Kerzers und ein Psychiater anwesend waren.

«Ein psychisch kranker Mensch geht nicht automatisch zum Psychiater, sondern wendet sich vielleicht an den Pfarrer. Oder es ist eine Spitex-Mitarbeiterin, die in einem Gespräch merkt, dass etwas nicht stimmt», so Thomas Böhlen. «Wichtig ist deshalb nicht, wohin sich Betroffene als Erstes wenden, sondern vor allem, dass sie sich überhaupt jemandem anvertrauen.»

Ein grosses Problem sei, dass es Krankheiten sind, die man von aussen nicht einfach erkennen kann. «Wenn jemand einen Gips trägt, ist es für alle ersichtlich. Ein Mensch mit Depressionen sieht aber sehr oft aus wie alle anderen», brachte Böhlen das Problem auf den Punkt. Eine Betroffene, die am Podium teilnahm, schilderte eindrücklich, wie schwierig der Weg für sie war. «Ich litt seit meiner Kindheit unter Depressionen. Lange wusste ich aber nicht, was genau nicht stimmte. Dass ich an einer Krankheit litt, wusste ich erst mit etwa 30 Jahren.»

 Gerade Depressionen können auch wegen besonderer Lebensumstände auftreten. So könne etwa die Geburt eines Kindes das Leben eines jungen Ehepaares komplett auf den Kopf stellen, wobei sich durchaus auch Depressionen entwickeln könnten, sagte Psychiater Marc ten Busch aus Kerzers.

Schnell Handeln ist wichtig

 Auch der reformierte Kerzerser Pfarrer Christoph Bühler trifft oft auf psychische Leiden in entscheidenden Lebensphasen: «Etwa bei Taufen oder natürlich bei Todesfällen von Angehörigen und Freunden», so Bühler. Marc ten Busch ergänzte, dass bei solchen Betroffenen psychische Krankheiten im Frühstadium auftreten können. Je früher man sich an eine Fachperson wende, desto einfacher sei es, die Probleme in den Griff zu bekommen.

Die Schilderungen der Betroffenen und der Spezialisten am Podiumsgespräch haben deutlich gezeigt, dass die Zusammenarbeit untereinander eigentlich gut klappt. Eines der Hauptprobleme, die nach wie vor bestehen, ist die Stigmatisierung, der Betroffene ausgesetzt sind. «Das Verständnis für psychische Krankheiten ist in der Gesellschaft noch nicht tief verankert», sagte Böhlen. Mit Anlässen wie dem Podium in Kerzers will die Afaap deshalb dieses Verständnis fördern.

Ausstellung

Rezepte für den Alltag

Die Freiburgische Interessensgemeinschaft für Sozialpsychiatrie (Afaap) will die Öffentlichkeit für das Thema psychische Krankheiten sensibilisieren. Neben dem Podiumsgespräch werden in der Aula der OS Kerzers bis am 3. November auch Bilder zum Thema gezeigt. Botschaften auf den Bildern zeigen, mit welchen Rezepten sich Menschen mit einer psychischen Einschränkung jeden Tag motivieren.tk

 

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