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Untertitel: Kongress der katholischen Neutestament

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Untertitel: Kongress der katholischen Neutestamentler

Autor: Von ANTON JUNGO

Es sind gemäss Max Küchler, Professor für Neues Testament an der Universität Freiburg, zwei Gründe, weshalb die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger katholischer Neutestamentler ihre alle zwei Jahre stattfin-
dende Tagung in Freiburg abhalten wollte. Zum einen hatte die Tagung noch nie in der Schweiz stattgefunden.

Zum andern wollten die Professoren den Ort kennen lernen, der sich mit einer besonderen Art der Bibelauslegung weltweit einen guten Ruf geschaffen hat. Das Freiburger Gelehrten-Trio Othmar Keel, Christoph Uehlinger (jetzt in Zürich) und Max Küchler ziehen zur Interpretation biblischer Texte konsequent die Archäologie heran. Freiburg ist auch der Standort der Sammlung «Bibel und Orient» und des geplanten gleichnamigen Museums (vgl. auch FN vom 19. Februar). Das biblische Departement der Universität ist aber auch bekannt für seine kritischen Editionen biblischer Texte durch die Professoren Jean-Dominique Barthélemy sel. und Adrian Schenker.
Die dreitägige Veranstaltung fand im Studentenheim und Tagungszentrum «Salesianum» statt. Max Küchler hatte ein Programm vorbereitet, bei welchem sich wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Exkursionen in Stadt und Region Freiburg abwechselten.
Den wissenschaftlichen Teil bestritt Professor Jürgen Zangenberg aus Erlangen mit einem Vortrag zum Thema «Von Texten und Töpfen. Überlegungen zum Verhältnis von literarischen und materiellen Relikten antiker Kulturen bei der Interpretation des NT». Einen weiteren Vortrag widmete er den Funden von Qumran am Toten Meer und ihrer Bedeutung für die Interpretation biblischer Texte. Professor Hans-Josef Klauck aus Chicago stellte die Offenbarung des Johannes in den Kontext kleinasiatischer Archäologie. Er zeigte auf, wie das damalige Kaisertum die Bilderwelt der Apokalypse beeinflusste. Max Küchler seinerseits stellte die priesterlichen Felsgräber im Kedron- und Hinnomtal in Jerusalem vor. Für ihn ist die immer prachtvollere Ausgestaltung der Gräber Abbild der Selbstdarstellung der Gruppe der Hohen Priester.
Othmar Keel schliesslich zeigte auf, dass die Gottesbilder der Bibel ihre Vorbilder in der vorderasiatischen Kleinkunst haben. Die Reihe der Bilder kann verfolgt werden von den altorientalischen Fruchtbarkeitsgöttinnen bis zu heutigen Madonnendarstellungen.Die Themen wurden in Arbeitsgruppen vertieft. Als Leiter dieser Gruppen konnten zwei Gelehrte gewonnen werden, die durch ihre jeweiligen Fachbücher bekannt geworden sind. Willibald Bösen durch sein reichbebildertes Werk «Galiläa – Lebensraum und Wirkungsfeld Jesu» sowie Heinz-Josef Fabry durch das Werk «Khirbet Qumran – Archäologie und Text».
Wie Max Küchler betont, zeigten sich die Neutestamentler begeistert vom Aufenthalt in Freiburg und der Arbeit, die am biblischen Departement geleistet wird. Dies könnte dazu führen, ist er überzeugt, dass Studenten sich für den Studienort Freiburg interessieren werden und hier ihre Kenntnisse in Bibelwissenschaften vertiefen wollen.

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