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Unterwegs mit einem kleinen, agilen Boot

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Alle kennen Patent Ochsner. Doch Sänger Büne Huber hat seit drei Jahren noch eine zweite Band: Das Meccano Destructif Commando (sprich: Meccano Destrüctif Commandö). Mit an Bord des «wendigen Boots» mit dem komplizierten Namen sind zweiPatent-Ochsner-Mitglieder: Gitarrist Disu Gmünder und Schlagzeuger Andi Hug. Wolfgang Zwieauer vervollständigt das Quartett am Bass. Ziel der Band: Selten gespielten Patent-Ochsner-Songs ein neues Leben einzuhauchen. Andere der sogenannten «Nachtschattengewächse» wurden zuvor noch nie gespielt. Am Freitagabend gab die Band mit Geheimtipp-Charakter in Murten das letzte Konzert ihrer zweiten Tour. Begonnen hatte diese im Februar.

Keine Konfirmation

«Wir beenden die Tour absichtlich in Murten», sagte Büne Huber gut gelaunt im recht vollen Saal des Hotels Murten. «Falls wir abstürzen, können wir gleich hier übernachten.» Mit ihrer Spielfreude und den Arrangements der Songs für vier Meccano- statt neun Ochsner-Musikern begeisterten die destruktiven Mechaniker das Publikum, das oft mitsang. Gitarrist Disu Gmünder spielte neben Akkordeon, Mundharmonika und Posaune auch das Theremin–ein Instrument, dem die Töne berührungslos entlockt werden. Klanglich ähnelt es einer singenden Säge. Sänger, Gitarrist und Pianist Büne Huber griff auch schon mal zum Megafon.

Besonders ein Ochsner-Songerschien in komplett verändertem Gewand: «Angelina». Es wurden härtere Töne angeschlagen als gewohnt. «Die Version ist umstritten», so Huber. Sie sei schon sehr laut. «Aber wir sind hier ja auch nicht an einer Konfirmation.» Zuvor verschenkte er von der Decke schwebende rote Rosen an die Zuschauerinnen: Mit einer der Blumen aus dem Strauss bedankte sich Huber bei einer Mitarbeiterin der Suisa, der Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik. Und er betonte: «Der illegale Erwerb von Musik schadet den Künstlern.» Huber nahm die Zuschauer jedoch nicht nur mit auf eine Reise durch seine vertonte Bilderwelt, sondern widmete sich einer weiteren Leidenschaft: dem Schwadronieren. Die Anekdoten aus seinem Leben entlockten den Zuschauern manch ein Schmunzeln. Er erzählte etwa von seinem Praktikum als Sozialpädagoge. Damals lernte der rund 20-Jährige einen Gleichaltrigen mit Down-Syndrom kennen: Pesche mit dem «Big Smile», der eine Leidenschaft für Autos hatte–und die Seele eines Punks.

Zwei Überraschungsgäste

«Der Tourschluss ist ein melancholischer Moment», sagte Huber, bevor er zwei Überraschungsgäste ankündigte: Cantautore Mimmo Locasciulli aus Italien und Ricky aus Madagaskar. Die zweisprachigadaptierten Ochsner-Songs kamen beim Publikum gut an. Wer auf die grössten Hits von Patent Ochsner wartete, war am falschen Konzert. Einzig «Trybguet» gaben die Musiker zum Besten. «Für meine Tochter», so Huber. Weil sie so weit weg sei–aber zum Glück nicht mehr lange. Die Fans sangen mit. «Merci, Murten, es war schön mit Euch», sagte Huber zum Abschied. «Häbit Sorg, blibid gsung u löt nech nüt la gfallä, niä, niä, niä!»

Büne Huber: Mit Meccano die Sau rauslassen

Nach dem Konzert konnten sich die FN mit Büne Huber unterhalten.

 

Büne Huber, dies war das letzte Konzert der Tour, wie fühlen Sie sich?

Die Tour ist ohne grössere Zwischenfälle verlaufen: also irgendwie glücklich. Nun habe ich wieder mehr Zeit für mich. Wir werden an den Songs für das neue Ochsner-Album arbeiten. Ich male jeweils die Bilder, und wir veredeln sie gemeinsam mit Disu und Ändu. Die meisten Songs stehen schon.

 

Versenken Sie heute Nacht wie angekündigt das widerspenstige Instrument Theremin im See?

Wir hätten alle Lust dazu! Aber es gehört nicht mal uns. Wir haben nun eins für Disu bestellt. Normalerweise bringt ihn nichts aus der Ruhe, aber dieses Ding hat ein Eigenleben. Es macht, was es will.

 

Sind weitere Projekte mit Meccano geplant?

Bis ich sterbe, wird es beide Bands geben. Mit Meccano können wir die Sau rauslassen: Man kann Sachen ausprobieren, die mit Ochsners nicht möglich sind. Das ist für den kreativen Prozess wichtig. Meccano ist ein kleines, agiles Boot. Das gefällt mir.

Wird es einmal ein Meccano-Album geben?

Ja, wir haben alle Konzerte aufgenommen: 40 Stunden!

 

Verbindet Sie etwas mit Murten?

Ich bin viel in Murten. Mich zieht es zum Wasser: Ich bin Fisch. Murten hat einen wunderbaren See. Wenn ich einen vollen Tank habe, fahre ich immer an den See und nie in die Berge. ea

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