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«Unvergessliche Kino-Momente»

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Openair-Kino, das ist mehr als einfach nur eine Leinwand unter freiem Himmel, Openair-Kino ist ein Rundum-Erlebnis: So formuliert es Toni Kleimann, verantwortlich für das Openair-Kino Freiburg, das derzeit zum 25. Mal stattfindet. «Man sieht einen guten Film, aber man trifft auch Menschen, pflegt Kontakte, isst und trinkt zusammen und teilt unvergessliche Kino-Momente an ausgefallenen Orten.» Darum wohl sei der Erfolg der Open­air-Kinos in der Schweiz ungebrochen, während es die Kinosäle immer schwerer hätten. Allein die Open Air Kino Luna AG mit Sitz in Luzern, die auch die Openair-Kinos Freiburg, Murten und Estavayer-le-Lac betreibt, zählt heute über zwanzig Austragungsorte in allen Landesteilen.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte vor bald dreissig Jahren in Luzern. Das Openair-Kino Freiburg kam schon bald nach der Gründung dazu: 1995 fand es zum ersten Mal statt, damals noch bei der Eishalle St. Leonhard. «Der Austragungsort war nur eine Übergangslösung», erinnert sich Toni Kleimann, der im Auftrag der Open Air Kino Luna AG von Anfang an für den Standort Freiburg verantwortlich war. «Wir suchen immer spezielle Orte, sei es ein Seeufer, ein Schloss oder sonst ein historischer Platz.» In Freiburg seien etwa auch die Unterstadt oder das Guintzet zur Diskussion gestanden. «Über das Tourismusbüro sind wir dann auf das Bollwerk gekommen, wo das Openair-Kino ab dem zweiten Jahr stattfand.»

So gut gestartet wie noch nie

Neben der aussergewöhnlichen Atmosphäre hat das Bollwerk noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Ein Teil der Sitzplätze in der mittelalterlichen Festung ist gedeckt, so dass dem Filmerlebnis auch bei Regen nichts im Wege steht. Dennoch bleibt das Wetter auch für das Openair-Kino Freiburg der grösste Risikofaktor: «Das wissen wir, und das gehört dazu», sagt Toni Kleimann. «Wenn es in Strömen regnet oder sehr kühl ist, haben die Leute einfach keine Lust auf Openair-Kino.»

An einem besonders garstigen Abend seien in Freiburg einmal ganze siebzehn Besucherinnen und Besucher gekommen, erzählt er. Doch das sei zum Glück die Ausnahme: Wenn das Wetter einigermassen mitspielt, lockt das Open­air-Kino Freiburg jährlich an gut dreissig Abenden insgesamt 7500 bis 8000 Zuschauer an. Die Jubiläumsausgabe, die seit einer Woche läuft, sei auf guten Wegen, sagt Kleimann. «An den ersten Abenden kamen im Durchschnitt etwa 280 Personen. So gut sind wir noch nie gestartet.»

Qualität und Vielfalt

Eine Besonderheit des Freiburger Openair-Kinos ist das zweisprachige Publikum. Es sei der Grund, weshalb man in Freiburg schon früh auf Filme in Originalversion gesetzt habe, auch wenn es dagegen gerade in den Anfangsjahren Widerstand gegeben habe, sagt Toni Kleimann. Heute sind es in der Regel nur vereinzelte Familienfilme, die in französischer Synchronisation gezeigt werden. Typisch für das Freiburger Programm ist seit einigen Jahren auch, dass jeweils ein Siegerfilm des Internationalen Filmfestivals Freiburg gezeigt wird, nämlich der Gewinner des Publikumspreises. Dieses Jahr ist dies der Film «Compañeros – La noche de 12 años» des uruguayischen Regisseurs Álvaro Brechner.

Für das Freiburger Programm arbeitet die Open Air Kino Luna AG mit der Kino-Betreiberin Cinemotion zusammen. Gewisse Filme seien vorgegeben, erklärt Kleimann, aber im Grossen und Ganzen trage das Programm die Handschrift von Cinemotion-Programmchef Xavier Pattaroni. Ziel sei immer, die richtige Mischung zu finden aus Qualität, Vielfalt und Zuschauerpotenzial. Publikumsrenner wie die Freddie-Mercury-Story «Bohemian Rhapsody» laufen diesen Sommer in vielen Openair-Kinos gleich mehrmals, so auch in Freiburg. Daneben müssten aber auch Perlen wie der libanesische Film «Capharnaüm» Platz haben, so Kleimann. «Wir halten immer Ausschau nach Filmen mit feinen Emotionen und einer unaufdringlichen Menschlichkeit, die das Publikum berühren.»

Kleimann selbst bezeichnet sich als Fan des italienischen Kinos. Aufführungen von Filmen wie «Cinema Paradiso» oder «Il Postino» gehören zu seinen schönsten Openair-Kino-Erinnerungen. Beim Open­air-Kino Freiburg ist der Zuger, der seit zwei Jahren in Basel lebt, seit den Anfängen dabei, mit einem dreijährigen Unterbruch. Franz Bachmann, Gründer der Open Air Kino Luna AG, habe ihn seinerzeit angefragt, weil er, Kleimann, Freiburg vom Studium her gekannt habe. Die Faszination für das Kino und die organisatorische Herausforderung hätten ihn gereizt. Lange kümmerte sich der mittlerweile pensionierte Lehrer nebenberuflich um das Open­air-Kino. Die Arbeit mache ihm immer noch Freude, sagt der 69-Jährige, doch ob er nach der Jubiläumsausgabe weitermachen wolle, entscheide er im Herbst. Ganz sicher aber ist er, dass es mit dem Openair-Kino noch lange weitergehen wird – weil das Rundum-Erlebnis so gut funktioniert wie eh und je.

Programm

Viele Filme für Klein und Gross

Das Openair-Kino Freiburg im Bollwerk dauert noch bis zum 20. August. Das Programm bietet eine vielfältige Mischung und reicht von oscarprämierten Publikumsrennern wie «Green Book», «Bohemian Rhapsody» oder «A Star is Born» über Familienfilme wie «The Lion King» oder «The Secret Life of Pets 2» bis zu Schweizer Filmen wie «Wolkenbruch» und «Zwingli». «Wolkenbruch» läuft morgen Samstag in Anwesenheit von Regisseur Michael Steiner. Als Vorpremieren bietet das Openair- Kino Freiburg den französischen Film «Alice et le maire» und die Filmbiografie «Diego Maradona». Für das unterhaltsame Rahmenprogramm, die beliebten Spiele vor den Filmen und den Barbetrieb ist wie gewohnt der Verein Movie Bar verantwortlich.

cs

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