Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Urs Faes und Jonas Lüscher sind für den Schweizer Buchpreis nominiert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Schweizer Buchpreis wird am 12. November in Basel vergeben. Der Hauptpreis ist mit 30 000 Franken dotiert. Die übrigen Finalisten bekommen je 2500 Franken. Die Jury hatte 78 Werke zur Auswahl; gestern nun hat sie ihre Shortlist mit den Nominierten präsentiert: Es sind Martina Clavadetschers «Knochenlieder», Urs Faes’ «Halt auf Verlangen», Lukas Holligers «Das kürzere Leben des Klaus Halm», Jonas Lüschers «Kraft» und Julia Webers «Immer ist alles schön».

«Die Wahl fiel uns aufgrund der Vielzahl qualitativ hochstehender Texte in diesem Jahr ausserordentlich schwer», wird Jury-Sprecher Philipp Thei­sohn in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert.

Fünf mutige Texte

Die Jury habe sich für fünf mutige Texte entschieden, «die sich, jeder auf seine Art, einer beunruhigenden Wirklichkeit stellen und diese kunstvoll zu meistern verstehen». In Urs Faes’ «Halt auf Verlangen» beispielsweise ist die beunruhigende Wirklichkeit einer Krebsbehandlung. 40 Mal fährt der Protagonist mit dem Tram in die Klinik zur Bestrahlung. Und vielleicht noch ein 41. Mal zwei Stationen weiter bis «Endstation Rehalp, Einzelgrab in der Buchenallee». Dieses «Kranken-Kindheits-Fahrtenbuch» sei sein «vielleicht heiterstes, vergnüglichstes Werk geworden», sagte der 70-Jährige darüber. «Und heilsam war das Schreiben auch.»

Auch in Jonas Lüschers Zweitling «Kraft», mit dem es der Autor bereits auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, fährt einer weg: aus der Schweiz ins Silicon Valley, um dort in einem Rhetorik-Wettbewerb genug Geld zu gewinnen, um sich von seiner zweiten Frau scheiden zu können. «Lust- wie humorvoll schildert ‹Kraft› eine bewegend unbewegte deutsche Karriere», urteilte die Schweizer Buchpreis-Jury.

Ein Zweitling ist auch Martina Clavadetschers Roman «Knochenlieder», für den sie bereits den Preis der Marianne und Curt Dienemann Stiftung erhalten hat. Ihr sprachlich elaborierter Roman spielt in der Zukunft. Der erste Teil handelt vom Kinderwunsch eines Paares in einer Aussteigersiedlung, der zweite von einer den Übergriffen ihres Vaters ausgesetzten Hackerin. Im dritten Teil will die Verfasserin selber Teil der Erzählung werden.

In Julia Webers nominiertem Erstling «Immer ist alles schön» richten sich zwei Kinder in einer höchst beunruhigenden Lebenssituation ein: Die Mutter, eine unzuverlässige, vergnügungssüchtige Alkoholikerin, verschwindet allmählich, erst seelisch, dann auch physisch. «Durch die Augen der Tochter verwandelt der Text die familiäre Katastrophe in ein fantastisches Geschehen, dem man fasziniert wie bestürzt gegenübersteht», beschreibt es die Buchpreis-Jury.

Ebenfalls ein Romanerstling ist «Das kürzere Leben des Klaus Halm» von Lukas Holliger, der – wie übrigens auch die Mitnominierte Clavadetscher – vom Theater kommt. In seinem Basel-Roman stalkt ein arbeitsloser Möchtegern-Filmemacher einen Zauderer, um allmählich dessen Leben zu übernehmen.

Prominent besetztes Fest

Der vom Deutschschweizer Buchhändler- und Verlegerverband und Literatur Basel vergebene Schweizer Buchpreis feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen.

Begangen wird das Jubiläum mit einem Fest am Vorabend der Buchpreis-Verleihung im Rahmen des Literaturfestivals Buch Basel. Erwartet werden dazu gemäss Medienmitteilung der Organisatoren auch «die Protagonisten der vergangenen Jahre» wie beispielsweise die Buchpreisträger Lukas Bärfuss, Peter von Matt oder Melinda Nadj Abonji.

sda

Mehr zum Thema