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Urs kocht am Besuchstag und Otto geht holzen

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Urs kocht am Besuchstag und Otto geht holzen

Die Jubla Freiburg setzt für das Kantonslager auf Botschafter

Persönlichkeiten als Botschafter für den eigenen Anlass gewinnen: Diese Idee der Expo.02 hat die Jubla Freiburg für das Jublalager übernommen. Nur werden sich bei diesem Projekt die Prominenten aktiv einsetzen müssen.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Um auf ihre Anliegen aufmerksam machen zu können, hat die Jubla Freiburg Persönlichkeiten aus dem Kanton Freiburg angefragt, als Botschfter tätig zu sein. «Es haben alle gleich zugesagt», sagt OK-Präsident Jerôme Hayoz. Aus Politik, Kultur, Sport und der Kirche stehen sieben Personen für das Kantonslager ein. Es sind dies die Ständeräte Urs Schwaller und Alain Berset, alt Ständerat Otto Piller, Bischofsvikar Kurt Stulz, die Snowboarderin Anita Schwaller, Gustav und die Hip-Hop-Band Eggipa Fifauter.

Ein Ämtchen für alle

Das Engagement der Botschafter beinhaltet nicht nur, während Coloraktion (siehe Kasten) die Grossräte und Interessierte auf Kinder- und Jugendarbeit aufmerksam zu machen. Vielmehr haben sie sich verpflichtet, tatkräftig – im wahrsten Sinne des Wortes – am Lager mitzuhelfen. So werden alle ein Ämtchen übernehmen: Kochen am Besuchstag (Schwaller), einen Tag Holzen (Piller) oder Fotos machen am Abschlussfest (Berset). Für den kulturellen Farbtopf – das Motto des Lagers – sind Gustav und die Hip-Hop-Band Eggipa Fifauter verantwortlich; sie schreiben und komponieren den Lagersong für die über 600 Kinder.

Er sei schon etwas überrascht gewesen, als er angefragt wurde, sagt Otto Piller. Obwohl er zur Jubla keine spezielle Beziehung pflege, habe er sofort zugestimmt. Er möchte mit seinem Engagement die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit unterstreichen. «In der unterkühlten Welt von heute brauchen die Jungen einen Platz, an dem sie sich entwickeln können und an dem sie ein soziales Netz haben», sagt Piller.

Fehlende Anerkennung

Ein weiterer Grund für sein Engagement ist die fehlende Anerkennung der Jugendorganisationen durch die politischen Entscheidungsträger. «Für Kreisel werden Hunderttausende von Franken gesprochen. Aber wenn es darum geht, ein Jugendlokal zu finanzieren, sind die Vorbehalte gross», so Piller.

«Opfer sind die Kinder»

Der alt Ständerat, der während sechs Jahren Direktor der Bundesamtes für Sozialversicherungen war, kennt sich in der Familien- und Jugendpolitik aus. Er stellt fest, dass in der heutigen Zeit Armut – im Gegensatz zu früher – nicht mehr nur ältere Personen betrifft. Vom Phänomen der Working Poor (Armut trotz regelmässigem Einkommen) sind vor allem Familien betroffen. «Die Opfer sind dann die Kinder.» In Zeiten, wo Jugendliche auch nach der 20. oder 30. Bewerbung keine Lehrstelle haben, seien Erlebnisse und Bestätigungen in den Jugendvereinen enorm wichtig. «Die Kinder sind schliesslich das Basiskapital unseres Landes.» Ein weiterer wichtiger Beitrag der Verbände für die Gesellschaft sei die Integration von ausländischen Kindern.

Der Jublaleiter – Ein Manager?

Der 25-jährige Jerôme Hayoz schätzt an einem Jugendverband wie der Jubla, dass man sich als Teilnehmer und später als Leiter Sozial- und Selbstkompetenzen aneignen und Verantwortung übernehmen kann. «Wir bilden sozusagen Manager aus», sagte Hayoz, denn das Organisieren eines Lagers mit 100 Kindern sei für Jubla-Leute eigentlich «etwas Normales.» Ebensolche Kompetenzen hat Piller als Direktor auch bei seinen Mitarbeitern geschätzt, denn «das Zusammenleben ist eigentlich etwas Banales». Aber eine falsche oder fehlende Konfliktbewältigung habe, im rein wirtschaftlichen Sinn, eine Produktivitätsminderung zur Folge.

Coloraktion

Am Dienstag, 10. Februar, bleiben noch 169 Tage bis zum Beginn des Kantonslagers der Jubla Freiburg. Mit dem Anlass Coloraktion auf dem Rathausplatz wollen die Verantwortlichen das Lager bekannter machen und die politischen Entscheidungsträger für die Sache der Kinder- und Jugendarbeit sensibilisieren. Deshalb findet Coloraktion an einem Tag statt, an dem der Grosse Rat in Freiburg tagt.

Der Anlass beginnt um 16.00 Uhr. Eingeladen sind die Gemeinde- und Pfarreiräte der teilnehmenden Scharen, aber auch alle Interessierten. Neben den Informationen über das Kantonslager gibt es auch die Gelegenheit, sich direkt für das Kantonslager zu engagieren (als Helfende oder Spendende) oder aber an den bunten Ständen die farbigen Häppchen zu versuchen. jlb

Das Kantonslager der Jubla findet vom 26. Juli bis 4. August in Charmey und Umgebung statt. Mehr Infos zu finden unter www.jubla-freiburg/kantonslager

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