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Urzeitliche Palisade bei Greng entdeckt

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Bei einer Überprüfung des Seegrundes beim Grengspitz sind die Archäologen des Kantons auf Pfähle gestossen, die auf eine Palisade schliessen lassen. «Es handelt sich um eine zaunartige Struktur», so Reto Blumer, Archäologe für Ur- und Frühgeschichte. Diese liegt etwa 40 bis 50 Meter weit vom Ufer entfernt. «Ungefähr dort befand sich in jener Zeit das Ufer des Murtensees.» Solche Palisaden, wie auch diejenige, die vor wenigen Jahren bei Muntelier entdeckt worden sind, waren dafür bestimmt, das Vieh und die Haustiere nicht in das Wasser gehen zu lassen.

Zusammenhang vermutet

Das Tauchteam vor Ort nimmt an, dass diese zaunartige Struktur in einem Zusammenhang mit der bereits entdeckten neolithischen Siedlung steht, die sich im westlichen Teil des Schilfgürtels befindet. «Wir haben bei der Palisade archäologische Schichtenresten sowie liegende Hölzer, Keramikscherben und tierische Knochen gefunden», erklärt Blumer. Die Frage sei nun, wie diese Schichten in der Zukunft geschützt werden können.

 Wenn ein stärkerer Sturm aufkommen würde, könnten diese Schichten zerstört werden, sagt der Fachmann. Wichtig sei deshalb, dass diese Pfahlbauten möglichst geschützt und erhalten blieben.

Kartografie der Siedlung

Bereits letzten Winter arbeitete das archäologische Tauchteam unter der Leitung von Reto Blumer beim Grengspitz, wo neolithische, bronze- und spätbronzezeitliche Siedlungen gefunden wurden. «Was uns bisher gefehlt hatte, war eine Kartografie der Siedlungen vom Grengspitz», so Blumer weiter. Einige der vorhandenen Daten stammen aus der Zeit der zweiten Juragewässerkorrektion und weitere Informationen aus den 1990er-Jahren. Dokumentiert ist bis heute eine insgesamt 170 bis 180 Meter lange und 30 bis 40 Meter breite Grabungsfläche. tb/emu

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